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Wie klingt eigentlich Platte?

Donnerstag, 20. August 2009

Sie sind grau, langweilig, trist – die Plattenbauten aus den 80er-Jahren sind nicht unbedingt echte Hingucker. Vor allem wenn sie direkt neben den schönen Altbauten des Kolonnadenviertels in Leipzig stehen. Doch zwei junge Künstler aus Spanien und England bringen ein Platte zum klingen.

Arash Moori bringt die Platte zum Klingen (Foto: M. Peikert)
Schiefe Platte und hohe Töne

Mit ihrer Klanginstallation, einem Plattenbaumodul von 6 mal 3 Metern, das kaum in den Ausstellungsraum passt und deswegen schief steht, möchten die Künstler Esther Mañas und Arash Moori ihre Auseinandersetzung mit dem Gebäude darstellen. Vier Monate waren sie in Leipzig zu Gast. Der jetzige Ausstellungsraum war früher ein Supermarkt, darüber befanden sich Wohnungen. „Diese Häuser wurden in den 80ern nach dem Baukasten-Prinzip gebaut und das ist ein Teil der Front, wie man sie früher von der Straße sehen konnte.“ erklärt Arash Moori. Es ist eine Konstruktion aus Holz und Stahl. Die Oberfläche wirkt wie ein Lautsprecher und erzeugt interessante, bisweilen unangenehme Töne.

Die Künstler

Esther Mañas, geboren 1974 in Madrid, studierte Grafikdesign an der Universidad Complutense de Madrid (UCM) in Spanien. Arash Moori, geboren 1977 in Birmingham, studierte Bildende Kunst an der Birmingham City University in Großbritannien. 2006 schlossen beide ihr Studium an der Kuvataideakatemia Helsinki in Finnland ab. Seither arbeiten und leben Mañas und Moori in Madrid. In enger Zusammenarbeit entwickeln sie Licht- und Klanginstallationen, die sie selbst als „sculpture based sound installations“ bezeichnen.

 „Alles für das Wohl des Volkes“

Noch bis zum 30. August präsentiert die Künstlerresidenz *blumen* die Abschlussausstellung ihrer Künstler mit dem Titel „Alles für das Wohl des Volkes“. (mp)

Hören Sie hier einen Beitrag von Moritz Peikert:

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