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Turboabi und die Folgen

Freitag, 07. März 2008

Die Verkürzung des Abiturs von 13 auf 12 Jahre erfolgte bereits überall außer in Schleswig-Holstein und Brandenburg. Wie fühlen sich Sachsens Schüler dabei?

Schlau trotz Abi im Schnelldurchlauf?

Die Kultusministerkonferenz tagt heute in Berlin. Dabei geht es um Folgen der Verkürzung des Abiturs von 13 auf zwölf Jahre und auch das sogenannte G8-Gymnasium, also in acht Jahren zum Abitur.

Abitur in zwölf Jahren für Schüler kein Problem

In der Max-Klinger-Schule in Leipzig wird, wie überall in Sachsen, in zwölf Jahren das Abitur gemacht. Die Schüler sind daran gewöhnt. So auch die Zwölftklässerin Ulrike Kühn. Trotzdem hat sie noch ausreichend Zeit ihren beiden Hobbies, Tanzen und Theater, nachzugehen. „Ich bin nicht ausgelastet durch die Stunden, die ich in der Woche habe. Das heißt ich kann problemlos noch andere Freizeitaktivitäten machen, ohne dass ich schulisch zu sehr unter großem Druck leide", sagt sie. Zwölf statt 13 Jahren Schule sind in ihren Augen kein Problem.

Trotz Umstellung an die Spitze der PISA-Studie

Das Abitur ist also durchaus in zwölf Jahren zu schaffen. Ohne großen Stress bewältigen die Schüler das Gymnasium. Auch die Leistungen leiden nicht darunter. Bei der PISA-Studie 2005 hat Sachsen am besten abgeschnitten. Dies war trotz zwölf Schuljahren möglich. Auch Lehrerin Eva-Maria Brucherseifer findet zwei Jahre Sekundarstufe für Mathe und Physik nicht zu kurz: “Natürlich ist es schon so, dass unsere Schüler sich recht schnell umstellen müssen, aber dafür sinds junge Leute. Das können junge Leute hervorragend. Ich kenne Keinen, der damit nen Problem hat.“

In Sachsen haben Lehrer und Schüler keine Probleme mit 12 Jahren Abitur. Sie kennen es auch gar nicht anders. Aber Lernstress kennen Sie auch. Doch den bringen Prüfungen immer mit sich. Völlig entkräftet sind die Schüler in Sachsen dennoch nicht. Vielleicht auch, weil sie nichts anderes kennen. (un)

Foto:BSK (www.sxc.hu)

Hören Sie hier den Beitrag von Josephine Koch

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