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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
"Ich kann mir nicht vorstellen, nur eins zu sein"
Wir sind die Generation der tausend Möglichkeiten, die Welt steht uns sperrangelweit offen. Doch wir beschäftigen uns mehr mit dem Warum und dem Wie, statt einfach aktiv zu werden. Nina Sonnenberg alias Fiva hingegen ist die Personifizierung von Aktivität, ein wahrer multimedialer Tausendsassa.

Mehr Ich sein geht nicht - Rapmusik
Angefangen hat alles Mitte der Neunzigerjahre. Inspiriert von einem Rap-Konzert übt sich die junge Münchnerin Nina Sonnenberg zunächst im Freestylen, schreibt dann eigene Texte. 2002 erscheint ihr Debütalbum „Spiegelschrift“ – Deutschrap hat ein neues, sanftmütiges und trotzdem kritisch-eigenwilliges Gesicht. Mittlerweile hat Fiva drei Alben veröffentlicht, das vierte steht kurz vor Vollendung. Zudem gründete die Rapperin mit ihrem musikalischen Wegbegleiter Radrum 2005 das gemeinsame Label Kopfhörer Recordings.
Klebrig-süße Worte - Spoken Word Poetry
Rap war es auch, der sie auf die Poetry Slam Bühnen brachte. 2002 wurde Fiva nach einem Konzert gefragt, ob sie sich auch Slam-Auftritte vorstellen könnte. Spontan sagte sie zu. Anfangs noch mit Raplyrics im Gepäck, kamen immer mehr eigens für die Poetenbühne verfasste Texte hinzu. 2007 erschien dann ihr erstes Buch Klub Karamell beim Verlag Voland & Quist. Mittlerweile gibt sie auch eigene Programme mit einer Mischung aus Rap- und Sprechtexten.
Das Leben ist ein Ponyhof! - Moderation
Nicht minder überraschend war wohl auch die Anfrage eines Radiosenders im Jahr 2007, ob sich die Künstlerin nicht auch eine Moderationstätigkeit beim Hörfunk vorstellen könne. Es sollte nicht lang dauern und Fiva moderierte fortan die Sendung Zündfunk auf Bayern2. Ein Jahr später wechselte sie zur neu gegründeten Jugendwelle des Bayerischen Rundfunks on3-radio und moderierte dort bis zum März dieses Jahres die Interviewsendung Das Leben ist eine Scheibe. Daneben ist Fiva auch noch bei FM4 des ORF zu hören. In der Sendung mit dem bezeichnenden Titel Ponyhof, gräbt sich die Plattensammlerin durch ihre Musikschätze. Doch allein hinter dem Mikro zu stehen, schien der Münchnerin nicht auszureichen. Seit Mai des Jahres ist Fiva nun auch vor der Kamera aktiv – beim Popkulturmagazin Der Marker von zdf.kultur.
Über all das und noch vieles mehr sprach Anna-Maria Kümritz mit der Münchner Wortkünstlerin im Conne Island.
Hören Sie hier das lange Interview mit Nina FIVA Sonnenberg:



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