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Projekt zur psychischen Entwicklung von Vorschulkindern

Donnerstag, 04. Februar 2010

Wenn ein kleines Mädchen die lang ersehnte Barbiepuppe bekommt, ist sie das glücklichste Kind der Welt. Wird ihr diese von einem frechen Jungen weggenommen, ist sie das traurigste. Doch geht nicht jeder Kummer wieder vorbei. Die Uni-Klinik Leipzig untersucht nun die psychische Entwicklung von Vorschulkindern.

Nicht immer sind Kinder so sorglos, wie es scheint. (Foto: S.Wolff)
Vorbeugen macht Sinn

Psychische Krankheiten, wie das Burn-Out-Syndrom und Depressionen treten besonders bei Erwachsenen immer häufiger auf. Oft sind Anzeichen dafür schon sehr früh zu erkennen, werden jedoch übersehen. Daher hat die medizinische Fakultät des Universitätsklinikums Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Kai von Kitzling mit Unterstützung der Stadt das Projekt gestartet. Bis zu 3000 Eltern und ihre Kinder von drei bis fünf Jahren sollen angesprochen werden. Seit Sommer 2009 wurden ungefähr 500 Familien befragt.

Fröhlicher Kasperle statt gruseliger Doktor

Bisher gab es vor allem Studien, bei denen Eltern zu der Befindlichkeit ihrer Kinder befragt wurden. Zwar bekommen auch die Eltern wieder einen Fragebogen, doch können nun die Kinder selbst einmal frei über alles reden, was ihnen auf den Herzen liegt. Doch ist dies nicht einfach, da ein Gespräch ohne etwas Buntes und Spielerisches für die Kleinen wohl eher als langweilig angesehen wird. „Es muss irgendwie kindgerecht sein, muss Spaß machen. Also gibt’s dann zwei Puppen, die das Gespräch führen“, erklärte Projektleiterin Sandra Fuchs. „Die eine Puppe sagt dann: ‚Ich bin immer ganz traurig, wenn Mama weg ist.’ Und die andere sagt was anderes. Und das Kind kann sich mit einer Puppe identifizieren“, führte sie weiter aus.

Ergebnisse sollen Ideen liefern

Im spielerischen Gespräch werden so vor allem die Einstellungen und kognitiven Eigenschaften der Kinder deutlich. Dies ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht wertvoll. „Die Ergebnisse sollen beispielsweise in die Alltagsarbeit von Kindertageseinrichtungen fließen“, erläuterte Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Dort könnten mit Hilfe des Projektes gezielte Maßnahmen an verschiedensten Stellen vorgenommen werden. (Sarah Wolff)  


Hören Sie hier den Beitrag von Dominik Steiner:

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