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Berlin, du bist so wunderbar - oder: Wenn der Bär ruft...
Morgens, halb zehn in Deutschland: Der Pass ist abgeholt, die Filmrollen sind eingelegt, der Rucksack vollgestopft mit Infos. Kurzum: Es ist Berlinale-Zeit! Vom 9. bis zum 19. Februar platzt die charmante Hauptstadt aus allen Film-Nähten – und mephisto 97.6 ist mittendrin. Die 62. Berlinale wird ein Fest für alle Sinne – vor allem wenn dann auch noch Filmstar und diesjähriges Jury-Mitglied Jake Gyllenhaal an einem vorbeihuscht. Famos!

Berlin: eine Stadt mit so verschiedenen Gesichtern. Welches sie aktuell von sich zeigt? Natürlich ihr cineastisches. 400 Filme, hunderte von Journalisten, Tausende Eintrittskarten, etliche Stars – wenn der Bär ruft, kommen alle gerne und in Scharen. Das Zentrum des Berlinale-Treibens erstreckt sich vom Potsdamer Platz aus. Übersehen kann man das Ganze jedenfalls nicht, schon gar nicht, weil selbst um zehn Uhr morgens schon so viel los ist. Heute ist Tag eins, was aber nicht bedeutet, dass es etwas Zeit braucht, bis die Filme starten und die Leinwände in Gang kommen.
Und während ich so vollkommen beeindruckt schon von der architektonischen Größe des Festivals das Programm durchgehe, schreien um die Ecke schon die Fotografen um die Wette: „Jake, here!“, „Jake, Jake, over the shoulder!“, „Jake give me a smile – I’m here!“. Jake? Wie jetzt? Jake – was, oh mein Gott, ich muss los, wo ist meine Kamera? Nein, Mist! Leider verpasst. Aber wenigstens im Profil kann ich ihn noch sehen: Jake Gyllenhaal, an einem ganz normalen Donnerstagmorgen in Berlin, mit Sonnenbrille und dickem Parka eingekleidet, verschwindet im Hintereingang des Hotels. Achso, ich verstehe: Hier gehen die also alle rein beziehungsweise kommen die ja auch irgendwann wieder heraus! Bis zum ersten Film habe ich noch etwas Zeit, also lege (besser: stelle) ich mich auf die Lauer.
Star Nummer zwei: Charlotte Gainsbourg. Auch sie ist in diesem Jahr ein Jury-Mitglied und auch sie bevorzugt den praktischen Hintereingang. Im Gegensatz zu Jake verschwindet Charlotte allerdings so schnell, dass ich nur ihren Hinterkopf erwische. Aber, hey, wer hat schon die Chance den Hinterkopf zu Charlotte Gainsbourg zu knipsen? Na, gut, ich gebe es zu: Bei den nächsten Stars muss ich schneller den Auslöser drücken und ein bisschen mehr Glück haben. Dass sich diese Chance an diesem Tag noch ein paar Male wie ganz von selbst ergeben wird, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen…
To-Dos für heute: Orientierung verschaffen, drei Filme schauen, an einer Pressekonferenz teilnehmen. Der Bär hat gerufen – und ich folge seinem Ruf mit einem vor Freude schlagenden Cineasten-Herz!



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