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Pistenfahrplan
Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Ja(aaaaaa!)rle Bernhoft in der UT Connewitz
... oder: wie der Funke überspringt.

Jarle Bernhoft…? Nun, er kommt aus Norwegen, trägt eine Tolle und schrammelt und klopft auf akustischen Gitarren herum, oder traktiert sein Keyboard oder auch seine Loopstation. Seine Stimme deckt die ganze Bandbreite zwischen „kernig wuchtig“ und „weich gefühlvoll“ ab. Das Programm ist gespickt mit der ein oder anderen Anekdote, Bernhoft hat exzellente Entertainer-Qualitäten. Unterm Strich: man fühlt sich bestens unterhalten und hört ihm gerne zu - So, wie gestern Abend in der UT Connewitz:
... "Hold me in your arms - hold me in your arms" ...
Foy Vance & Jarle Bernhoft in Leipzig
Foy Vance - Billie Jean
Bernhoft - Space In My Heart
Bernhoft - C'Mon Talk
Man muss schon sagen: Viel brauchte es nicht mehr zum Glück, als Bernhoft selbst sich in Richtung Bühne aufmachte. Denn schon sein Tourbegleiter und „brother“, Foy Vance, liebenswürdig verknautschter Irländer mit Whiskeystimme, hatte das Publikum in Wallung gebracht: Indem er die Höhen und Tiefen seiner markanten Stimme zum Besten gab, gingen sie zu Herzen: Songs mit „Allerweltsinhalt“, jedoch unverwechselbar vorgetragen, dadurch absolut nicht obsolet. Es kommt eben auf die Umsetzung an: Da kann auch schonmal ein „Hold me in your arms“ eine ganze Menge beflügeln - besonders wenn sie das Ganze chorisch trägt.
... Mitmach-Musik vom Feinsten...
Und weil´s so schön war, griff Bernhoft besagte Zeile gleich auch nochmal auf: Indem nach der Pause plötzlich Klatschen in entsprechendem Takt von der Empore in der UT Connewitz einsetzte, und sich die Zuschauerschaft sukzessive auf eine weitere Runde „Hold me in your arms“ einließ, diesmal unter der Leitung von Bernhoft höchstpersönlich. - Im Folgenden trug Jarle Bernhoft seine „Favourits“ vor, und das nicht alleine, sondern tatkräftig unterstützt vom Publikum. Und die Menge war mit vollem Eifer dabei: Ob es nun darum ging, die denkbar „coolste Variante ever“ von „Shout“ (Tears for Fears) zu untermalen oder auch die fiese t-t-t-talk-Rhytmik des Songs „C´mon talk“ zu entschlüsseln.
..."Sunday in Leipzig!?"...
Jarle war völlig „amazed“, um es in seinen Worten auszudrücken: Sonntag? Und so eine Publikumsresonanz? Und auf der anderen Seite, vor der Bühne: Sonntag Abend und nochmal großartige „Vibes“ zum Wochenausklang? - „Yeaaaah! Wooooh!“ - Da kann man schonmal mehrere Runden Standing ovations einlegen. In diesem Sinne...



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