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"Es gibt viele Leute, die zur Unfähigkeit verdammt sind."

Montag, 08. März 2010

In seiner Kolumne "Das beste aus aller Welt" beschäftigt sich Axel Hacke mit den Widrigkeiten des Lebens, unbrauchbarem Wissen und alltäglichen Sprachunfällen. Aus letzteren entstand seine Trilogie "der weiße Neger Wumbaba", Anekdoten über falsch verstandene und gebrauchte Sprache.

Axel Hacke in der Schaubühne Lindenfels (Foto: A. Hertel)
Der Humor des Falschen

Axel Hacke erzählt eine Geschichte. Sie handelt von einem Bild in einer deutschen Tageszeitung. Darauf ein einsamer Fischer auf einem zugefrorenen See. Die Unterschrift des Bildes lautet: "der harte Winter hat die brandenburgischen Fischer zur Unfähigkeit verdammt" - das Publikum gluckst schon, Axel Hacke hält einen Moment inne. Dann schiebt er süffisant nach: "Mir fallen in diesem Land viele ein, die zur Unfähigkeit verdammt sind, die brandenburgischen Fischern sind da nicht die ersten."

Sammelleidenschaft mal anders

So funktionieren viele der Geschichten Hackes. Falsche Wortwahl, syntaktischer Nonsens, oder Übersetzungsfehler. Der falsche Gebrauch der deutschen Sprache ist ein weit verbreitetes Phänomen. Und Axel Hacke „sammelt“ diese Fehler, er freut sich wie ein Kind über jeden neuen Sprachnonsens. Einige schaffen es in seiner Kolumne "Das beste aus aller Welt" im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seit nunmehr 13 Jahren lässt er darin auch seine Leser an seiner Sammlung teilhaben. Und die versorgen ihn dafür in E-Mails und Briefen mit immer neuem Material für seine Kolumnen, etwa dem "weißen Neger Wumbaba"

Wunderbar? Wumbaba!

Wumbaba ist eine fiktive Figur, die aus einem so genannte "Verhörer" entstand, einer falsch verstanden Liedtextzeile. Im Original des Kinderliedes "Der Mond ist aufgegangen" von Peter Cornelius lautet eine Zeile "Und aus den Wiesen steiget der weiße Neben wunderbar" Eine Leserin Der Kolumne Hackes verstand dabei als Kind immer "und aus den Wiesen steiget der weiße Neger Wumbaba" Diese und anderer "Verhörer" entstand dann das erste Wumbaba-Buch, zwei weitere folgten. (Alexander Hertel)

Hören Sie hier das Interview mit Axel Hacke:

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