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Konzert, französische Freiheit und ein tyrannischer Diktator. Der Abend in Leipzig.
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Fischsterben in der Pleiße
Am Mittwoch hat die Naturschutzwoche begonnen. Und in der Hinsicht gibt es in Leipzig einiges zu tun. Die Stadt ist vom Bergbau gebeutelt, was sich auch an der Pleiße widerspiegelt. Der Fluss ist braun und dreckig vom Eisen aus ehemaligen Tagebaugebieten. Für die Pleiße ist es jedoch noch nicht zu spät.
nicht IM Wasser leben
Sauber ist anders
Sie macht einen traurigen Eindruck – die Pleiße. Bräunlich schlängelt sie sich durch den Leipziger Süden. Kleine Schaumkronen schwimmmen auf dem Fluss. Die Angler, die sich heute am Ufer niedergelassen haben, können schon lange nicht mehr bis auf den Grund sehen. Denn der Fluss ist verschmutzt – auf seinem Weg nach Leipzig fließt er durch ehemalige Tagebaue und nimmt dort zu viel Eisen auf. Die Angler befürchten deshalb, dass ihnen bald nicht mehr viel zum Angeln übrig bleibt.
Arten sterben aus
15 verschiedene Fischarten schwimmen in der Pleiße. Wasserproben zeigten: Am Tag fließen zweieinhalb Tonnen Eisen ins Wasser. Eine große Bedrohung für die Fische. Jetzt sollen Fanggräben entlang der Pleiße das eisenbelastete Wasser auffangen. Außerdem sollen in einem weiteren Projekt Pflanzen auf den Kippengebieten angesiedelt werden. Die haben einen hohen Wasserverbrauch, so dass das Niederschlagswasser nicht mehr in den Untergrund kommt. Andere Projekte sollen noch folgen.
Anwohnern ist es egal
Während sich Angler und Behörden um den Fluss und seine Fische sorgen, sind die Leipziger Spaziergänger eher ruhig. Zu nah ist die Erinnerung an die Pleiße vor der Wende. Damals litt der Fluss unter den beiden Industriegebieten am oberen und unteren Flußverlauf. Auch wenn die Leipziger die dreckige Pleiße nicht stört – bedroht ist sie auf jeden Fall. Denn Eisen ist zwar ein natürlicher Stoff – zu viel schädigt aber die Ökologie des Flusses und damit das gesamte Ökosystem. Und auch mit menschlicher Hilfe wird die Pleiße wohl noch Jahre unter der Eisenbelastung zu leiden haben. (dt)
Foto: Anna Schürmann
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