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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 9. Februar 2012

Touristen und Bewohner halten die Leipziger Innenstadt für attraktiv.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Besucherattraktivität der Stadt Leipzig. Ob zum Einkaufen, Bummeln oder essen gehen - 86 Prozent der Besucher fühlen sich wohl in der Innenstadt. Die Wissenschaftler stellten außerdem einen stark zunehmenden Städtetourismus fest. Fast jeder dritte ausgegebene Euro stammt von Einkäufern, die nicht aus Leipzig kommen. Insgesamt gibt jeder Einkäufer im Schnitt rund 80 Euro aus, samstags sind es sogar 103 Euro. In der Studie wurden Vergleiche mit den Städten Nürnberg und Bremen gezogen. Leipzig liegt dabei zwar voll im Trend, es gebe aber durchaus noch Entwicklungspotentiale. Die Studie wurde in Auftrag gegeben vom Investor der Höfe am Brühl.

Die Stadtwerke erhöhen ab April ihre Strompreise.

Wie das Unternehmen mitteilte, müssen Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 1800 Kilowattstunden etwa einen Euro mehr pro Monat zahlen. Das betreffe alle Kunden, mit denen keine Preisstabilität vereinbart wurde, also rund 90 Prozent. Grund für die Erhöhung seien unter anderem gestiegene Netzentgelte.

Nach dem Tötungsverbrechen in der vergangenen Woche hat die Staatsanwaltschaft jetzt Haftbefehl erlassen.

Nach eigenen Angaben wird zwei Männern und einer Frau gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Sie sollen einen 42-Jährigen bei einem Streit erstochen haben. Das Opfer wurde in einem Container gefunden. Gestern hatte sich einer der Tatverdächtigen bei der Polizei gemeldet.

Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest.

Nach eigenen Angaben hat die Jury jeweils fünf Autoren in drei Themengebieten nominiert. Dazu zählen das Sachbuch, die Übersetzung und die Belletristik. In der Belletristik nannte die Jury unter anderem den Autor und Philosophen Jens Sparschuh und den Schriftsteller und Maler Wolfgang Herrndorf. Herrndorf war bereits im vergangenen Jahr nominiert. Gewonnen hatte aber der österreichische Jungautor Clemens Setz. Der Buchpreis ist jeweils mit 15.000 Euro dotiert. Er wird Mitte März verliehen.

Eine 23-jährige ist nach einem Autounfall gestorben.

Wie die Polizei mitteilte, ist die Frau gestern mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Sie verstarb im Krankenhaus. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Der Hergang soll nun rekonstruiert werden.

Rund 50.500 Passagiere sind im vergangenen Jahr schwarzgefahren.

Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilten, entspricht das einer Quote von 1,5 Prozent. Im Jahr 2010 seien es rund 7.000 weniger gewesen. Das lag der LVB zufolge aber daran, dass weniger kontrolliert wurde. Insgesamt habe die LVB durch die Schwarzfahrer Verluste von rund zwei Millionen Euro eingebüßt. Wer beim Schwarzfahren erwischt wird, muss 40 Euro und den Fahrpreis zahlen.

Der Rückrundenauftakt zwischen Rasenballsport Leipzig und der zweiten Mannschaft des Hamburger SV ist unsicher.

Wie der Verein mitteilte, wird morgen Vormittag entschieden, ob das Auswärtsspiel am Sonntag stattfinden kann. Daniel Kresin vom Fußballverband Stadt Leipzig sagte, bei der Entscheidung würden Temperatur und Platzbeschaffenheit berücksichtigt. Wenn es bereits rasenfreie Stellen auf dem Platz gebe, entstünden bei Frost harte Löcher. Dann bestehe Verletzungsgefahr und es sollte nicht gespielt werden. Für den 19. Spieltag in der Regionalliga Nord wurden bereits vier Spiele abgesagt. Unter anderem die Begegnung zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem VFC Plauen.

 

Frühnachrichten

Sozialbürgermeister Thomas Fabian hat die sächsische Landesregierung wegen der Kindertagesbetreuung kritisiert.

Grund dafür sind die geringen Zuschüsse des Landes. Laut der Landesdirektion stellt Sachsen der Stadt in diesem Jahr knapp 55 Millionen Euro für die Kindertagesstätten zur Verfügung. Das sei die gesetzlich festgelegte Finanzhilfe. Die reiche jedoch nicht aus. Voraussichtlich müsse Leipzig trotzdem noch mehr als 100 Millionen Euro selber tragen, so Fabian. In den vergangenen Jahren sei der Eigenanteil der Stadt stetig gestiegen. Der Zuschuss vom Land habe sich dagegen seit sieben Jahren nicht verändert. Fabian fordert nun eine Erhöhung der gesetzlich festgelegten Finanzhilfe des Landes.

Oberbürgermeister Burkhard Jung hält den Einsatz von Überwachungskameras für unverzichtbar.

Im Interview mit mephisto 97.6 sagte Jung, vor allem die Kamera am Connewitzer Kreuz sei hilfreich, um dort die Kriminalität zu senken. Ein anderes Beispiel sei die Kamera in der Gottschedstraße. Dort befinde sich das Mahnmal der großen Synagoge. Die Kamera sei ein wichtiges Hilfsmittel, um einen solchen Platz zu sichern. So sollen vor allem rechtsextreme Übergriffe auf einen solchen Platz verhindert werden. Natürlich griffen solche Kameras in die Privatsphäre der Bürger ein. Aber die Daten würden nicht genutzt, um an private Informationen zu gelangen. Darauf achte die Stadt gemeinsam mit der Polizei. In Leipzig gibt es sachsenweit die meisten Überwachungskameras. Von insgesamt sechs öffentlich überwachten Plätzen in Sachsen sind fünf in Leipzig.

In Leipzig stehen zurzeit rund 34.000 Wohnungen leer.

Das sind knapp elf Prozent aller Wohnungen. Nach Angaben von vier Leipziger Wohnungsgenossenschaften ist ein Grund für den Leerstand fehlendes Geld. Für Investitionen fehlten mehr als 15 Millionen Euro. Die Berichte über positive Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt seien auf wenige Stadtteile beschränkt. Sie seien nicht repräsentativ für den gesamten Leipziger Wohnungsmarkt.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst lädt am Abend zu ihrem traditionellen Rundgang ein.

Wie die Hochschule mitteilte, stellen Studenten, Diplomanden und Meisterschüler ihre Arbeiten vor. Darunter Videoinstallationen, Kunstleinwände und Fotografien. Neben den Ausstellungen werden im Lichthof Entwürfe für eine Kunsthochschule im Jahr 2020 vorgestellt. Dazu haben Studenten Konzepte ausgearbeitet, wie die Hochschule trotz Kürzungen Geld verdienen kann.