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Urkontinent Gondwanaland wächst im Leipziger Zoo

Montag, 18. Mai 2009

In einigen Jahren sollen hier tropische Tiere toben, doch aktuell ist "Gondwanaland" im Leipziger Zoo noch eine Betonwüste mit Baustellenlärm. Zoodirektor Jörg Junhold ist trotzdem schon stolz auf die Baufortschritte.

Zoodirektor Dr. Jörg Junhold hat gerade seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert. (Fotos: M. Otto)
"Zoo der Zukunft"

Die große Tropenhalle "Gondwanaland" ist Teil seiner Strategie, den Zoo Leipzig in die Zukunft zu führen. Bisher ist die aufgegangen: Unter Junholds Leitung haben sich die Besucherzahlen mehr als verdoppelt, von 678.000 im Jahr 1997 auf 1,67 Millionen 2008. Damit steht der Zoo bundesweit an vierter Stelle. 

Gerade verlängerte Junhold seinen Vertrag mit der Stadt Leipzig um weitere fünf Jahre. Wird das von ihm initiierte "Gondwanaland" planmäßig 2010 fertig, sollte der Zoodirektor deren Einweihung also noch erleben können.

Gestiegene Baukosten

Die Kosten allerdings halten sich nicht an den Plan. Statt der ursprünglich veranschlagten 50 Millionen Euro steht das Projekt schon seit vergangenem Sommer bei einem neuen Budget von 60 Millionen. Und die Leipziger machen sich Gedanken, woher die kommen sollen. Viele sind aber bereit, für die neue Attraktion auch eventuell höhere Eintrittspreise zu bezahlen, "wenn's nicht ins Unendliche steigt."

Zoodirektor Junhold ist optimistisch, dass sich die Tropenhalle nach dem Vorbild des asiatisch-afrikanisch-südamerikanischen Urkontinents rentieren wird. "Es könnte das Potential haben, eine europäische Pilgerstätte zu werden." Europäische Dimensionen hat auch schon der riesige Baukran, der seit Wochenbeginn auf der Baustelle seinen Dienst tut. Mit einem 60 Meter langen Arm ist er einer der größten des Kontinents. (ee)

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