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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Alle Professoren der Universität bald online?
Seit 600 Jahren wird an der Leipziger Universität gelehrt und geforscht. Kaum vorstellbar wer alles schon die Lehrstühle besetzte - oder doch? Das Forschungsprojekt Leipziger Professorenkatalog möchte alle Professoren der Universität erfassen und vorstellen. Nachzuschlagen gibt es diesen Katalog jetzt auch im Internet.
1500 Professoren erfasst - auch online einsehbar
Seit 2006 werden im Historischen Seminar der Universität Leipzig, genauer am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Lebensdaten, Karrierestationen und Publikationen von Leipziger Professoren gesammelt und archiviert - im Leipziger Professorenkatalog. Das ist bei 600 Jahren Universitätsgeschichte ein langwieriges Unterfangen. In den letzten vier Jahren haben sich die Forscher um Prof. Dr. Ulrich von Hehl und Ulf Morgenstern, den Leitern des Projekts, auf den Zeitraum von 1830 bis 1952 konzentriert.
Homepage des Leipziger Professorenkatalog
Empfehlenswert: Das Biogramm des Professor Assel, ein Nihilartikel (fingierter Lexikoneintrag) über die Philosophie der Gemütlichkeit
Man kann somit beispielsweise nachvollziehen, wer im Kaiserreich, der Weimarer Republik oder im Dritten Reich einen Lehrauftrag bekam und anhand der sogenannten Biogramme sich ein Bild von ihnen machen. Dabei wurden bisher 1500 Professoren in die Datenbank aufgenommen. Anlässlich des 600jährigen Bestehens der Universität wurde die Datenbank nun im Zusammenarbeit mit dem Institut für Informatik online gestellt. Doch damit ist es nicht getan, das Ziel ist schließlich alle Professoren der Universitätsgeschichte zu erfassen.
Verschiedene Epochen, verschiedene Probleme
Die einzelnen Epochen bergen verschiedene Probleme: Alle Lebensdaten nach 1952 durch datenschutzrechtliche Verfügungen nicht frei zu werden. Das heißt, jeder zu erfassende Professor der nach 1952 berufen wurde, muss durch persönliche Befragungen erfasst werden. Doch nicht immer werden die Angaben vollständig abgegeben, nicht alle beteiligen sich. Für die Zeit vor 1830 gibt es andere Hürden. So gibt es zwischen 1409 und 1770 keine vollständigen Vorlesungsverzeichnisse, wodurch der Archivierungsaufwand erheblich steigt - und mit den momentanen Mitteln für das Projekt nicht zu bewältigen ist.
Hören Sie hier den Beitrag zum Thema von Veronika Pischner:



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