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Sommermode 2009 - Trends&Trash
Der Sommer 2009 neigt sich dem Ende und die Leipziger haben Bilanz über die modischen Ergüsse der letzten Saison gezogen. Das Urteil der Bürger zu den Modesünden im Stadtbild deckt sich dabei nur eingeschränkt mit der Meinung der Modeexperten.
Von Römersandalen und Leggins
Zu warmen Tagen und sommerlichem Lebensgefühl gehört auch die entsprechende Garderobe. Wenn dann die warmen Tage langsam weniger werden, ist es für Viele Zeit, sich über den Kleidungsstil ihrer Mitmenschen ein Bild zu machen. Auf die Frage, was die Flops der vergangenen Saison waren, nannten die Leipziger unter anderem Römersandalen und zu viel nackte Haut. Das am häufigsten genannte Kleidungsstück jedoch war die Leggins. Und das in allen Variationen: Mit Pailletten, knielang, knöchellang, neonfarben - immer gab es ein Detail, an dem Anstoß genommen werden konnte.
Janine Schindler ist Diplom-Modedesignerin und Inhaberin des Atelier Tamoko in der Karl-Heine-Straße 61. Dort bietet sie unter dem Motto "overalls only" trendige Einteiler in Maßanfertigung an. Janine Schindler absolvierte bis 2007 den Studiengang Modedesign am Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Ihre erste Kollektion erschien im Oktober 2008, nachdem sie erfolgreich an der Leipziger Messe "Designers’ Open" teilgenommen hatte. Auch dieses Jahr wird sie dort ausstellen.
"Tamoko" ist die Ganzkörperbemalung der Neuseeländischen Maorikrieger, welche Janine Schindler auf ihre Ganzkörpermode und den täglichen Kampf der erfolgreichen Business-Frau ummünzt.
Mehr Informationen zum Modeatelier finden Sie hier.
Wie entsteht Modegeschmack?
Für die Leipziger Designerin Janine Schindler ergeben sich die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in Sachen Mode aus der eigenen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation. Wenn man zum Beispiel die 80er Jahre nicht selbst miterlebt hat, mag das Revival der damals oft getragenen Leggins eine Neuentdeckung sein. Andere, die den Stil einst selbst miterlebt haben, lehnen ihn vielleicht vehement ab. So sei es doch oft, sagt Janine Schindler. "Das, was man kennt, will man nicht." Daher finden nachkommende Generationen Inspiration in der Mode, die vor ihrer Geburt im Trend war.
Wie Trends entstehen
Anders als oft vermutet, bestimmen nicht die Designer, was angesagt ist. Vielmehr gehen die Trends von den Straßen auf die Laufstege - sozusagen von unten nach oben. Trendscouts halten die Augen auf, was die Menschen tragen und kombinieren. Erst anschließend entstehen in den Ateliers der Designer erste Entwürfe - wobei sich das, was auf den Laufstegen zu sehen ist, wiederum stark von dem unterscheidet, was es schlussendlich im Laden zu kaufen gibt. Die großen Modenschauen in Paris oder New York sind für die großen Designer dazu da, ein bestimmtes Image zu transportieren und sich neben der Konkurrenz zu behaupten. Dennoch zeichnen sich dort die Trends für den Sommer 2010 bereits jetzt ab: bequem, lässig und verspielt darf es sein. Dabei ist, wie man so schön sagt, alles erlaubt, was gefällt. Schließlich ist es immer möglich, dass die eigene Kleiderkombination von Trendscouts für gut befunden und der letzte Schrei der darauf folgenden Saison wird. (cv/ms/co)
Hören Sie hier einen Beitrag von Carolin Voigt und Maya Stockmann:



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