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Party für den Einen, ruhiger Fernsehabend für den Anderen

von Charlott Tornow
Montag, 31. August 2009

mephisto 97.6 hat am Tag der Landtagswahl zwei Leipziger Direktkandidaten begleitet: Gernot Borris (SPD) und Robert Clemen (CDU). Am späten Abend stand fest: Borriss hat es nicht geschafft, Clemen behält seinen Sitz im Landtag. Die Kandidaten gehen mit ihrem Ergebnis vollkommen unterschiedlich um.

Gernot Borriss schafte den
Einzug in den Landtag nicht
(Foto: mephisto 97.6)

Der Wahlmorgen

Für Gernot Borriss, Vorsitzender der Leipziger SPD, und Robert Clemen, CDU-Abgeordneter im Landtag, begann der 30. August ruhig.
Nach fünf Wochen Wahlkampf gönnten sich beide Entspannung - der Eine mit der Familie im Garten, der Andere beim Angeln und Zeitung lesen.

Ungleiche Chancenverteilung

Spannend wurde es dann für beide ab 18.30 Uhr. Clemen ließ sich zuvor von einem Freund und seinem Wahlkampfleiter ins Rathaus fahren, um zu sehen wie die Stimmung war und die ersten Hochrechnungen ausfielen. Für den CDU-Mann Clemen stand es schon vor der Wahl nicht schlecht. Der gebürtige Leipziger betreibt bereits seit 1999 Politik im Sächsischen Landtag, seine CDU wurde auch bei der Landtagswahl 2004 stärkste Fraktion.

Für Gernot Borriss standen die Chancen ungleich schlechter. Er hatte nicht nur einen Platz weit hinten auf der Landesliste der SPD, seine Partei hatte schon bei der vergangenen Landtagswahl nur knapp zehn Prozent der Stimmen geholt. Er sei dennoch angetreten, um Mitglied des Sächsischen Landtags zu werden, falls er nicht gewinnen sollte, müsse er dies aber akzeptieren.

Nach der Wahl - Durchatmen und Akzeptieren

Halb neun am Abend stand dann wie erwartet fest: Gernot Borriss geht nicht in den Landtag - in seinem Leipziger Wahlkreis 26 gewann der CDU-Politiker Sebastian Gemkow - Robert Clemen bleibt dagegen Abgeordneter. "Es ist ein tolles Gefühl. Die Last der ganzen letzten Wochen ist da abgefallen", so Clemen nach der Entscheidung. "Heute Abend wird gefeiert. Ich werde jetzt mein Team zusammenrufen, eine Location aussuchen und dann richtig schön feiern."
Für Borriss endete der Tag, wie er anfing: ruhig. Nach Danksagungen an seine Unterstützer, ging er mit seiner Frau nach Hause und verfolgte die Berichterstattung vom Fernseher aus. Er hoffe, dass er seinen Teil zu Wahlkampf und Wahlergebnis der SPD beitragen konnte. "Hoffentlich einer, der nicht geschadt hat", so Borriss. Eine rauschende Diskonacht werde es aber sicherlich nicht geben. (ct)

 

Hören Sie hier den Beitrag von Sarah Frühauf und Tina Kühne:

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