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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
Aufklärungsarbeit im Rosa Archiv
Gestern Abend starteten die ersten AIDS-Info-Wochen des Rosa Archivs in Leipzig. Das Programm reicht von Lesungen über Konzerte bis zu Filmvorführungen. Besonders eine Buchvorstellung ragt dabei heraus.

"positiv handeln, negativ bleiben"
Vier Wochen lang steht das Rosa Archiv Leipzig im Zeichen der roten Schleife. Es gibt eine Ausstellung mit Schautafeln und ein buntes Programm zum Thema HIV und AIDS. Das Hauptaugenmerk richtet sich dieses Jahr auf "Kinder mit HIV und AIDS in Afrika". Das südliche Afrika ist weltweit am stärksten von der AIDS-Pandemie betroffen, über 26 Millionen Menschen sind hier mit HIV-Infiziert. Eine Ursache unter vielen ist das jahrelange Leugnen eines Zusammenhangs von HIV und AIDS des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki (mehr im "Tagesspiegel"). Jürgen Zehnle, der Organisator der AIDS-Info-Wochen, erklärte, dass alle Spendeneinnahmen in vollem Umfang an ein Kinderhilfswerk in Südafrika gehen werden, ein Hilfswerk, das HIV-positive Kinder betreut. Mit diesem Projekt ist Jürgen Zehnle ganz besonders verbunden, da der Leiter, Lutz van Dijk, ihn schon vor Jahren bei der AIDS-Arbeit unterstützt hat.
Das Filmprogramm der AIDS-Infowochen
dienstags: Spielfilm
mittwochs: Dokumentation
donnerstags: Spielfilme
freitags: Filmwunsch der Zuschauer
Und was es noch so gibt, erfahren Sie auf der Homepage des Rosa Archivs.
Musik und Literatur für den guten Zweck
Nicht nur mit Spendeneinnahmen soll das Projekt unterstützt werden. Der Leipziger Musiker Andre Wege wird den Eintritt seiner Konzerte zu den AIDS-Info-Wochen dem Projekt zukommen lassen, auch die Gewinne aus dem Roman "Salvatores Traum" von Ernst Albert Gradl fließen nach Südafrika. Das Buch, in dem der Autor seine eigene AIDS-Erkrankung verarbeitet, erschien dieser Tage im Schutter-Verlag von Zehnle. So ein Programm zusammen zu stellen ist nicht leicht, doch Unterstützung gab es wenig. Zehnles Anfragen bei der Stadt um Räumlichkeiten oder bei großen Unternehmen zwecks Sponsorings wurden abgelehnt. Ein Lichtblick dabei ist das Bundesministerium für gesundheitliche Aufklärung, von hier erhielt das Rosa Archiv viele Materialien für die Infowochen - kostenlos.
Das Thema "Kinder mit HIV und AIDS" ist in Leipzig glücklicherweise nicht aktuell. Wie Sandra Gödicke von der Leipziger AIDS-Hilfe berichtet, gab es zwar Fälle von infizierten, schwangeren Frauen, allerdings wurden alle Kinder ohne HIV-Infektion geboren.
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Verdient hätte das Projekt es sicherlich.
Deshalb war auch der Artikel in der LVZ über das rosa archiv für mich von besonderem Gewicht, weil diese Zeitung sehr wohl in breiten Kreisen der Bevölkerung wahrgenommen wird.
De, Archiv wünsche ich viel Erfolg
Dr. Bernd Rauscher
Es ist gut, dass wieder die Anfänge zu erkennen sind, dass man sich dafür Weltweit einsetzt. Auch von Deutschland aus wird die Hilfe verstärkt kommen. Man sollte sich auch wieder verstärkt um die Schulen kümmern, denn nun kommt zu HIV noch zig andere Geschlechtskrankheiten hinzu, auch die, die fast schon bekämpft schienen. Hoffentlich werde es auch im Inland viele mehr, die sich dafür stark machen.
Viele Erfolg bei der weiteren ehrenamtlichen Arbeit.
2008 steckten sich 430.000 Kinder neu mit HIV an, so die offiziellen Zahlen - und die meisten Kinder infizieren sich durch die Mutter-Kind-Übertragung mit HIV.
Ich hoffe, daß wir eine gute Lesung für "Salvatores Traum" zustande bringen und unser Anliegen erfolgreich beginnt.
Ernst Albert Gradl
Ich hoffe, das Projekt kann das Interesse der Bevölkerung entfachen und findet gebührenden Anklang!
Ich wünsche viel Erfolg für die Kampagne!
Die AIDS-Infowochen sind dringend notwendig, um das Wissen um die Gefahr, die von HIV ausgeht, in unseren Köpfen wachzuhalten. Ich hoffe sehr, dass das Programm besonders die jüngere Generation ansprechen kann. Das scheint mir angesichts des heutigen UNO-Berichts zu AIDS und HIV in der Welt besonders notwendig: Trotz weltweit insgesamt rückläufiger Neuansteckungszahlen steigen die Fälle von HIV-positiv Getesteten gerade in Westeuropa stark an. Dies ist vermutlich nicht nur Ausdruck von Sorglosigkeit, sondern auch schlichtweg von Nicht-Wissen.
Wissen hilft Leben retten. Wissen gewinnt man durch Erfahrung, aber auch LESEND. Darum freue ich mich als "Büchertante" besonders, dass es immer wieder Autoren wie Ernst A. Gradl gibt, die sich des Themas AIDS und HIV auf literarische Weise annehmen und so als Multiplikatoren in diesem Bildungsprozess wirksam werden.
Ich wünsche den AIDS-Infowochen eine große Resonanz!
Franziska Witzmann, Lektorin
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