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Tillich will Leipzig als Logistikstützpunkt weiterentwickelt sehen
Glaubt man den Umfragen sämtlicher Meinungsforschungsinstitute, dann steht die Wiederwahl von Ministerpräsident Stanislaw Tillich fest. Zwei Wochen vor der Landtagswahl machte der CDU-Politiker auf seiner Wahlkampftour in Leipzig halt. Im mephisto97.6-Interview sprach Tillich über seine bisherige Amtszeit, das Debakel der SachsenLB und seine Pläne für das Logistikdrehkreuz Leipzig.

Stanislaw Tillich ist am 10. April 1959 in Neudörfel geboren. Anfang der 80er Jahre studierte er Maschinenbau in Dresden und arbeitete danach als Ingenieur in Kamenz. 1987 trat Tillich in die CDU ein und wurde 1990 Abgeordneter in der ersten frei gewählten Volkskammer. Nach deren Auflösung war er zunächst Beobachter im Europäischen Parlament und wurde 1994 ins EU-Parlament gewählt. 1999 wurde er Chef der Dresdner Staatskanzlei, 2004 Umweltminister und 2007 Finanzminister. Im selben Jahr führte er die Verhandlungen über den Verkauf der Sachsen LB. Nach dem Rücktritt von Georg Milbradt wurde Tillich auf dessen Vorschlag hin im Mai 2008 zum Sächsischen Ministerpräsidenten gewählt. Er lebt in Panschwitz-Kuckau, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Quelle: wikipedia.de
Erfolgreich trotz Sachsenbank-Affäre
Nachdem Georg Milbradt im Mai 2008 über die Sachsenbank-Affäre gestolpert war, übernahm der damalige Sächsische Finanzminister Stanislaw Tillich die Nachfolge als Ministerpräsident. Im mephisto97.6 –Interview zieht Tillich ein positives Fazit seiner Amtszeit. „Die Sachsen wissen jetzt, dass sie gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen können“, sagte der Ministerpräsident. Die Probleme bei der Sachsen LB habe er als Finanzminister nur von seinen Vorgängern übernommen. Trotz der Liquiditätskrise und des Verkaufs der Sachsen LB sei es gelungen, über 700 Arbeitsplätze der Bank in Leipzig zu halten.
Eine feste Koalitionsaussage wollte Tillch noch nicht treffen. Er werde nach der Wahl Sondierungsgespräche mit der SPD, der FDP und den Grünen führen. „Theoretisch und sachlich ist die Nähe zum bürgerlichen Lager größer“, so der Ministerpräsident. „Aber das ist kein Automatismus.“ In die Leipziger Lokalpolitik möchte sich Tillich nicht einmischen. Dennoch sei es ihm wichtig, die Rahmenbedingungen für das Logistikdrehkreuz am Flughafen Halle/Leipzig weiter zu verbessern. (ji)
Hören Sie hier das Interview von Felix Hügel mit Stanislaw Tillich:




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