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Redaktion M19
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Blood Red Shoes, ägyptische Revolution und die Insel Leipzig
"Das Leipziger Publikum hört mit dem Herzen"
"Ein Dirigent ist ein verkappter Diktator, der sich glücklicherweise mit der Musik begnügt“, sagte einmal sein Lehrmeister Sergiu Celibidache. Jun Märkl ist Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters und teilt zum Glück nicht die Ansicht seines ehemaligen Lehrers. Er sieht sich viel eher als der Kapitän einer Fußballmannschaft. Im langen Interview spricht Jun Märkl über die Bedeutung von Weihnachten, warum er doch nicht Medizin studiert hat und was Musik für ihn bedeutet.

Jun Märkl ist in München geboren und hat deutsch-japanische Wurzeln. Im Alter von vier Jahren lernte er bereits Geige und Klavier. Nach seinem Studium in Klavier und Dirigieren an der Musikhochschule Hannover setzte er unter anderem seine Ausbildung bei Sergiu Celibidache in München fort.
1986 gewann er den Dirigentenwettbewerb des Deutschen Musikrates. Im folgenden Jahr erhielt er ein Stipendium des Boston Symphony Orchestras, um bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa zu studieren.
Von 2005 bis 2011 leitete Jun Märkl das Orchestre National de Lyon. Jun Märkl ist häufiger Gastdirigent an vielen bekannten Opernhäusern der Welt wie der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden. Im April 2004 beendete er an der Oper in Tokio eine vierjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Keith Warner für eine Neuproduktion von Wagners Ring des Nibelungen.
Seit 2007 ist Jun Märkl Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters. Im Sommer 2012 wird Jun Märkl Leipzig den Rücken zukehren. Seine Zeit in Leipzig hat Jun Märkl von Beginn an genossen. Vor allem schätzt er die Leipziger: "Es ist ein sehr fachkundiges Publikum, das genau zuhört." Zudem arbeitet er gerne mit dem MDR-Sinfonieorchester und den Chor zusammen. Vor allem Verdi’s Requim war für ihn ein besonderes Projekt gewesen, an das er gerne zurückdenkt.
Auch Projekte mit jungen Menschen liegen Jun Märkl am Herzen. Die Verbindung von Unterhaltungsmusik und alter Musik findet er besonders spannend. So verwundert es auch nicht, So verwundert es auch nicht, dass er bereits zusammen mit der Gruppe Polarkreis 18 zusammen auf der Bühne stand und dirigierte.
Im langen Interview spricht Moderatorin Kristin Weber mit Jun Märkl über seine Anfänge als Dirigent, was Dirigieren für ihn bedeutet und warum er so gerne in Leipzig auf der Bühne steht. Hören Sie hier das Interview!




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