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"Ich verbrenne jeden Abend einen 50 Euroschein"
Einmal am Tag etwas Verrücktes tun lautet das Motto von Vince Ebert. Der Physiker und Kabarettist war zu Gast bei Radio mephisto. Im langen Interview spricht er darüber, warum er ein Freiheitskämpfer ist, warum Physik cool ist und was er mit Angela Merkel und Oskar Lafontaine gemeinsam hat.

Er hat etwas mit Angela Merkel und Oskar Lafontaine gemeinsam, wie er sagt: „Nach den beiden bin ich schon der dritte Physiker, der sein Geld im Bereich Kabarett und Comedy verdient." Die Rede ist von Vince Ebert, Physiker, Comedian und Autor. Sein Anliegen ist es, wissenschaftliche Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors zu vermitteln.
"Die Anfänge waren katastrophal"
Vince Ebert studierte Physik in Würzburg. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Unternehmensberater. Einen Beruf in dem Naturwissenschaftler gerne gesehen sind. Doch so richtig gefiel ihm nicht der Beruf nicht zumal er gerne bei seinen Präsentationen Scherze über das Unternehmen machte, was die Manager überhaupt nicht lustig fanden. Nach drei Jahren im Beratergeschäft wechselte er 1998 in die Kabarettbranche. Ein Beruf, der zu Beginn immer mit Risiken verbunden ist, wie Vince Ebert sagt. Doch für ihn bedeutete dieser Wechsel auch Freiheit. "Die Anfänge waren katastrophal, denn man spielt jahrelang vor 20 Leuten und ist natürlich überhaupt nicht witzig, weil man das Handwerk noch nicht beherrscht. Aber es sind genau diese Phasen, die man braucht, um vor einem großen Publikum auftreten zu können", erzählt Ebert im langen Interview.
Wissenschaft trifft auf Kabarett
Sein Grundansatz egal welche Themen er für sein Programm verwendet ist die naturwissenschaftliche Sichtweise. Vince Ebert geht analytischer an die Themen heran und scheut nicht davor für seine Recherchen das Statistische Bundesamt anzurufen. Die gewonnen Fakten bricht er auf und verwendet sie dann für sein Programm.
"Freiheit ist alles"
Mit dem Thema Freiheit beschäftigt sich Ebert intensiv, daher schrieb er das Buch "Machen Sie sich frei! Sonst tut es keiner für Sie" aus dem das Programm "Freiheit ist alles" hervorgeht. Die humoristische Seite beim Thema Freiheit sieht Vince Ebert darin, dass es immer eine gewisse Dialektik hat. "Männer wollen frei sein, aber im Grunde wissen sie nicht wozu. Aus diversen Studien geht hervor, dass Männer die frei und ungebunden sind, im Alter verwahrlosen wie David Hasselhoff. Die Ironie an der Geschichte ist, dass Frauen, die im Alter verwitwen, dann regelrecht aufblühen. Also können Frauen mit Freiheit besser umgehen. Diese Dialektik hat ein gewisses Humorpotenzial, weil wir alle Freiheit wollen, aber nicht mit der Freiheit umgehen können", erklärt Vince Ebert.
Ein weiterer Punkt in seinem Programm "Freiheit ist alles" geht Vince Ebert der Frage nach, ob Geld frei oder unfrei macht. Mit einem gewagten Experiment zeigt Ebert dies auf, indem er einen 50 Euroschein auf der Bühne verbrennt. "Ein ganz toller Moment, wenn das Publikum sich darüber aufregt", sagt Vince Ebert. Doch keiner würde sich aufregen, wenn bei einem Robbie Williams Konzert 5000 Euro bei einem Kurzfeuerwerk verschwendet werden, so die Meinung von Ebert, weil der Effekt sofort verpufft.
Über dies, die Physik, seine Freundschaft zu Eckhart von Hirschhausen und warum seine wilden Zeiten vorbei sind, spricht Moderatorin Wiebke Seemann mit Vince Ebert. Hören Sie hier das lange Interview nach!



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