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Straßenmusik in Leipzig

Musikalische Bereicherung oder nerviger Lärm?

von Angela Rainone und Vanessa Raab
Mittwoch, 03. August 2011

Die Straßenmusiker, die unter den Fenstern der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät spielen, erfeuen die Mitarbeiter leider gar nicht. Sie wollen dagegen mit einer Petition vorgehen. Doch das findet nun Kollege Thomas Löbeller ziemlich "peinlich".

Die Band "Neva Brass" spielt in der Fußgängerzone. (Foto: A. Rainone)

Die Lieder der russischen Band sind nicht die einzigen, die in der Stadt zu hören sind. Zahlreiche Straßenmusiker spielen bei schönem Wetter in der Innenstadt. Gitarrenspieler, Gesangsgruppen oder Saxophonisten bieten den Passanten immer ihre musikalische Unterhaltung an.

Begeisterung kommt nicht von allen Seiten

Barbara Malige, Dekanatsrätin der wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Universität, fühlt sich von der Musik genervt. Sie bemängelt die schlechte Qualität von manchen musikalischen Vorführungen. Studenten und Dozenten, die sich im Seminargebäude oder in den PC-Pools der Universität aufhalten, seien davon gestört. Ein normaler Studienbetrieb sei unmöglich geworden. Die Vertreter der Fakultät haben sich bereits an die Universitätsleitung gewandt und wollen jetzt ihr Anliegen der Stadt vortragen.

Aber: Nicht alle unterstützen Petition

Die Fakultät ist 2009 in die Grimmaische Straße umgezogen - und damit in die Fußgängerzone: "Dort gehört die Straßenmusik nun einmal zum Alltag", sagte Thomas Löbelle, der es dazu "peinlich" findet, "so etwas dem Oberbürgermeister vorzutragen". Das Ordnungsamt sieht auch keinen Erfolg für eine derartige Petition, wie auf Anfrage von mephisto zu erfahren war.

Feste Regeln für Straßenmusiker

Das Ordnungsamt hat eine Reihe von Vorschriften aufgestellt, an die sich die Musiker halten müssen.

Von Seiten der Stadt gibt es Reglungen zur Straßenmusik. Im Leipziger Amts-Blatt wurden im Jahr 2009 die „Hinweise zum Musizieren auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen der Innenstadt“ veröffentlicht. Ziel der Verhaltensregeln ist, die Anwohner, die Gewerbetreibenden und die Beschäftigten der Büro und Institutionen vor Lärmbelästigung zu schützen.

Ob sich die Musiker an die Vorschriften halten, inwiefern diese hilfreich sind und wie die Situation vor Ort ist, haben Anne Herrmann und Angela Rainone herausgefunden (2.August).

Moderatorin Vera Wolfskämpf fasst die weiteren Ereignisse zusammen (3.August).

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