Livestream

Geburtstag

Programmvorschau

Heute ab 19:00 Uhr:

Online-Redaktion

Tel.: 0341 / 97 37 976
Fax: 0341 / 97 37 999
online(ät)mephisto976.de

Pistenfahrplan

Ausgehtipps für

Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig

Das lange Interview mit Waldemar Hartmann

"Alkohol löst keine Probleme, aber Wasser auch nicht"

von Mattis Kießig und Raphael Knop
Donnerstag, 10. November 2011

Er ist nicht nur ein Weißbierkenner, sondern vor allem auch eine Kultfigur im Sportjournalismus und das nicht erst seit Rudi Völlers Wutrede. Die Rede ist von Waldemar "Waldi" Hartmann. Im langen Interview „m19“ sprach er über seine Karriere vom DJ zum Stammtischtalker, räumte mit zahlreichen Klischees auf und hat Moderatorin Jessica Chmura unter anderem verraten, dass der beste Kritiker seine Frau ist und nicht die Öffentlichkeit. "Wenn SIE nichts sagt, dann habe ich nichts falsch gemacht."

Auf ein Wässerchen mit Waldemar Hartmann in gemütlicher Atmosphäre des Wintergartens im Hotel Fürstenhof. (Foto: Raphael Knop)

Anlässlich "Waldis Club" am Freitagabend hatten unsere m19-Redakteure die Gelegenheit Waldemar Hartmann zu treffen. Das Interview fand in der herrschaftlichen Atmosphäre des Hotels "Fürstenhof" statt. Vor seinem Bühnenprogramm "Born to be Waldi" nahm sich der Moderator die Zeit, um mit uns bei einem Glas Wasser über sein Leben zu sprechen. Schnell merkte man, dass hinter seiner offenen und freundlichen Art weit mehr steckte als der stigmatisierte Duzkumpel. Denn Waldemar Hartmann ist ein absoluter Profi im Umgang mit Menschen. Geprägt durch seine frühen Jahre als Kneipier, weiß er intuitiv, wie er sein Gegenüber behandeln muss. Stets bleibt er aufgeschlossen und freundlich, doch man merkt, dass er sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lässt, weder von uns noch von Rudi Völler.

"Waldis Club"  in Leipzig

Waldemar Hartmann lädt seit diesem Jahr seine Gäste in den Bayrischen Bahnhof ein. In gemütlicher Stammtischatmosphäre wird über das Wesentliche der Welt diskutiert: Fußball. Nicht alleine, sondern mit Gästen aus Sport und TV. Wichtig: Die Gäste müssen redemutig sein, denn nur mit redemutigen Gästen lässt es sich schön diskutieren. Den ersten Club gab es 2006 während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Gesendet wurde aus München. Der Umzug nach Leipzig hatte vor allem freundschaftliche Gründe zwischen ihm und Verantwortlichen des MDR.
Und wie so oft in seinem Leben sind es die persönlichen Kontakte, die ihn schulen und weiterbringen. Das habe er vor allem als 21-Jähriger in seiner Studentenkneipe "Waldis Club" gemerkt: "Die Stimmungen der Leute einzufangen, war die aller beste Lebensschule. Du bist ja alles Mögliche ob Beichtvater, Bankier oder Müllkippe für die Gäste. Damit lernt man die Menschen kennen und so auch das Leben." Mittlerweile habe er eine persönliche Bindung zu den Menschen in der Stadt entwickelt. Es sei wirklich eine Herzlichkeit und Offenheit, wie er in der Stadt angesprochen werde. Aus diesem Grund könnte er sich vorstellen, den Club auch über 2012 seinen Club aus Leipzig zu senden. Da hätte aber noch die ARD ein Wörtchen mitzureden.

"Weißbier und nicht Weizenbier"

Auf die richtige Bezeichnung des typisch bayrischen Alkoholgetränks legt Waldi besonders Wert. Denn er ist ein Mann vom Fach. "Es heißt Weißbier und nicht Weizenbier." Warum Hartmann immer mit Weißbier in Verbindung gebracht wird, das hat ihm Ex-Nationaltrainer Rudi Völler eingebrockt. Am 06. September des Jahres 2003 war Völler nach dem Spiel der Deutschen gegen Island (0:0) sehr euphorisch bei Waldi im Interview. Völler fühlte sich von jeder Frage, die ihm gestellt wurde, persönlich angegriffen "diesen Scheiß kann ich nicht mehr hören." Er attackierte Waldi persönlich "du sitzt hier locker, bequem in deinem Stuhl und hast drei Weißbier getrunken." Für ihn keine Beleidigung, sondern ein Glücksmoment seiner Karriere. "Wenn man sich das Interview mal anguckt, dann sieht man genau, dass ich schmunzle. In diesem Moment habe ich nur gedacht das ist jetzt dein Tor." Und das war es auch. Die Weißbierkommentare meisterte er so souverän, dass ihn dieses Interview bis heute zum Werbeträger einer großen Weißbierbrauerei macht. Hartmann pflegt seitdem eine persönliche Freundschaft mit Rudi Völler.

Für Kritiker ist sein Image eine Zielscheibe. Denn Journalisten sollten möglichst unabhängig von Unternehmen und persönlichen Freundschaften sein. Waldi sieht das aber eher anders: "Lasst doch alle Leben wie sie wollen. Das Fernsehen hat einen Vorteil, wer mich nicht sehen möchte, kann jederzeit ausschalten oder umschalten. Das ist heute ganz einfach."

Beitrag empfehlen: meinVZ

Kommentare


Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentar abgeben

* = mit Stern gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*

*

CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*

*

Mit Abgabe Ihres Kommentars stimmen Sie den Kommentar-Richtlinien zu.