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Konzert, französische Freiheit und ein tyrannischer Diktator. Der Abend in Leipzig.
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Direktkandidaten-Porträts: Teil 5 – Barbara Höll
Am 27. September sind Bundestagswahlen. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, stellt mephisto 97.6 bis dahin die Leipziger Direktkandidaten der fünf Bundestagsfraktionen vor. Heute Barbara Höll von Die Linke.
Linke Positionen
Barbara Höll ist relativ klein, aber hat einen festen Händedruck. Sie ist freundlich, aber bestimmt. Und sie weiß, was sie will: „Als Leipzigerin bin ich in der Region verankert. Ich vertrete die Positionen von die Linke: Raus aus Afghanistan, für soziale Gerechtigkeit und die Einführung einer Reichensteuer.“ In Leipzig hat gerade das Thema soziale Gerechtigkeit für Höll oberste Priorität. „Es ist eine Katastrophe für die Armutshauptstadt Sachsens, dass der Bund seine Zuweisungen für die Kommunen im nächsten Jahr senken will“, so die Politikerin.
Geboren ist die 42-Jährige im Sachsenanhaltinischen Coswig. Nach ihrem Abitur in Halle studierte sie Philosophie in Rostow am Don in der ehemaligen UdSSR. „Mich hat der Blick von außen auf die DDR gereizt“, sagt sie heute. „Und Russland war das einzige Land, dass ich mir sprachlich zugetraut habe.“ Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie bis 1990 als wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der Handelshochschule in Leipzig.
Ideale und Fehler
Da sie sich in der Nachbarschaft engagierte, fand sie sich auch schnell in der Kommunalpolitik wieder und wurde Mitglied der SED. „Natürlich wurden riesige Fehler in der DDR gemacht, die zum Teil auch zu erheblichen persönlichen Nachteilen für die Menschen geführt haben“, so Höll. „Unser Ideal von einer gerechten Gesellschaft war allerdings nicht verkehrt. Leider ließ es sich in der DDR nicht durchsetzen.“ Ihre Mitgliedschaft in der SED bereue sie dennoch nicht. Zudem habe sich keine Partei so intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinander gesetzt wie Die Linke.
Von 1990 bis 2002 ist Barbara Höll Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 2005 sitzt sie erneut in der Volksvertretung. 2009 tritt sie als Direktkandidatin im Wahlkreis Leipzig-Nord an. Da sie auf Listenplatz 3 der Sächsischen Die Linke steht, hat sie gute Chancen, am 27. September wieder in den Bundestag einzuziehen. (ji)
Hören sie hier den Beitrag von Ulrike Fröbel:




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