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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Der Streit um das Fußball-Fanprojekt
Um das Leipziger Fußball-Fanprojekt gab es im vergangenen Jahr große Diskussionen. Schon seit rund zwei Jahren sucht die Stadt einen neuen Träger. Dem bisherigen werfen Kritiker Intransparenz eine Nähe zur rechtsextremen Szene vor. In diesem Jahr spitzte sich die Diskussion zu - nach langem Hin und Her ist nun die Outlaw gGmbH neuer Träger des Fanprojekts.

Das Fußball-Fanprojekt kümmert sich um die Fansozialarbeit in Leipzig. Dafür vermitteln Sozialarbeiter zwischen den rivalisierenden Fangruppen und betreiben unter anderem Präventionsarbeit. Zuständig war dafür die Sportjugend Leipzig e.V.. Nach der Kritik an dem Verein machte sich die Stadt auf die Suche nach einem neuen Träger.
Uneinigkeit über den neuen Träger
Doch der Trägerwechsel gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn alle drei Geldgeber müssen mit dem neuen Träger einverstanden sein. Neben der Stadt wird das Fußball-Fanprojekt vom DFB und vom Land Sachsen, vertreten durch das Landesinnenministerium, finanziert. Der Vorschlag der Stadt für einen neuen Träger war die Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe Outlaw gGmbH. Anfang Juli sprach der DFB sich für den Vorschlag der Stadt aus, das Landesinnenministerium hielt jedoch am umstrittenen alten Träger fest. Die Situation war festgefahren. Zudem lief Ende Juni der Vertrag mit dem alten Träger aus. Die Sportjugend Leipzig e.V. bekam ab dem 1. Juli kein Geld mehr von der Stadt, wollte aber die Arbeit ehrenamtlich fortführen.
Vorschlag des alten Trägers: Zusammenarbeit
Im September machte der bisherige Fanprojektleiter von der Sportjugend Leipzig e.V., Udo Ueberschär, dann einen Vorschlag: der alte Träger und der neue Träger könnten doch zusammenarbeiten. Outlaw könne sich dann um die Vereine BSG Chemie und Roter Stern Leipzig kümmern, die Sportjugend wäre für den 1. FC Lok Leipzig und die SG Leipzig-Leutzsch zuständig. Die Idee der doppelten Trägerschaft stieß jedoch sowohl bei dem neuen Träger Outlaw als auch beim DFB auf Ablehnung.
Outlaw stellte ein Ultimatum
Mitte September stellte die Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe Outlaw gGmbH dann ein Ultimatum. Bis zum 14. Oktober solle eine Entscheidung gefallen sein, sonst stehe die Gesellschaft für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung. Damit kritisierte sie die Kommunikationspolitik des Innenministeriums. Kurz nach Ablauf das Ultimatums stimmte auch das Innenministerium dem Trägerwechsel zu. Damit konnte Outlaw noch im Dezember 2011 seine Arbeit aufnehmen. Ein Teil des alten Projektes der Sportjugend Leipzig e.V. soll aber für eine Übergangszeit von zwei Jahren übernommen werden. Zu diesem Zweck wurde dem bisherigen Fanprojektleiter Udo Ueberschär das Angebot gemacht, beim Jugendamt angestellt zu werden.
Mehr zur Lösung des Streits um das Fußball-Fanprojekt gibt es im Jahresrückblick von mephisto 97.6-Redakteur Jan Wiedemann:



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