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Literaturprojekt Kraftfelder

Dienstag, 13. Mai 2008

Schwarz ging es am Wochenende zu. Hunderte Anhänger der Schwarzen Szene strömten zum Wave-Gotik-Treffen nach Leipzig. Was die aufwendig gestylten Menschen mit Hang zu dunklen Farben das restliche Jahr beschäftigt, vermitteln Kulturprojekte wie das Literaturprojekt Kraftfelder.

Kraftfelder im Johannapark
Eine Fotografin, eine Schauspielerin und ein Autor

sitzen im Johannapark unter einem Baum. Katrin Hetzel, Susann-Isabel Prinke und Tristan Rosenkranz haben sich vor einem Jahr zum Literaturprojekt Kraftfelder zusammengeschlossen. Kennen gelernt, haben sie sich über das Internet. Aus der Natur schöpfen sie Kraft, deshalb haben sie auch den Park als Treffpunkt gewählt.

Mitte Juni erscheint ein Buch

Es wird den Titel „Insomnia“ – schlaflos tragen. Die Idee dazu entstand nach langen Gesprächen zwischen Tristan Rosenkranz und Susann-Isabel Prinke, unter anderem auch im Johannapark. Die Fotografin Katrin Hetzel liefert die Bilder. Auszüge aus diesem Buch wurden am Samstag im Rahmen des Wave-Gotik-Treffens vorgestellt.

Auch wenn sich die drei in dieser Szene bewegen, möchten sie doch ungern in eine Schublade gesteckt werden. Ihnen gehe es um ein Lebensgefühl, sagt die Schauspielerin. Die Wurzeln ihrer Kunst sieht sie allerdings doch eher in der Schwarzen Szene als anderswo.

Widersprüche und Tiefgründigkeit

Mit ihren Texten und Bildern versuchen sie das Leben mit seinen Abgründen und Widersprüchen zu ergründen. Dabei sprechen sie nicht nur Anhänger der Szene an. Sie wollen hinter Fassaden schauen.

Tiefgründigkeit ist etwas, von dem alle drei sagen, dass es sie verbände. Trotzdem oder gerade deswegen wirken alle drei sehr fröhlich und lebensbejahend. Jetzt, so verabschieden sie sich, würden sie erst einmal weiter die Sonne und einen Kaffee genießen. (mz)

Foto: Caroline Elz

Hören Sie hier den Beitrag von Caroline Elz

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