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Sina und Kristin erkunden tschechische Kurorte

Montag, 11. Mai 2009

Sina und Kristin vom Team Tschechien erkunden gerade die Kurorte kurz hinter der Grenze. Es sind idyllische Orte, doch die beiden Tramperinnen bekommen auch viel von Drogenhandel und Prostitution erzählt.

Umweg und Gummibärchen als Belohnung

Zwei nette ältere Herren brachten Team Tschechien nicht ganz bis über die Grenze, aber immerhin bis zur Raststätte Dresdner Tor. Dort trafen Sina und Kristin Team Slowakei wieder, das auch dort sein Glück versuchte. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, denn schon 15 Minuten später fanden Sina und Kristin ein deutsches Pärchen, unterwegs Richtung Prag, das sich anbot sie mitzunehmen. Team Tschechien begeisterte die beiden Deutschen aus Saalfeld so sehr, dass sie sogar einen Umweg in Kauf nahmen. Anstatt direkt nach Prag zu fahren, setzten sie Sina und Kristin noch in Teplice ab. Zum Abschied gab es Gummibärchen, eine herzliche Umarmung und den Rat auf sich aufzupassen.

Wiedersehen in Prag?

Ohne die Hilfe der samstags geschlossenen Touristeninformationen erkundeten die beiden den Kurort und trafen dabei vor allem auf deutsche Kurgäste. Glücklicherweise hatten sich Sina und Kristin vor ihrer Abreise noch die Nummer von einer Bekannten einer Bekannten einer Freundin besorgt, die nur wenige Meter außerhalb von Teplice ein Haus besaß. Auf diese Weise fand Team Tschechien eine Bleibe für die Nacht und traf auf der Suche nach der richtigen Adresse auf das zweite hilfsbereite Pärchen ihrer Reise. Die beiden Prager luden Team Tschechien dazu ein, sich die örtliche Burg mit ihnen anzuschauen und man einigte sich darauf, sich in der Landeshauptstadt wieder zu treffen.

Flucht vor den Touristen

Um all den deutschen Kurgästen in Teplice zu entkommen trampten Sina und Kristin am Sonntag nach Dubi. Ein Ort mit einer eher zwielichtigen Vergangenheit. Der Sextourismus hat dort eine lange Geschichte. Der Bürgermeister hatte daraufhin Kameras installieren lassen, und seit zudem die A17 von Dresden nach Prag gebaut wurde, kommen deutlich weniger Touristen durch Dubi. Viele Bordelle wurden daraufhin geschlossen. In Dubi trafen Sina und Kristin auch zwei Sudetendeutsche, die sie am Nachmittag in der Dorfkneipe zu Bier und Wodka einluden. Die beiden waren nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in den Ort gekommen. Jetzt weniger Bordelle, aber weiterhin Spielcasinos.

Trügt die Idylle?

Weiter ging es nach Teplice, Tschechiens ältesten Kurort. In dem ehemaligen Bergbaugebiet hatten auch Goethe und Beethoven schon gebadet. Bis zu 40 Prozent der Kurgäste kommen heute aus Deutschland. Doch trügt all die Idylle? Eine Einwohnerin erzählte Sina und Kristin von Kriminalität, Drogenhandel und Prostitution. 

Hören Sie hier das Gespräch zwischen Moderator Sven Class und mephisto97.6-Reporterin Kristin Weber

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