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Jetzt hat Tillich die Wahl - schwarz-rot oder schwarz-gelb

Sonntag, 30. August 2009

Nach dem Auszählen der Stimmen bei der Landtagswahl zeichnet sich ein Koalitionswechsel ab. Die CDU bleibt mit 40,2% stärkste Fraktion im Sächsischen Landtag. Die Linke erreicht 20,6%, die SPD 10,4%. Den stärksten Zuwachs verzeichnet die FDP mit 10%. Damit wird eine schwarz-gelbe Koalition in Sachsen wahrscheinlich. Der rechtsextremen NPD gelang mit 5,8% der Wiedereinzug in das Landesparlament.

Bald gemeinsam in einer Koalition? Holger Zastrow (FDP) und Stanislaw Tillich (CDU)
(Foto: Felix Hügel)
Vorläufiges Endergebnis der Sächsischen Landtagswahl 2009
Ergebnisse der Sächsischen Landtagswahlen 2004/2009 im Vergleich
Gewinne und Verluste der Parteien
Sitzverteilung im Sächsischen Landtag (Grafiken: J. Iven)
Koalitionswechsel zeichnet sich ab

Nach dem vorläufigen Endergebnis hat die CDU mit 40,2% der Stimmen die Sächsischen Landtagswahlen gewonnen. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl verlor die Union knapp einen Prozentpunkt. Zweitstärkste Partei wurde wie vor fünf Jahren die Linke mit 20,3%, die drei Prozentpunkte einbüßte. Die SPD erreichte bei minimalem Stimmenzuwachs 10,4%. Die FDP konnte ihren Stimmenanteil von 5,9% auf 10,0% fast verdoppeln. Damit wird eine schwarz-gelbe Koalition wahrscheinlich. Die Grünen steigerten sich von 5,9% auf 6,4%. Die rechtsextreme NPD könnte mit knapp 5,8% zum zweiten Mal in Folge in den Sächsischen Landtag einziehen, verlor im Vergleich zur letzten Landtagswahl aber fast die Hälfte ihres Stimmenanteils.

Die CDU konnte in 58 der 60 sächsischen Wahlkreise die Mehrheit gewinnen. Die Linke gewann jeweils einen Wahlkreis in Leipzig und in Chemnitz. Die Wahlbeteiligung war mit 52,2% geringer als bei der vergangenen  Landtagswahl (54,5%). Bereits am Nachmittag hatte sich eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet.

Reaktionen der Parteien

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich dankte den Sachsen für das Vertrauen, dass die Wähler der Union und ihm entgegengebracht hätten. "Die Sachsen haben klug gewählt", so Tillich. "Sie haben uns die Regierungsverantwortung für die nächsten fünf Jahre übertragen. Ich nehme diese Verantwortung in Dankbarkeit und Respekt vor dem Wählerwillen an."

Die Landeschefin der Linken Cornelia Ernst sagte am Wahlabend: "Wir haben uns mehr erhofft. Aber die Linke ist wieder zweitstärkste Kraft, das können wir feiern." Mehr erhofft hatten sich auch die Sozialdemokraten. "Wir wollten zulegen", sagte Dirk Panter, Generalsekretär der SPD. "Das ist uns leider nicht gelungen." Die SPD werde aber weiter positiv in die Zukunft blicken und versuchen, aus Fehlern zu lernen.

Zufrieden mit dem Wahlergebnis war hingegen FDP-Landeschef Holger Zastrow. "Die Sachsen wollen, dass wir mit der CDU eine Regierung bilden", so Zastrow. "Und ich denke, der Ministerpräsident wird dieses Votum ernst nehmen."  (as/ji)

Hören Sie hier den Beitrag von Thomas Otto:

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