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Zastrow kann sich einen FDP-Minister Sven Morlok vorstellen
Die FDP will in Sachsen mit Stanislaw Tillichs CDU regieren. Landeschef Holger Zastrow spricht sich klar für das schwarz-gelbe Bündnis aus - und nennt auch schon erste mögliche Kandidaten für ein Ministeramt, zum Beispiel den Leipziger Sven Morlok.

FDP lässt sich feiern und will regieren
Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow lässt sich im Dresdner Congress Centrum feiern. Nur wenige Hundert Meter vom Sächsischen Landtag entfernt steigt die Wahlparty der Liberalen. Für Zastrow ist klar: Seine FDP soll mit der CDU regieren. Schon konkrete Ministerien für sich zu beanspruchen, das hält er allerdings noch für zu früh. „Mag sein, dass schon jemand darüber gesprochen hat, ich ganz bestimmt nicht und die Leute aus der Führungscrew der FDP ganz bestimmt auch nicht. Wir haben bis vor wenigen Minuten gekämpft. Jetzt feiern wir erstmal und dann schauen wir nächste Woche, was wir draus machen“
Minister Morlok kommt für Zastrow in Frage
Doch auch wenn Zastrow sich zu den FDP-Ministerien einer möglichen schwarz-gelben Koalition noch nicht äußern wollte – zu möglichen Personalien hatte er das schon getan. So hatte er vor der Wahl gesagt, Sven Morlok sei für Regierungsämter geeignet. Das bekräftigt er auch am Wahlabend. "Sven Morlok ist einer unserer Besten und ich kann mir durchaus vorstellen, dass er auch andere Positionen, als das, was er jetzt macht, einnimmt. Aber es kommen dafür auch noch ganz andere Persönlichkeiten in Frage" Aus der Grünen-Landtagsfraktion hieß es dagegen, Sven Morlok werde - wenn überhaupt - Staatssekretär. Als Minister sei er nicht tragbar. Dem widersprach Zastrow. Ein Minister Morlok käme für ihn sehr wohl in Frage.
Sven Morlok wurde in Stuttgart geboren und bezeichnet sich selbst als "waschechter Schwabe". Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann in Heilbronn und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Mannheim fing Morlok 1992 bei der Treuhandanstalt in Dresden an. Später wechselte er nach Leipzig, erst zur Firma RAB, deren Geschäftsführer er wurde, dann übernahm er 2007 mit einem Kollgen das Unternehmen Pommer Spezialbetonbau.
Er ist seit 1980 Mitglied der FDP und war Mitglied im Bundesvorstand der Jugendorganisation Julis. Sven Morlok ist Leipziger Stadtrat, Kreisvorsitzender der FDP und sächsischer Landtagsabgeordneter.
Quelle: sven-morlok.de
Morlok äußert sich zurückhaltend
Doch der von seinem Chef so gelobte Sven Morlok wollte am Wahlabend scheinbar nicht mit seinen Parteikollegen in Dresden feiern. Während Zastrows Dankesrede auf der FDP-Wahlparty hatte Morlok die Landeshauptstadt schon verlassen, saß im Auto in Richtung Leipzig. Von seinen Parteikollegen hatte er sich wohl nicht verabschiedet, denn die hatten ihn auf der Party vergeblich gesucht. Im Leipziger Krahmerladen angekommen, äußerte sich Morlok dann im Interview mit mephisto 97.6 zu einem möglichen Ministeramt sehr vorsichtig. „Also ich kann mir vieles vorstellen, ich bin Geschäftsführer und Gesellschafter von einem mittelständischen Unternehmen, da muss man auch aus einer verantwortungsvollen Position ausscheiden. Das ist alles eine Sache, die man wohl überlegen muss und besprechen muss mit den Fraktionskollegen. Ich sehe dem locker und gelassen entgegen, ich kann auch gut leben ohne Minister zu sein.“
Alles nur Spekulation?
Als Nicht-Jurist käme er als Justizminister nicht in Frage, sagt Morlok. Auch im Bereich Bildung habe die FDP mit Torsten Herbst einen geeigneteren Kandidaten. Und bevor sich Stanislaw Tillich und Holger Zastrow auf eine schwarz-gelbe Koalition geeinigt hätten, sei sowieso alles nur Spekulation. (fh)
Hören Sie hier den Beitrag von Felix Hügel:



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