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Highfield Festival 2011
Der schöne Strömthaler See auf der Mageborner Halbinsel. Idyllisch, naturbelassen, ruhig. Damit war es vom 19.-21. August 2011 vorbei. Mehrere Kilometer Kabel, unzählige Fässer Bier und hunderte Gitarren wurden für das 14. Indierock Festival Highfield nach Großpösna gebracht. Und lockten tausende Besucher in das sonst so gemütliche Örtchen.
Eine Großfamilie am Badesee
Im Vorratslager waren zum Beginn des Wochenendes:
- 900 Fässer Bier
- 15.000 Würste
- 20.000 Liter Säfte, Softdrinks, Spirituosen, Wein und Sekt
- 2 Tonnen Mehl
Ein 35.000 qm großes Festivalgelände, über 25.000 Besucher und 58 Bands: Das diesjährige Highfield Festival hat sich endgültig zum größten Indierockfestival in Ostdeutschland gemausert. Dabei bewahrt es sich jedoch seine familiäre Atmosphäre. Auf den drei Campingplätzen konnten die vielen Rockfans ihre Zelte aufbauen, den Badestrand am Strömthaler See besuchen oder aufs Festivalgelände spazieren. Die Presse hatte ihren eigenen Campingplatz und auch das 1500 Mann starke Personal konnte genug Platz für sich beanspruchen, wodurch ein gemütliches Beisammensein ermöglicht wurde. Doch natürlich war am Nachmittag die besinnliche Zeit vorbei und es durfte getanzt und gerockt werden.
Nostalgie Nostalgie
Das Highfield Festival fand dieses Jahr nun zum zweiten Mal in Sachsen statt. Vorher wurde es zwölf Mal am Stausee Hohenfelde in Thüringen veranstaltet. Jedoch gab es nach der jahrelangen Zusammenarbeit eine Differenz zwischen Pächtern und den Veranstaltern des Festivals. Wie die damalige Geschäftsführung von Semmelconcerts in einer Pressemitteilung erklärte,
"Leider zwingen uns die vertraglichen Bedingungen des Stausees und vorallem die immer schwieriger werdenden Bedingungen, die uns die Besitzer (...) auferlegen, zu dieser Entscheidung.".
In Großpösna fanden die Veranstalter schließlich einen neuen Ort, um das Highfield durchzuführen. Und von Jahr zu Jahr wird es größer. Obwohl immer mehr Besucher zum Festival reisen, gibt es viele Fans, die dem alten Gelände nachtrauern.
Alles Rock oder was?
Die Veranstalter verpflichteten dieses Jahr für das Line up die Bands Seeed, 30 Seconds To Mars und die Foo Fighters. Ansonsten waren viele weitere nationale und internationale Gruppen auf dem Festival. Rockgrößen wie The Kooks, Dropkick Murphys oder White Lies heizten dem Publikum mächtig ein. Doch auch aus dem Rap- und Reggaebereich spielten Musiker, wie Dendemann und Skunk Anansie. Ein Neuerung war die White Stage, ein großes Elektrozelt, in dem Künstler aus der elektronischen Musik auflegten, zum Beispiel Yelle und The Go! Team.
Die Location
Größenverhältnisse
- 210000qm Zelt-und Parkplätze
- über 25.000 Besucher
- 320 Mobiltoiletten
- ca. 300 Security Mitarbeiter
- ca. 100 Sanitäter
Von den Parkplätzen aus wurden die Besucher durch einen Weg begrenzt aus Bauzäunen zu den Campingplätzen geleitet. Diese kreisten das Festivalgelände ein, doch reinkommen mussten alle Fans durch den gleichen Eingang. Auf dem Gelände wurden drei Bühnen aufgebaut (Green, Blue und White Stage), die sehr nah beieinander lagen und zu Fuß in wenigen Minuten erreicht werden konnten. Neben den Bühnen konnten sich die Besucher an zahlreichen Fress- und Merchandisingständen vergnügen oder die Sanitärenanlagen aufsuchen. Weiterhin waren zwei Kräne vorhanden, an denen eine Bungee-Jumping Station und eine freischwebene Bühne befestigt waren. Durch einen separaten Eingang konnten sich die Besucher auch am Badesee sonnen.
Sommer, Sonne und Musik
Die ersten Besucher kamen schon am Donnerstagnachmittag auf das Festivalgelände und bauten ihre Zelte auf. Im Laufe des Tages regnete es und der Boden wurde zu einer feuchten Schlammpfütze. Doch viele Fans waren der Meinung, ein Festival muss ein bisschen dreckig sein. Und so wurde auf der Pre- Festivalparty bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Am Freitag klarte sich der Himmel langsam auf und die restlichen Nachzügler kamen an. Da wurde es sehr voll auf dem Campingplatz. Dicht an dicht standen die Zelte und aus Nachbarn wurden zwangsläufig Wohngemeinschaften. Die Stimmung war trotzdem sehr heiter und aus Fremden konnten ganz schnell Festivalfreunde werden. Am Nachmittag läutete dann die schwedische Band Hoffmaestro das Highfieldwochenende ein. Viele Besucher befanden sich auf dem Gelände, doch es wirkte nicht überlaufen. So konnten die Fans gemütlich von Bühne zu Bühne laufen und trotzdem ihren Lieblingsgruppen zujubeln. Nach großartigen Acts, wie den Donots oder Flogging Molly betrat um Mitternacht der erste Headliner die Bühne. Das elfköpfige Berliner Dancehall- Kollektiv sorgte mit Remixe, Feature mit dem Rapper Materia und Songs von den Soloprojekten der Mitglieder für den ersten Höhepunkt des Highfields.
Nach einer kurzen Nacht im Discozelt schien am Samstag die Sonne und die Temperaturen betrugen angenehme 24°C. Kurz nach Mittag wurde schon Musik auf dem Festivalgelände gespielt und allmählich zog es die Besucher wieder zu den Bühen. Das gute Wetter sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Die Fans gaben ihrer Festivalkleidung den letzten Schliff und verschönerten den Campingplatz und den grauen Bauzaun mit Bildern aus Bierdosen und Bannern aus Handtüchern. Gute Gigs von Bands wie Royal Republic, Yellowcard und Dendemann brachten die Stimmung zum Kochen. Pünktlich um Zwölf in der Nacht trat dann der zweite Headliner auf. 30 Seconds To Mars holten die Fans auf die Bühne und sangen mit ihnen hauptsächlich die Songs vom neuen Album "This is war".
Mit dem Sonntag brach auch schon der letzte Festivaltag an und schon gegen Mittag wurden die ersten Zelte abgebaut und zu den Autos gebracht. Abgekühlt wurden die Besucher durch einen Nieselregen, der aber schon bald von der Sonne verdrängt wurde. Auf dem Gelände wurde es zunehmend voller. Vor den Bühnen und auf dem Rasen standen und saßen nun mehr als 25.000 Highfieldfans. Am Abend konnte nun nicht mehr jeder Besucher einen guten Platz ergattern, um tolle Auftritte von u.a. Boysetsfire, Rise Against und Dropkick Murphys zu sehen. Trotzdem wurde friedlich mitgefeiert. Der letzte Gig des Festivals waren die Headliner Foo Fighters. Mit einer publikumsnähe spielten sie große Hits und viele Songs vom neuem Album und legten einen großartigen Abschluss des Wochenendes hin.
Dann wars vorbei mit der Übeltäterei
Alles in allem war das Highfield ein gelungenes Festival in diesem Sommer, das mehr als 25.000 Besucher empfing. Das Line Up konnte ohne Zwischenfälle überzeugen und Fans wie Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Kritikpunkte wie der überfüllte Campingplatz oder die lange Warteschlange für den Badesee werden von den Veranstaltern angegangen, wie sie in einer Pressemitteilung nach dem Wochenende erklärten. Im nächsten Jahr soll das Festival noch weiter wachsen und mehr Besucher anlocken. Die mephisto97.6-Redaktion wird in jedem Fall dabei sein.
Einen hautnahen festival-Bericht gibt es auch hier zum Nachhören von mephisto97.6-Reporterin Jouline Stegelin:



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