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Erleuchtung der Welt – eine Ausstellung über Leipziger Bildungsgeschichte

Montag, 26. Oktober 2009

Am 9. Juli hat die Ausstellung „Erleuchtung der Welt“ im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig begonnen. Noch bis zum Nikolaustag wird dort die Geschichte der Universitätsstadt Leipzig im Zeitalter der Aufklärung gezeigt. Denn die Ziele und die Ausrichtung von Bildung haben sich vom 16. bis 18. Jahrhundert grundlegend verändert. Diese Veränderung ist auch an der Bildungseinrichtung der Universität Leipzig nicht spurlos vorübergegangen.

Dokumentation eines Wandels

Zum 600. Geburtstag der Universität wirft das Stadtgeschichtliche Museum einen genaueren Blick auf die Veränderungen in der Bildungskultur in den Jahrhunderten der Aufklärung: Traditionen durften und mussten hinterfragt werden, neue wissenschaftliche Disziplinen wie die Philosophie entwickelten sich und bahnbrechende Erfindungen läuteten das technische Zeitalter ein. Im Stadtgeschichtlichen Museum wurden deshalb zahlreiche Exponate von der Gründungsurkunde der Universität bis hin zu technischen Kuriositäten zusammengetragen.

Aber nicht nur die Überbleibsel der Geschichte sind in der Ausstellung zu sehen. Per Audioguide erfährt der Besucher auch von den vielen regen Geistern dieser Jahrhunderte, die die Stadt Leipzig beherbergt hat. Dichter und Denker wie Gottsched, Leibniz und Goethe waren darunter und haben ihre Spuren hinterlassen.

„Nacht der Erleuchtung“

Im Rahmen der Ausstellung fand am vergangenen Samstag eine besondere Stadtführung statt. Historische Orte und Persönlichkeiten waren im Laternenlicht aus der Perspektive des 18. Jahrhunderts zu sehen. Stadtführerin Karoline Müller wusste zu berichten, wo damals in Leipzig gelehrt wurde, wie das Studium ablief und mit welchen Widrigkeiten des Studentenalltags sich schon Goethe herumschlagen musste. Doch nicht nur ihre Augen und Ohren brauchten die Teilnehmer. Auch die ein oder andere kulinarische Spezialität erwartete die Besucher zwischendurch und machte die „Nacht der Erleuchtung“ zu einem Erlebnis für alle Sinne. (mep)

Hören Sie hier den Beitrag von Maria Willamowius:

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