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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Verunglückter Saxophonist war nicht gesichert
Nach dem tödlichen Sturz des schwedischen Saxophonisten Finn Martin beim Leipziger Passagenfest, gab die Polizei heute neue Ermittlungsergebnisse zum Fall bekannt. Demzufolge können Sicherheitsmängel am Material oder eine vorsätzliche Straftat ausgeschlossen werden - alle Hinweise deuten auf einen tragischen Unglücksfall hin.
Es sollte ein ausgelassenes Fest in den historischen Passagen und Messehöfen der Leipziger Innenstadt werden. Doch am Freitagabend gegen 22:50 Uhr wurden die Feierlichkeiten vom tödlichen Sturz des schwedischen Saxophonisten Finn Martin überschattet. Zunächst hatte man vermutet, dass Mängel am Sicherungsmaterial Ursache für den Unfall gewesen seien. Aktuelle Untersuchungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft ergaben jetzt jedoch, dass es sich bei dem Sturz höchstwahrscheinlich um einen tragischen Unfall handelt.
So hätten die Untersuchungen am Absturzort und an der Sicherungstechnik keine Hinweise auf eine technische Ursache gegeben. Das sichergestellte Material weise keine Beschädigungen auf, die mit dem Sturz in Zusammenhang gebracht werden könnten. Die Ermittlungen ergaben jedoch sicher, dass der Verstorbene zum Zeitpunkt des Sturzes nicht an die dafür vorgesehene Sicherungstechnik angebunden war.
Nachdem heute Morgen bekannt geworden war, dass die Polizei eine Materialermüdung ausschließt und den Unfall auf menschliches Versagen zurückführt, hatten Zeitungen über mögliche Ermittlungen im Umfeld des Künstlers sowie in Richtung der Veranstalter berichtet. Laut Polizeisprecher Uwe Voigt träfe die Veranstalter aber keine Schuld, da die Künstler beim Fest für ihre Auftritte und deren Sicherung selbst verantwortlich gewesen seien. Ermittlungen in diese Richtung werde es deshalb nicht geben. Vielmehr gehen die Behörden von einer Konzentrationsschwäche oder nachlässigem Handeln des erfahrenen Aktionskünstlers aus. Martin war an diesem Abend zum dritten Mal zur Performance angetreten.
Im Moment steht noch die chemisch-toxikologische Untersuchung der Leiche des Musikers aus. Diese soll in den nächsten Tagen vorliegen und zur Vervollständigung der Ermittlungen dienen. Grundsätzlich sucht man laut Polizei aber nicht mehr nach neuen Gesichtspunkten im Fall, sondern wartet lediglich bis der letzte Bericht vorliegt um die Ermittlungen abzuschließen.
Die Veranstalter des Leipziger Passagenfestes haben inzwischen beschlossen, dass es akrobatische Auftritte wie im Falle des verstorbenen Saxophonisten Finn Martin in Zukunft nicht mehr bei den Feierlichkeiten geben wird.



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