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Frisch Gepresst: Band of Skulls - Baby Darling Dollface Honey

von marcel plagemann
Dienstag, 09. Februar 2010

Wie klingt die Musik einer Formation, die sich "Totenkopfband" nennt? Nach düsterem Geschrei und Schrammel-Gitarren? "Band of Skulls" beweisen das Gegenteil! Ihr Debut-Album "Baby Darling Doll Face Honey" ist unsere CD der Woche

(Bild: Community)

Die Köpfe hinter Band of Skulls

Lediglich drei Musiker stehen hinter Band of Skulls. Das Trio Emma, Matthew und Russel lernte sich in einem College in Southampten kennen und spielte sich seit 2008 durch die Londoner Nachtclubs. Sie bemerkten schnell, dass ihnen mit zwei Leadsingern und drei Songwritern praktisch unendliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Diese Möglichkeiten haben sie in ihrem Debut-Album vollkommen zu nutzen gewusst.

Bombast-Rock 

Bands of Skulls klingen ohne digitales Rumgepiepe nach analogem Zeitalter. Mit einem bombastischen Albumeinstieg eröffnet das Trio ihre Debütscheibe - hier wird schnörkellos auf den Punkt gerockt. Einflüsse von Deep Purple und The Who sind dabei nicht zu überhören. Bei ihren 70er Stampfern lassen sich dank ausgedehnter Gitarrensoli ihre Inspirationsquelle leicht erahnen.

Links:
Band of Skulls Offizielle Website
Band of Skulls bei myspace
Singleauskopplung
"I Know What I Am"
 

Gut Geklaut ist halb Gewonnen

Band of Skulls zeichnen einen intelligent abgeguckten Querschnitt von allem, was zur Zeit in den Indierock- und Alternativecharts gespielt wird und fügen der Musik eine ganz eigene Note hinzu. Bands wie Franz Ferdinand und The White Stripes lassen sich ab und an durchhören. Dabei kann die Band schon auf eine ganz eigene Geschichte zurück schauen. Ihr Song "I Know What I Am"  wurde 2008 von der bis dato völlig unbekannten Band bei itunes ganze 40000 runtergeladen.

Soundtrack zum Frühjahrsputz

Dass „Vampir“ das neue „Emo“ ist wussten auch die drei Indie-Rocker und erlangten erste Aufmerksamkeit, in dem sie ihren ersten Song „Friends“ zum zweiten Soundtrack der Twilight-Trilogie beisteuerten. Diese Aufmerksamkeit sei ihnen gegönnt, und auch dass sie die Bubble-Gum-Grenze manchmal haarscharf schrammen sei ihnen verziehen, denn die drei Briten wirken das ganze Album hinweg durch und durch sympathisch. So kann man ihre erste Scheibe schon beim ersten Hören lieben lernen. „Baby darling doll face honey“ kann man beim anstehenden Frühjahrsputz perfekt im Hintergrund im Plattenspieler laufen lassen und den Putzlappen rhythmisch zum Takt der Drums schwingen.

Ein Band of Skulls typischer Stil ist auf der Platte schwer auszumachen. Vielleicht lautet die letzte Zeile des Albums nicht rein zufällig „I know my place but I dont know me“, aber zum festlegen auf einen eigenen Stil gibt ja bekannter weise immer das zweite Album. (mp)

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