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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
"Eldorado für verfressene Menschen"
Am Mittwoch-Vormittag hat die „Gilde der Marktschreier“ ihre Marktwoche eröffnet. Schon zum 22. Mal findet sie am Völkerschlachtdenkmal statt. Viele Besucher kamen von außerhalb, um schwerbepackt mit Käseeimern und Wurstbeuteln davonzufahren.

Wer mit dem Fahrrad die Prager Straße gen Süden fährt, hört es schon von fern: Gegenüber vom Völkerschlachtdenkmal findet seit heute das alljährliche Leipziger Marktschreierfest statt.
Zum einen müssen die Verkäufer schreien, um den Lärm der stark befahrenen Straße zu übertönen. Zum anderen sind für viele Besucher ihre rhetorischen Künste die eigentliche Attraktion. Zumindest genauso sehr wie die Nudeln, das Obst oder der Aal, den sie anbieten.
Es ist ein Erlebnis, die sich überschlagenden Stimmen von Wurst-Achim, Käse-Rudi und Aal-Axel gleichzeitig zu hören. Nicht nur Wurst-Achim fühlt sich wohl am Völkerschlachtdenkmal: "Hier ist das Eldorado für verfressene Menschen."
Die Marktschreier ziehen mit ihrer charmanten Art und ihrem derben Witz viele Menschen an. Die meisten bleiben stehen, weil sie von den Marktschreiern persönlich angesprochen werden, und lassen sich auch oft zum Kauf überreden.
Viele Besucher sind auch schon in den vergangenen Jahren zu den Marktschreiertagen am Völkerschlachtdenkmal gekommen. Doch sie haben eine geteilte Meinung zum diesjährigen Fest: Während die einen immer wieder von den Marktschreiern angelockt werden, zieht andere niedrige Preise und die Möglichkeit zum Verhandeln hin.
Die 22. Leipziger Marktschreiertage wurden heute mit Freibier und einem kurzen Rückblick von Steffen Poser, dem Leiter des Stadtgeschichtlichen Museums im Völkerschlachtdenkmal, eröffnet. Die Marktschreier mitsamt Bratwurst- und Handtaschenbuden verkaufen noch bis Sonntag. Morgen findet der Höhepunkt statt: es gibt einen Wettstreit der Marktschreier.
mephisto 97.6-Reporter Martin Donath hat sich das Spektakel angeschaut:



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