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Mehr politische Mitbestimmung für Leipziger Jugendliche?

Dienstag, 18. August 2009

Der Stadtrat entscheidet über Sportplätze und Jugendtreffs, über die Ausstattung von Schulen oder Stadtbibliotheken. Aber was ist mit den Jugendlichen, die von diesen Entscheidungen am meisten betroffen sind? Sie bleiben fast immer ungefragt. Das sollte sich ändern – zumindest, wenn es nach dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Wolfram Leuze, geht.

Grünen-Fraktionschef Wolfram Leuze in seinem Büro im Leipziger Rathaus. (Foto: N. Jukschat)
Jugendstadtbezirksbeiräte für Leipzig

"Die Jugendlichen sollten bei Fragen, die sie angehen und interessieren, auch mitreden können", sagt Wolfram Leuze. Der Grünen-Politiker will daher in Leipzig sogenannte Jugendstadtbezirksbeiräte einführen. Mitmachen könnten alle zwischen 14 und 20 Jahren. Einmal gewählt, würde sich der Jugendstadtbezirksbeirat monatlich treffen, um über aktuelle Anträge des Stadtrates zu beraten. Seine Empfehlungen würden dann im Erwachsenengremium, dem Stadtbezirksbeirat, berücksichtigt.

Idee in anderen Städten erfolgreich umgesetzt

Die Idee eines solchen Gremiums ist nicht neu. Jugendstadträte gibt es schon in anderen deutschen Bundesländern. Baden-Württemberg nimmt da eine Vorreiterrolle ein. Aber auch in Sachsen gibt es sie bereits, zum Beispiel in Markkleeberg. Leuze findet diese Projekte vorbildlich und möchte, dass auch die jungen Leipziger die Politik ihrer Stadt ganz konkret mit beeinflussen können sollten.

Doch im Moment beraten erst einmal die Stadtbezirksbeiräte über den Antrag der Grünen. Stimmen die zu, muss er noch durch den Stadtrat kommen. Eine Entscheidung ist für November geplant. (nj)

Hören Sie hier den Beitrag von Nadine Jukschat

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