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Das lange Interview mit Filmmusikdirigent Frank Strobel

"Die Musik spielt eine enorme Rolle im Film"

von Viktoria Hänsel
Donnerstag, 06. Oktober 2011

Jeder kennt sie, die Schauspieler, Regisseure und ja manchmal auch die Komponisten der Filmmusik. Doch weitestgehend unbekannt sind die Filmmusikdirigenten. Zu Unrecht, schließlich sorgen sie dafür, dass vor allem orchestrale Filmmusik perfekt vertont wird, wie Filmmusikdirigent Frank Strobel, der live zu Gast bei m19 war.

Entspannt auf dem roten mephisto-Sofa: Moderatorin Kristin Weber und Frank Strobel. (Foto Viktoria Hänsel)
Dirgieren ist sein Leben: Frank Strobel in seinem Element.
Das MDR-Sinfonieorchester und Frank Strobel bereiten sich auf die Aufführung "Matrix-Live" vor. (Fotos: Tom Schulze)

Frank Strobel zählt zu den renommiertesten Dirigenten im Bereich der Filmmusik. Er stand bereits mit renommierten Orchestern wie dem London Symphony Orchestra auf der Bühne. Mit dem Komponisten Alfred Schnittke (1934-1998) arbeitete er viele Jahre eng zusammen oder wirkte als Dirigent bei der Soundtrackeinspielung von Spielfilmen wie "Die Buddenbrooks" oder "Die Päpstin" mit.

Ein besonderes Projekt - Matrix Live

Die Matrix-Musik von Don Davis ist ganz anders als der typische Hollywoodsound. Sie ist sehr avantgardistisch, minimalistisch und polytonal - eben passend zu einem der besten Science-Fiction-Filme in der Filmgeschichte. "Die Matrix-Musik ist eine unglaublich interessante, spannende und auch packende Musik. Zusammen mit Don Davis kam die Idee auf, Matrix zu einem Liveprojekt zu machen", erzählt Frank Strobel im langen Interview.

Münchener Kindheit im Kino - Beginn einer Leidenschaft

Frank Strobel ist schon sehr früh mit Film und auch Musik in Berührung gekommen. Seine Eltern betrieben in München ein Kino. Während sich andere Kinder die Filme im Fernsehen anschauten, ging Strobel bereits als Elfjähriger spätnachts in das Kino und hat sich die Filme selber vorgeführt, was seine Eltern nicht wussten. Kein Wunder also, dass Strobel dort die Liebe für Filme und auch deren Musik entdeckte. Bereits als Jugendlicher schrieb er dann die Filmmusik von "Metropolis" für zwei Klaviere umgeschrieben.

Dirigieren und Filmmusik sind sein Leben

Strobel setzte sich immer wieder in Filmmusikkonzerten für historische Stummfilme und Originalpartituren ein. Zahlreiche Filmmusiken, darunter für Friedrich Wilhelm Murnaus „Faust“ und Georg Wilhelm Pabsts „Weiße Hölle von Piz Palü“ hat er mit Orchester aufgenommen – zumeist für ZDF/Arte. Vielfach begleitete er Aufführungen von Fritz Langs Klassikern „Metropolis“ und „Nibelungen“: An den von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Auftrag gegebenen Rekonstruktionen der Filmfassungen und der Partituren von Gottfried Huppertz war Strobel maßgeblich mitbeteiligt. Im vergangenen Jahr dirigierte Strobel die Premiere der restaurierten „Metropolis“-Fassung im Rahmen der Berlinale 2010.

Im langen Interview spricht Kristin Weber mit Frank Strobel über seine Liebe zur Musik, seine Projekt "Matrix Live" und wie es ist, den Rap für Blumentopf zu dirigieren. Hören Sie hier das lange Interview mit Frank Strobel nach!

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