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Pistenfahrplan
Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Licht in leeren Häusern
In Leipzig stehen etwa 35 000 Wohnungen leer. Ungenutzt droht ihnen der Verfall. Mit dem „Wächterhausmodell“ ist den Hauseigentümern ein Instrument an die Hand gegeben, die Bausubstanz vor Vandalismus, Brandstiftung und dem nagenden Zahn der Zeit zu bewahren.

Die großen leerstehenden Häuser aus der Gründerzeit bieten viel Raum zur freien Entfaltung für Künstler, Kreative und Kleingewerbe. Die Wächter, also die Nutzer der Häuser, reißen den Putz von den Wänden, schleifen Dielen, halten die Räume in Stand. Einzige Bedingung dafür ist, dass sie die Betriebskosten übernehmen und ein Konzept für die Nutzung haben.
Raumnutzungskonzepte vom Verein Haushalten e.V.
Der Verein Haushalten e.V. ist der Initiator des Projekts. Von Architekten, Stadtplanern und Geografen ins Leben gerufen, vermittelt er seit 2004 zwischen Hauseigentümern, Wächtern und der Stadt. Neben den Wächterhäusern hat „Haushalten“ weitere Raumnutzungskonzepte entwickelt wie Wächterläden, Ausbauhäuser und Hausprojekte.
Neubelebung von Stadtteilen
Von außen gut erkennbar schmücken große, gelbe Fahnen mit der Aufschrift „Wächterhaus“ inzwischen 16 Häuser in der Stadt. Alternative mit ausgefallenen Ladenideen lassen sich nieder und bringen neues Leben in dunkle Straßen.
Besuch im Wächterhaus
Wer einen Blick hinter die Fassaden eines Wächterhauses werfen möchte, hat am 17. März die Möglichkeit dazu. Im Rahmen der Leipziger Buchmesse öffnen die Wächter der Georg-Schwarz-Straße 70 ihr Haus. Daneben finden Lesungen in den Räumen statt.
Audio: Besuch im Wächterhaus (Maja Fiedler)



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