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Gehen oder bleiben? Wahlkampfthema Afghanistan
Seit acht Jahren sind auch deutsche Soldaten in Afghanistan. In den letzten Wochen nahmen Diskussionen um ihren Abzug aus dem asiatischen Land wieder zu. Welche Positionen nehmen die Leipziger Direktkandidaten in Bezug auf den Krieg ein? Mit welchen Gründen? mephisto97.6 hat bei den Kandidaten nachgefragt.
Diskussionen um einen Abzug
Alle Parteien des aktuellen Bundestages haben über Abzugsszenarien nachgedacht. Die Linke fordert einen sofortigen Abzug, weil sie den Krieg für völkerrechtswidrig hält. Der parteilose Mike Nagler, der auf der Liste der Linken im Wahlkreis II antritt, führt weitere Gründe für den Abzug an:
„Ich bin der Meinung, militärische Einsätze führen in eine Sackgasse und zu einer Spirale von Gewalt. Sie fördern in keinster Weise die Entwicklung des Landes.“
Bei Bündnis90/Die Grünen wird ein möglicher Abzug kontrovers diskutiert, schließlich haben sie vor acht Jahren in der rot-grünen Koalition für den Einsatz gestimmt. Monika Lazar fordert heute einen Kurswechsel der Politik, weniger militärische Einsätze und mehr zivile Unterstützung.
Gefahren des Abzuges
CDU und FDP verteidigen die Präsenz der Bundeswehr am Kundus. FDP-Kandidat Marcus Viefeld sagt: „Wenn wir dort abziehen, sind sofort wieder die Taliban an der Macht.“ Um das zu verhindern, sollten seiner Ansicht nach die afghanischen die Verwaltungsstrukturen stabilisiert und die Polizeikräfte gestärkt werden. Eine bessere afghanische Polizei und Armee wollen auch SPD und CDU, bevor die Bundeswehr das Land verlässt. Ein Abzug kommt derzeit für sie nicht in Frage.
Hören Sie hier einen Beitrag von Peter Hild:




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