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mephisto 97.6-Redakteure trampen nach Osteuropa
Zehn junge Nachwuchsjournalisten trampten 2004 durch die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Osteuropa. Mit dabei waren Markus Brückner und Daniel Frick. Passend zur diesjährigen Europawahl soll dieses Projekt im Mai wiederholt werden. Eine Reise zurück in die Zukunft.

"Macht´s gut, Jungs!"
So verabschiedete ein Ungar vor fünf Jahren Daniel Frick und Markus Brückner, zwei Nachwuchsjournalisten aus Leipzig, als er sie vor der rumänischen Grenze absetzte. Er warnte sie vor Rumänien: Man müsse vorsichtig sein, weil hier die Mafia gerne auch mal Tramper spurlos verschwinden lasse.
Die mephisto 97.6-Tramper-Bedingungen waren hart und spannend: 20 Euro pro Tag, keine öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen und in keinen kommerziellen Unterkünften übernachten. Was für einige unüberwindbar scheint, haben Daniel und Markus als ihre Herausforderung angenommen.
Das Land zu Fuß erleben
"Das Spannende war auf eigenen Füßen, mit wenig Mitteln, dorthin zu kommen und einfach zu erfahren, was die Bewohner dort ausmacht, wie es dort aussieht in den Ländern und auch so was wie Gastfreundschaft zu erleben."
Auf ihrem Weg quer durch das Land trafen die Beiden auf viele spannende Geschichten. Die Bewohner nahmen sie freundlich und offen auf. Das bemerkten Markus und Daniel besonders bei einer Familie aus Sexar.
Sie trafen auf eine Mutter mit ihren Kindern und wurden sofort zum Abendessen und Übernachten bei ihnen eingeladen. Zum Abendessen gab es eine ungarische Fischsuppe, für die der Vater im ganzen Ort berühmt war.
"Großartig vorbereitet haben wir uns nicht auf unsere Reise", sagt Markus. Sie baten lediglich einen Freund, sie von der Leipziger Innenstadt bis zu einer nahe gelegenen Autobahnraststätte zu bringen. Den Rest der Reise und auch ihre Route, überließen Sie dem Zufall.
Vorbereitung ist wichtig - der Rest ist Zufall
Allerdings waren sie vor fünf Jahren auch nur eine Woche unterwegs.
In diesem Jahr machen sich wieder ein Dutzend Leipziger Journalisten auf den Weg in den Osten. Zwei Wochen werden sie unterwegs sein. Ihre Beweggründe: Wie sieht es kurz vor der Europawahl aus in den ehemals neuen EU-Mitgliedsstaaten? Was hat sich verändert? Wie stehen die Einheimischen zur EU? Für diesen Zeitraum sei ein bisschen Vorbereitung wichtig, weiß Markus.
Außerdem rät er den journalistischen Trampern: "Man sollte auf jeden Fall keine Scheu haben vor dem Trampen, man muss sich auf Leute einlassen können, man muss offen sein den Leuten gegenüber."
Sicherlich gehört auch Abenteuerlust dazu, schließlich wissen die Tramper morgens noch nicht, wo sie abends einschlafen werden. (as)
Hören Sie hier den Beitrag von Vera Baer und Carolin Espe.




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