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„Leipzig, das ist meine Stadt“

von Franziska Trogisch
Dienstag, 22. Juni 2010

Der Basketballer Kai-Uwe Kranz ist gebürtiger Leipziger. Er spielte in zahlreichen Vereinen in ganz Deutschland. In der abgelaufenen Saison schaffte er mit den Uni-Riesen den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Zeit, seiner Heimatstadt ein Lied zu widmen. Eine gerappte Liebeserklärung.

Kai-Uwe Kranz (links) und Mauro "Mo" Osana bei Aufnahmen im Studio (Foto: Mokain).

Hip-Hop ist Poesie

Seit sechs Jahren gibt es das Hip-Hop-Duo Mokain. Der Name setzt sich zusammen aus den Vornamen der Mitglieder: Mauro „Mo“ Osana produziert die Beats, Kai-Uwe Kranz rappt und schreibt die Texte. „Hip-Hop-Musik ist Poesie und ich bezeichne mich als einen Poeten. Deswegen machen wir Musik“, erklärt Kranz. Guter Hip-Hop sei heute schwer zu finden, viele gute Künstler würden nur im Untergrund agieren. „Von was wir uns extrem distanzieren ist sowas wie Bushido. Der ist für uns weder ernst zu nehmen – obwohl er sehr viel Geld verdient – noch Anreiz Musik zu machen“, sagt der 30-Jährige. Hip-Hop sei Leidenschaft und müsse vom Herzen kommen: „Wir machen nicht diesen klischeehaften Hip-Hop, der momentan läuft so von wegen ‚Yo yo wir sind hart‘“. Mokain-Musik ist eher melodisch und authentisch.

Musik und Videos von Mokain sind bei Myspace zu finden.

Rückkehr nach 20 Jahren

Diese Authentizität soll sich auch im Leipzig-Lied zeigen. „Ich bin nach langer Zeit wieder hierher zurückgekommen, fühle mich wohl und hatte einfach das Bedürfnis, das auszudrücken“, erzählt Kranz, der Ostdeutschland 1989 mit seinen Eltern verlassen hatte. Im Herbst 2009 kam er zurück, nachdem er unter anderem in Düsseldorf, Bremen oder Stuttgart gespielt hat. „Aber das Schicksal wollte es, dass ich zurück in meine Stadt kehre. Und es hat sich im Endeffekt gelohnt, denn ich bin ja nicht nur Musiker, sondern in erster Linie Sportler“, sagt der Profibasketballer. Durch den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mit den Uni-Riesen habe sich für ihn ein Kreis geschlossen, Fortsetzung nicht ausgeschlossen. Für seine Mannschaftskollegen ist die Musik des Drei-Punkte-Spezialisten jedenfalls kein Grund für einen Rauswurf, den meisten gefällt sie.

Breites Themenspektrum

In ihren Liedern berappen Mokain jedoch nicht nur Leipzig. Das Duo will ein breites Themenspektrum abdecken: Neben der Kritik am aktuellen 08/15-Hip-Hop findet auch Alltägliches einen Platz. Kranz richtet sich beim Texten nach den Gefühlen, die ihm die Beats seines Freundes Mo vermitteln. „Er macht den Beat aus irgendwelchen Einflüssen, ich weiß nicht, was da mit ihm passiert“. Da Mo in Kirchheim/Teck nahe Stuttgart lebt – wo sich die beiden Musiker auch kennenlernten – sprechen sie vieles via Telefon und E-Mail ab. Wenn Kranz in der Region ist, nehmen sie in Mos Heimstudio neue Lieder auf.

Tour geplant

Für die Zukunft ist eine Tour angedacht, Auftritte hatten Mokain schon deutschlandweit. „Es soll nach oben gehen. Wir haben keine konkreten Ziele, wir wollen morgen nicht großartig Platten verkaufen. Aber wenn sich so eine Möglichkeit ergibt, sind wir bestrebt, das richtig zu machen“, sagt Kranz, der vor 15 Jahren parallel zum Basketball seine Leidenschaft für die Musik entdeckte. Dem Sport will er jedoch treu bleiben, solange es Spaß macht und „ich ohne Beschwerden vernünftig laufen und meiner Mannschaft helfen kann“. Nach dem Karriereende könne er sich vorstellen, den Hauptfokus auf die Musik zu legen. Kranz‘ Kumpel Mo war noch nie in Leipzig – ein guter Grund für einen Besuch wäre eine Tour. Geplant haben Mokain weitere Auftritte in diesem Sommer. Vielleicht auch in Leipzig.

Hören Sie hier den Beitrag von Franziska Trogisch:

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Kommentare


kai fan, 05.12.10 15:04:
ich würde gerne mal den rap hören der bei dem uni riesen spiel gebracht wurde wo er zurück nach leipzig kommt aus stuttgart wär cool^^

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