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Angriff auf Polizei vor Leipziger NPD-Büro

Montag, 22. Dezember 2008

Das Lindenauer NPD-Büro ist in den letzten Wochen immer wieder Ziel von Protestaktionen gewesen. Am Wochenende kam es vor dem so genannten "Bürgerbüro" nun zu einem Angriff auf Polizisten. Mutmaßliche Täter sind Partygäste einer Feier der NPD.

Das NPD-Büro in Lindenau sorgt immer wieder für Wirbel.
(Foto: Tom Gräbe)
Eine Feier im NPD-Büro eskaliert

In der Nacht vom 20.12 auf den 21.12.08 ging die Polizei nach eigenen Angaben gegen 22 Uhr zunächst einer Beschwerde wegen Ruhestörung auf dem Gelände des NPD-Büros in der Odermannstraße nach. Um drei Uhr griffen jugendliche Gäste der Feier Passanten vor dem Büro an. Als die Polizei einschritt, wurde sie selbst mit Flaschen, Reizgas und Feuerwerkskörpern attackiert und musste Verstärkung anfordern. 

Odermannstraße für mehrere Stunden gesperrt

Mehreren Dutzend Bereitschaftspolizisten gelang es, sich Zutritt zum Gelände des NPD-Büros zu verschaffen, die Angriffe zu beenden und die Personalien von 46 Anwesenden aufzunehmen. Vier Partygäste müssen sich im Rahmen der Vorfälle nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beleidigung verantworten. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen durch Reizgas. Die Odermannstraße musste während des Einsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden.

Stadtverwaltung will Gesicht gegen Bürgerbüro zeigen

Odnungsdezernent Heiko Rosenthal äußerte gegenüber mephisto 97.6 seine Betroffenheit über die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, die vom NPD-Büro ausgehe. Die Polizei habe jedoch ein abgestimmtes Einsatzkonzept entwickelt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. "Die Stadt Leipzig zeigt bei Protestveranstaltungen Gesicht gegen das sogenannte Bürgerbüro und ist bemüht, alle rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen", so Rosenthal weiter.

Redakteur Tino Dallmann fasst die Ereignisse des letzten Wochenendes vor dem NPD-Büro zusammen. (ji)

Hören Sie hier ein Gespräch zwischen Moderatorin Juliane Stansch und Redakteur Tino Dallmann und das Interview mit Ordnungsdezernent Heiko Rosenthal

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