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UFOs – wieviel Science-Fiction steckt wirklich hinter diesem Phänomen?

Montag, 14. Januar 2008, 11:29 Uhr

Wer glaubt UFOs und Außerirdische seien nur ein Fall für Akte X, der irrt. Anhänger so genannter „Uforeligionen“ beschäftigen auch die Wissenschaft. Und so lud das Religions­wissenschaftliche Institut der Uni Leipzig letzen Freitag zum Vortrag: „Ufos - zwischen Glaube und Realität“.

Foto: Samuel Rosa (www.sxc.hu)

Der Glaube an Ufos als religiöses Phänomen?

Im Publikum mischen sich amüsierte und skeptische Blicke. Der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume hat sich an ein umstrittenes Thema gewagt: Wenn Außerirdische als Propheten gedeutet werden und deren Anhänger sich in Glaubensgemeinschaften zusammen finden, dann spricht man von einer „Uforeligion“.

Seit der ersten Ufosichtung in Amerika 1947 haben sich unzählige Augenzeugen zu Wort gemeldet. Darunter auch hoch­rangige Vertreter der NASA oder der amerikanischen Luftwaffe.

Blume nähert sich den außergewöhnlichen Erfahrungen aus religions­wissenschaftlicher Sicht. Er möchte Ufobeobachter ernst nehmen, ihnen aber auch wissenschaftliche Erklärungen anbieten. „Wir müssen nicht davon ausgehen, dass es jetzt ’ne physikalische Realität ist.“

Keine physikalische Realität?

Robert Fleischer von der Ufo-Organisation Exopolitik ist da ganz anderer Meinung. Vor allem müsse man die Debatte endlich auf akademischem Niveau führen, so Fleischer. „Das große Problem ist das Informationsdefizit. … in Wahrheit gibt es da physikalische Wechselwirkungen, es gibt Landespuren, Geheimdokumente noch und nöcher, die offiziell sind. Aber die Frage ob es außerirdisches Leben gibt, ob wir besucht werden, entscheidet sich nicht an irgendwelchen wirren Fotos. Sondern an Geheimnis­trägern, die an die Öffentlichkeit gegangen sind, an freigegebenen Geheimdokumenten. Davon gibt es jede Menge Material, das nicht zur Kenntnis genommen wird - bis jetzt.“

Wissenschaftliche Messungen, die Anomalien im Magnetfeld der Erde belegen, sind immer noch ungeklärt. Es gibt weder einen endgültigen Beweis für die Existenz von außerirdischem Leben, noch einen Gegenbeweis.

Zwischen blindwütigen Gruppierungen, gefälschten Videos und manipulierten Akten fällt es schwer, das Ufo-Phänomen einzuordnen. Eine nüchterne Aufarbeitung des Themas ist jedoch längst überfällig, denn vielleicht handelt es sich wirklich um mehr als pure Science-Fiction.

Madelaine Meier, Foto: Samuel Rosa (www.sxc.hu)