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Stimmen zur kulturellen Zukunft Leipzigs

Donnerstag, 23. April 2009

Der Verleger Michael Faber wird ab dem ersten Juni die Fäden für das Leipziger Kulturprogramm ziehen. Der parteilose Kandidat von Die Linke und der SPD ist umstritten. Er hat keine Erfahrung in der Politik, keine Erfahrung in der Verwaltung. Doch was bedeutet das für die Messestadt?

Ab Juni verantwortlich für die Kultur: Michael Faber;
Foto: F. Hügel

Falk Elstermann, Freie Szene
"Wir haben eine gute Voraussetzung durch den Brief erreicht (Anm. d. Red: Die Leipziger Kulturszene schrieb einen Protestbrief, um die Wahl des Kulturbürgermeisters zu verhindern). Es gab eine bisher nie dagewesene Geschlossenheit zwischen allen Bereichen in der Kultur dieser Stadt. Das hat dieser Prozess an positivem Ergebnis gebracht."

Wolfram Leuze, Bündnis 90 die Grüne
"Ein wesentliches Problem liegt nach wie vor bei der Oper. Denn die Oper ist derzeit in einem Intendantenlosen Zustand. Hier muss dringend ein neuer Intendant gefunden werden und auch die Abfindung mit dem bisherigen Intendanten Henri Maier gelöst werden."

Alexander Achminow, CDU
"Weitere Herausforderungen in der nächsten Zeit sind eine Reihe von Jubiläum, die organisiert werden müssen. Vielfach hängen diese mit der Musik zusammen, Aber das Wichtigste ist natürlich 20 Jahre Friedliche Revolution, jetzt in diesem Jahr."

Ilse Lauther, Die Linke
"Die Herausforderungen sehe ich verbunden mit den finanziellen Problemen, an denen Leipzig ständig krankt. Hier ist ein Mann des Ausgleichs gefragt, ein Mann, der in der Lage ist, die verschiedenen Interessen abzuwägen, zu gewichten. Und andererseits muss ein Bürgermeister seinen wirtschaftlichen Sachverstand nutzen, um eventuell doch Entwicklungspotentiale in der Hochkultur zu entdecken."

Axel Dyck, SPD
"Ein Kulturbürgermeister wird nicht der Oberdirektor aller derjenigen sein, die Kultur in dieser Stadt zu verantworten haben. Vielleicht wird in der Endkonsequenz der Kulturbürgermeister in seiner persönlichen Wirkung in die Kultur hinein, ein bißchen überschätzt." (as)

Hören Sie hier den Beitrag von Vera Wolfskämpf und den Kommentar von Felix Hügel
Und sehen Sie auch einen Beitrag über die Wahl des neuen Kulturbürgermeisters: hier

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