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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 1. Februar 2012

Der Konzern Nokia Siemens Networks (NSN) will seinen Leipziger Standort schließen.

NSN-Sprecherin, Jozefa Terloo, sagte, die 170 Mitarbeiter in Leipzig könnten bei der Umstrukturierung des Unternehmens wohl nicht länger gehalten werden. Die Schließung in Leipzig sei notwendig, weil der Standort nicht die notwendigen Kriterien erfülle. Leipzig hätte einerseits nicht die notwendige Kundennähe aufzuweisen und wäre andererseits auch nicht in der Forschung und Entwicklung der Mobile-Broadband-Technologie tätig. Das Unternehmen werde dennoch mit den Mitarbeitern verhandeln. Die Schließung sei für Ende des Jahres geplant. Ingesamt wolle der Konzern in Deutschland 30 der 35 Standorte schließen und rund 3.000 Arbeiter entlassen. Bereit im November vergangen Jahres hatte NSN angekündigt, weltweit 17.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kritisiert den Winterdienst der Stadt.

Dem Verein zufolge werden die Radwege in Leipzig nicht geräumt. Dennoch bestehe für Radfahrer die Pflicht, die Radwege zu benutzen. Alexander John vom ADFC sagte, das sei derzeit aber gar nicht möglich. Dies sei auch gut auf dem Weg durch die Stadt zu erkennen, wo der Schnee immer auf den Radverkehrswegen platziert wird - getreu dem Motto: Es fährt im Winter keiner Rad. Das sei aber eigentlich nicht die Zielstellung der Stadt Leipzig. Sie wolle den Alltagsradverkehr ganzjährig ermöglichen und müsse jetzt dementsprechend handeln und Radverkehrsanlagen auch im Winter benutzbar machen. Wenn es der Winterdienst nicht schaffe die Radwege zu räumen, müsse den Radfahrern wenigstens erlaubt werden, auf den geräumten Straßen zu fahren. Die Stadtreinigung war für eine Stellungnahme zum Thema nicht zu erreichen. Insgesamt gebe es in Leipzig rund 300 Kilometer Radwege. Zwei Drittel davon müssen von der Stadt geräumt werden.

Der Untersuchungsausschuss zur sächsischen Korruptionsaffäre hat den ehemaligen Chef des Verfassungsschutzes als Zeugen gehört.

Im Landtag erklärte Rainer Stock heute, der Verfassungsschutz habe nur dürftige Erkenntnisse über die Organisierte Kriminalität gehabt. Deshalb habe man auch keinen Anlass gesehen, Fälle an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Der Verfassungsschutz hätte noch bis zu zwei Jahren gebraucht, um die gesammelten Informationen auch auszuwerten. Der Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit vermeintlichen Netzwerken organisierter Kriminalität in Sachsen in den 90er Jahren. Dabei sollen in Leipzig unter anderem Fördergelder veruntreut worden sein. Über den so genannten „Sachsensumpf“ berichteten Medien 2007 unter Berufung auf Akten des sächsischen Verfassungsschutzes.

Die Leipziger Polizei hat für dieses Jahr wieder Großkontrollen angekündigt.

Wie die Polizei mitteilte, soll dadurch vor allem die Straßen- und Drogenkriminalität bekämpft werden. Ziel sei es, den Verfolgungsdruck auf Kriminelle zu erhöhen. Gestern fand die erste Schwerpunktkontrolle dieser Art statt. Dabei kam es zu mehreren Festnahmen. Insgesamt seien mehr als 100 Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden. Bereits im vergangenen Jahr wurden mehrere solcher Großkontrollen in Leipzig durchgeführt.

Nach dem erneuten Fund eines Leichenteiles am Leipziger Elsterflutbecken ist der Knochen identifiziert.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um den Oberschenkelknochen des getöteten 23-Jährigen. Das habe eine DNA-Analyse ergeben. Die Hintergründe des Verbrechens an dem jungen Mann bleiben weiterhin ungeklärt. Bereits im November vergangenen Jahres waren die Arme und der Torso des Leipzigers am Ufer des Elsterflutbeckens gefunden worden.

Eine Kommission aus Experten soll über die sächsischen UNESCO-Weltkulturerbe-Kandidaten entscheiden.

Wie das Innenministerium mitteilte, werden aus den zehn Bewerbern bis zum Sommer zwei ausgewählt. Die werden dann für die gesamtdeutsche Vorschlagsliste eingereicht. Die Entscheidung wird ein Gremium aus Politikern, Wissenschaftlern und Denkmalschützern treffen. Unter den Bewerbern sind neben dem Leipziger Projekt "Notenspur" auch die Gartenstadt Hellerau in Dresden, das Textilmuseum Crimmitschau und der Versteinerte Wald in Chemnitz.

Die irische Fluggesellschaft Ryanair fliegt künftig ab Flughafen Leipzig/Halle nach Sizilien.

Das teilte die Airline am Mittwoch mit. Demnach werde ab Mitte Mai die Stadt Trapani im Westen der Insel angesteuert. Nach Sizilien werde es dann zweimal wöchentlich, immer montags und freitags, gehen. Die italienische Insel ist damit das sechste Flugziel, das Ryanair vom Flughafen Leipzig/Halle aus anfliegt. Auf dem Flugplan stehen unter anderem auch Verbindungen nach London, Malaga und Mailand-Bergamo.

Die Sporthalle der Neuen Nikolaischule soll saniert werden.

Wie die Stadt mitteilte, kann die Halle aufgrund von Baumängeln momentan nicht genutzt werden. Die Sanierung soll im Sommer beginnen. Geplant sei unter anderem, den Boden und die Decke zu erneuern und einen Geräteraum zu bauen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres dauern. Die Sanierung kostet rund 710.000 Euro.

Die Handballfrauen vom HCL treten gegen den FHC Frankfurt/Oder an.

Die Teams treffen heute im Achtelfinale um den Deutschen Handball-Pokal aufeinander. Beide Mannschaften spielen in der ersten Handball-Bundesliga. Die HCL-Damen stehen dort zurzeit auf Platz zwei, die Frankfurterinnen auf Platz sieben.

 

Frühnachrichten

In Sachsen sollen die Mietpreise steigen.

Dem Sprecher des Mieterbundes Sachsen, Matthias Wagner, zufolge, liegt das unter anderem an den steigenden Nebenkosten. Dazu zählen unter anderem die Gebühren für die Müllabfuhr und für die Energieversorgung. Während Mieter im vergangenen Jahr noch durchschnittlich zwei Euro dreißig pro Quadratmeter zahlen mussten, müsse in diesem Jahr mit einer Erhöhung um rund zehn Cent gerechnet werden, so Wagner. Der Trend wäre nur abzuwenden, wenn ein ausreichendes Angebot an Wohnraum in allen Preiskategorien zur Verfügung stehe. In Sachsengebe es aber momentan einen Trend, der dem eher entgegenwirke. In Großstädten wie Leipzig stünden immer weniger Wohnungen zur Verfügung. Auch deshalb müsse mit einem Anstieg der Kosten gerechnet werden. Der Mieterbund Sachsen vereint insgesamt 15 sächsische Vereine, darunter den Mieterverein Leipzig.

Die Stadt will einen weiteren Teil der Oper sanieren.

Nach eigenen Angaben handelt es sich um die östliche Fassade und Terrasse. Die Sanierung sei notwendig, da herabfallende Fassadenelemente die Passanten gefährden könnten. Die Arbeiten sind von April bis September geplant. Die Sanierung ist Teil des Bauvorhabens „Leipzig-Innenstadt“, das von Bund und Land gefördert wird. Bereits vor neun Jahren wurde schrittweise damit begonnen, die Fassade der Oper zu erneuern.

Eine Zigarettenglut hat in der Nacht in einem Plattenbau in Grünau einen Brand entfacht.

Wie die Polizei mitteilte, standen der Balkon einer Wohnung und Teile des Dachs in Flammen. Vermutlich soll eine herumfliegende Zigarettenglut mehrere Gegenstände auf dem Balkon entzündet haben. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens werde noch ermittelt.

Das Hospiz „Villa Auguste“ begeht mit einem Festakt sein zehnjähriges Bestehen.

Nach eigenen Angaben wird es am Mittag in der Kapelle des Sankt Elisabeth-Krankenhauses einen Festgottesdienst geben. Die Villa habe bisher rund 1.700 Patienten aufgenommen. Um die schwer kranken Menschen kümmern sich etwa 35 hauptamtliche und zehn ehrenamtliche Mitarbeiter. Das Hospiz im Leipziger Osten ist das Einzige in Sachsen, das aus einer Bürgerbewegung entstanden ist.

Rasenballsport Leipzig hat einen neuen Abwehrspieler.

Wie der Verein mitteilte, wird Niklas Hoheneder bis Juni 2013 auf dem Spielfeld stehen. Der 25-Jährige spielte zuletzt beim Zweitligisten Karlsruher SC. Hohenender ist damit der dritte Neuzugang in der Winterpause. Am Montag hatte der Verein verkündet, Roman Wallner als neuen Stürmer einzusetzen.

Am Abend spielt der Handballclub Leipzig gegen den Frankfurter HC.

Das Derby findet in der Arena Leipzig statt. Es ist das Achtelfinale um den DHB-Pokal. Erst am Wochenende musste der HCL eine Niederlage gegen Bad Wildungen einstecken.