Livestream

Geburtstag

Programmvorschau

Heute ab 19:00 Uhr:

Online-Redaktion

Tel.: 0341 / 97 37 976
Fax: 0341 / 97 37 999
online(ät)mephisto976.de

Pistenfahrplan

Ausgehtipps für

Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig

Jahresrückblick

Das Jahr des Leipziger Zoos

von Valérie Müller
Mittwoch, 28. Dezember 2011

Über den Leipziger Zoo wurde im Jahr 2011 oft berichtet: erst das weltberühmte schielende Opossum Heidi, das sogar bei den Oscars als Orakel dabei war, dann die Fertigstellung und Eröffnung des Gondwanalands, der größten Tropenhalle Europas - große Veränderungen für den Leipziger Zoo. Doch nicht nur das prägte das vergangene Jahr.

Der Regenwald im Gondwanaland des Leipziger Zoos. (Foto: Zoo Leipzig)

Am 1. Juli dieses Jahres war es soweit: das Gondwanaland im Leipziger Zoo wurde eröffnet. Der Bau Europas größter Tropenhalle dauerte dreieinhalb Jahre. Ursprünglich sollte die Anlage schon im Sommer 2009 fertiggestellt sein, doch der Bau verzögerte sich. Seit Juli können die Besucher auf 16.500 Quadratmetern die Tropenerlebniswelt entweder zu Fuß oder mit dem Boot erkunden und unter der riesigen Glaskuppel bei tropische Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit echtes Urwald-Feeling erleben. Inmitten der Tropenwelt wurde zudem ein künstlicher Fluss erschaffen. Er trägt den Namen "Gamanil" - eine zooeigene Wortschöpfung aus Ganges, Amazonas und Nil. In einem Image-Film des Leipziger Zoos kann man einen virtuellen Rundgang durch das Gondwanaland machen.

Der Star des Leipziger Zoos: Heidi

Das schielende Opossum Heidi (Foto: Zoo Leipzig)

Zusammen mit 40 exotischen Tierarten zog auch ein Opossum in den künstlichen Urwald ein. Doch es war nicht irgendein Opossum: die schielende Heidi war zu dem Zeitpunkt schon weltberühmt und lockte nun zahlreiche Besucher in das neu eröffnete Gondwanaland. Schon vor ihrem ersten Auftreten im Leipziger Zoo sorgte der TV-Star international für Aufmerksamkeit. Im September musste das Opossum auf Grund von Altersschwäche eingeschläfert werden. Mit Heidi ging eine der Hauptattraktionen des Gondwanalandes verloren.

Besucherrekord im Jahr 2011

Diese neuen Attraktionen im Leipziger Zoo wirkten sich auch auf die Besucherzahl aus. Zwei Wochen vor Jahresende erreichte der Zoo einen Besucherrekord. Zum ersten Mal wurde die Zwei-Millionen-Marke überschritten. "Ein Anstieg der Besucherzahl war zwar geplant, aber diese Erwartung wurde deutlich übertroffen",  so der Leipziger Zoodirektor Dr. Jörg Junhold, der in diesem Jahr die Präsidentschaft beim Weltverband für Zoos und Aquarien übernommen hat. Im Vorjahr besuchten 1,56 Millionen Menschen den Zoo.

Zuwachs in diesem Jahr

Durch das Gondwanaland gibt es im Jahr 2011 einen großen Zuwachs im Leipziger Zoo. 40 exotische Tierarten ziehen in den Urwald ein. Zu den neuen Tierarten in der Tropenwelt zählen der einzige Komodowaran Deutschlands, die Tüpfelbeutelmarder und die Sunda-Gaviale, eine Art Krokodil aus Südostasien. Aber auch außerhalb des Urwalds gab es in diesem Jahr Nachwuchs im Zoo: Anfang des Jahres wurden vier Mähnenwölfe geboren und im Dezember kam ein Spitzmaulnashorn zur Welt.

Weiterer Ausbau verzögert sich

Mit dem Gondwanaland ist der zweite Entwicklungsabschnitt des Masterplans "Zoo der Zukunft" abgeschlossen. Im Jahr 2012 wird dann die dritte Phase eingeleitet. Der Zoo wird zum Beispiel die Bärenhaltung abgeben und die Pinguine werden in den Gründer-Garten umziehen. Das Ziel des Plans ist es zu den fünf bis zehn besten Zoos zu gehören. Die Umsetzung wird allerdings länger dauern als ursprünglich geplant. Statt 2015 wird der komplette Ausbau des Leipziger Zoos vermutlich erst 2020 fertig werden.

Mehr zum Jahr des Leipziger Zoos gibt es von mephisto 97.6 - Redakteurin Julia Schumacher im Gespräch mit Moderatorin Hannah Kappes:

Verwandte Beiträge
Beitrag empfehlen: meinVZ

Kommentare


Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentar abgeben

* = mit Stern gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*

*

CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*

*

Mit Abgabe Ihres Kommentars stimmen Sie den Kommentar-Richtlinien zu.