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La guerre est déclarée
Auf deutsch bedeutet das: die Kriegserklärung. Und zwar an die Feinde ihres Glücks, denn dieses wird auf eine harte Probe gestellt. In dem französischen Film aus dem Jahr 2011 kämpft eine junge moderne Familie um ihr eigenes Happy-End.

Eine romantische Liebesgeschichte
Den Trailer zum Film "La guerre est déclarée" können Sie sich hier anschauen.
"Ich bin Roméo. - Das ist ein Scherz oder? - Nein, warum? - Ich heiße Juliette." So lernen sich die beiden Protagonisten kennen. Auf einer Party, im Hintergrund Punk-Rock-Musik, Roméo wirft Juliette einen Bonbon zu, sie fängt ihn mit dem Mund und dann beginnt die Liebesgeschichte der beiden. Das glückliche Paar durchlebt in Paris alle denkbaren romantischen Szenerien im Schnelldurchlauf.
Dann wechselt die Musik. Das junge Paar bekommt ein Baby, Adam. Ein neues Kapitel beginnt: Windeln, ein schreiendes Kind, schlaflose Nächte und Streitereien zwischen den Eltern. Es scheint als wäre alles das ganz normale anfängliche Familiendrama. Doch die jungen Eltern merken, dass irgendetwas mit ihrem Sohn nicht stimmt. Aus Sorge suchen sie einen Arzt auf.
Der Krieg gegen den Krebs
"Ca y est: la guerre est déclarée" - Es ist passiert: man hat den Krieg erklärt. In der Nacht vor Adams entscheidender Untersuchung hört die junge Mutter Juliette im Radio von einer Kriegserklärung. Dies deutet auf die kommenden Jahre der Familie hin. Am nächsten Tag wird bei Adam ein Hirntumor diagnostiziert. Eine schwere Zeit beginnt, doch Roméo und Juliette erklären der Krankheit den Krieg.
Ab diesem Zeitpunkt dreht sich der Tagesablauf der jungen Eltern nur um den Besuch bei ihrem Sohn im Krankenhaus. Die Eltern von Juliette und die Mutter von Roméo unterstützen die Familie und hoffen auf eine baldige Heilung der schlimmen Krankheit. Doch diese zeigt sich hartnäckiger als vermutet. Dennoch kämpft das Paar voller Hoffnung weiter.
"Hast du das alles verstanden? - Nein, aber wir merken uns nur die guten Dinge!" Roméo und Juliette bewahren sich trotz der schlechten Aussichten des Doktors ihren Optimismus. Auf die Frage, warum es ausgerechnet sie getroffen hat, antwortet sie: "Weil wir das überstehen können."
Eine autobiografische Geschichte
Die Regisseurin Valérie Donzelli und ihr Lebensgefährte Jérémie Elkaim sind die beiden Hauptdarsteller. Am Ende des Films erscheint eine Widmung "pour Gabriel/ für Gabriel". Das ist der Sohn der beiden, Gabriel Elkaim, der auch im Film den kleinen Adam spielt. Die dramatische Geschichte ist ihre eigene. Als ihr Sohn damals krank wurde, musste das Paar ähnliche Szenerien durchmachen. Valérie Donzelli machte aus dieser schweren Zeit nun einen berührenden und intensiven, aber auch humorvollen Film, der in Frankreich bereits Publikums- und Kritikerhit war. Für den 84. Academy Award wurde er als Französisch-Beitrag für den besten fremdsprachigen Film ausgewählt.
Der Film bei den Französischen Filmtagen 2011
Wenn sich im Eingang des Passage Kinos ringsum Freunde mit Küsschen begrüßen, aus allen Ecken französische Gespräche ertönen und die Decke voll Luftballons in den Farben blau, weiß und rot hängt, dann finden wieder die Französischen Filmtage statt. Doch nicht nur Franzosen oder Frankophile, auch diejenigen, die die Sprache lernen wollen, strömen zu dem französischen Filmfestival in die Kinos. In diesem Jahr werden wieder französische Filme der kommenden Kinosaison gezeigt, darunter auch "La guerre est déclarée". Die deutsche Version des Films kommt am 26.04.2012 in die Kinos.



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