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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 31. März 2011

Die Entscheidung im Wettbewerb um die Gestaltung der Fläche des ehemaligen Bayrischen Bahnhofs ist gefallen.

Nach Angaben der Stadt werden das Architekturbüro „Jörg Wessendorf Architekt“ und das Landschaftsarchitektur-„Atelier Loidl“ aus Berlin die Gestaltung übernehmen. Insgesamt hatten sich 90 Büros für die Teilnahme an dem Wettbewerb beworben. Rund 20 davon durften ihre Entwürfe vorstellen. Das 40 Hektar große, brachliegende Areal des ehemaligen Bayrischen Bahnhofs soll neu gestaltet werden. Geplant ist ein grünes Viertel in Form eines Stadteilparks. Durch neue Radwege und eine anspruchsvolle, städtebauliche Lösung soll der Leipziger Südosten weiter entwickelt werden. Die Architekturbüros werden das Gebiet in unmittelbarer Nähe zum City- Tunnel und einer zukünftigen Anbindung an das S-Bahnnetz sinnvoll in die Stadt integrieren.

 

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) will noch bis Samstag streiken.

Der GDL zufolge sei der Grund für den Streik die Uneinigkeit bei den Arbeitszeiten und Gehältern zwischen der Gewerkschaft und den Privatbahnen. Wie Jörg Puchmüller von der Mitteldeutschen Regiobahn sagte, bemühe sich das Unternehmen aber bereits um eine Lösung im Tarifstreit. Sie seien bereit ihren Mitarbeitern faire Löhne zu zahlen und führten Gespräche, um ihre Mitarbeiter zufrieden zu stellen. Es gäbe auch schon Angebote und speziell in Leipzig werde bereits mit außertariflichen Zulagen gearbeitet. Der Streik werde nur geringe Auswirkungen für die Kunden haben. Am Morgen seien die Strecken zwischen Leipzig, Borna und Geithain sowie Leipzig und Torgau vom Streik betroffen gewesen. Dort sei Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.

In Leipzig leben die meisten Menschen mit einer HIV-Infektion in Ostdeutschland.

Laut dem Leipziger Infektiologen Bernhard Ruf sind derzeit 400 Patienten wegen des Immunschwächevirus in Behandlung. Insgesamt sei die Zahl der Neuinfektionen im vergangen Jahr gestiegen. Nach Schätzungen der Aidshilfe Leipzig seien insgesamt 700 Menschen infiziert. Die Therapie für HIV-Infizierte sei in den vergangen Jahren immer weiter verbessert worden. Das habe laut Ruf aber dazu geführt, dass Risikogruppen sorgloser mit den Gefahren von HIV umgingen.

Der Rennbahnsteg im Clara-Zetkin-Park musste kurzfristig gesperrt werden

Wie die Stadt mitteilte, ist das aus Gründen der Bausicherheit notwendig geworden. Im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung der Brücke seien schwere Schäden im Holz des Brückenbelags gefunden worden. Diese seien aber auf den ersten Blick von außen nicht erkennbar.

Die ersten geretteten Kunstwerke aus der gesprengten Paulinerkirche sind restauriert.

Wie die Kustodie mitteilte, ist das erste komplett restaurierte Epitaph aus dem 17. Jahrhundert präsentiert worden. Das spezielle Kirchenkunstwerk wird im Andachtsraum des Paulinums auf dem neu gebauten Campus der Universität zu sehen sein. Insgesamt kommen 25 dieser Denkmäler in das Paulinum. Unterstützt wird deren Restauration von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz und Sponsoren. Sie wird von Studenten aus Dresden übernommen.

Vertreter aus vierzig deutschen und französischen Partnerstädten treffen sich in Leipzig.

Wie das Institut francais d`Allemagne mitteilte, wird auf dem Arbeitstreffen über die Sprachkooperation der 20 deutschen und 20 französischen Städte diskutiert. Die Teilnehmer haben sich zum Ziel gesetzt ein Netzwerk aufzubauen und sich bei verschiedenen Projekten zu unterstützen. Im Zuge dieser Zusammenarbeit sollen zweihundert Zweisprachige Kindergärten eröffnet werden.

Wissenschaftler der Universität Leipzig untersuchen eine neue Methode zur Verwertung von Klärschlamm

Nach Angaben des Insituts für Bakteriologie handle es sich dabei um die so genannte Terra-Preta-Technologie. Als Terra-Preta wird die Schwarzerde bezeichnet, die ursprünglich aus dem Amazonasbecken stammt. Sie soll den Schlamm aus Kläranlagen reinigen und wieder aufbereiten. Die Universität arbeitet dazu für die nächsten zwei Jahre mit dem Bildungs- und Demonstrationszentrum für die dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ) zusammen. Gemeinsam sollen die von der EU geforderten natürlichen Wege der Klärschlammverwertung umgesetzt werden.

Der Rekord-Jackpot lockt Leipziger Lottospieler an.

Nach Angaben von Sachsenlotto haben alle Spieler am Samstag die Chance den Jackpot mit rund 24 Millionen Euro zu knacken. Deshalb rechneten die Lotto- Annahmestellen mit 30% mehr Spieleinsätzen. Seit Februar hat kein Spieler die sechs richtigen Zahlen getippt.

 

Frühnachrichten

Seit drei Uhr morgens bestreikt die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) Züge der Bahnkonkurrenten.

Wie die Mitteldeutsche Regiobahn mitteilte, fahren momentan 30 Prozent der Züge nicht. Ausgefallen ist unter anderem die Linie 5 Richtung Flughafen Leipzig/Halle. Für die betroffenen Pendler wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Grund für den erneuten Streik seien Uneinigkeiten zwischen der GDL und den Privatbahnen. Der stellvertretende Vorsitzende der GDL Sachsen, Klaus-Peter Schölzke, sagte, die Bahnkonkurrenten hätten einen Branchentarifvertrag mit der Eisenbahner-Verkehrs-Gesellschaft (EVG) abgeschlossen. Die GDL akzeptiere den abgeschlossenen Tarifvertrag zwischen den Bahnkonkurrenten und der EVG aber nicht. Drei Viertel der Lokomotivführer seien nicht in der EVG, sondern in der GDL organisiert. In dem Branchentarifvertrag sei auch kein Betreiberwechsel geregelt worden. Dadurch wären die Lokomotivführer nach Auslaufen der Verträge arbeitslos. Die GDL akzeptiere die ungeregelten Arbeitszeiten nicht. Aus diesem Grund werde die Gewerkschaft alles daran setzen, die Lokomotivführer weiter vor Arbeitslosigkeit und geringeren Entgelten zu schützen. Deswegen sei auch in den kommenden Wochen mit weiteren Streiks zu rechnen.

Die Abfallfirma Biotec in Pohritzsch darf ab morgen keine Giftstoffe mehr annehmen.

Das teilte das sächsische Umweltministerium mit. Es wird vermutet, dass die Firma die Giftstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt hat. Das Unternehmen Biotec soll giftige Industrieabfälle falsch deklariert und an andere Deponien geschickt haben. Die sollen daraufhin den giftigen Müll auf normalen Deponien gelagert haben. Deswegen durchsuchte das Landeskriminalamt die Firma bereits am 10. März. Noch Anfang März hatten sowohl das Unternehmen als auch der Landkreis Nordsachsen bestritten, dass für Bewohner und Umwelt eine Gefahr von dem Abfall ausgehe. Ende März bestätigte jedoch der Landkreis, dass die zulässigen Werte für Blei, Chrom und Nickel um ein Vielfaches übersschritten wurden. Die Landtagsfraktion der Grünen vermutet hingegen, dass bereits seit Bestehen der Anlage giftige Stoffe in die Umgebung abgegeben wurden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen die beiden Biotec-Geschäftsführer.

Die Arbeitslosenzahl in Leipzig ist leicht gesunken.

Nach Angaben des Jobcenters waren im März etwa 36.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 1.700 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im März 13,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 14,7 Prozent. Grund für den Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei laut Jobcenter die gute konjunkturelle Entwicklung.

Die Reizgaswolke an der 56. Mittelschule in Leipzig ist von Schülern verursacht worden.

Nach Angaben der Polizei sind zwei Neuntklässler für die Attacke verantwortlich. Die beiden Jungen hatten die Reizgas-Flasche eines Mitschülers genommen. In der Pause entleerten sie dann die Patrone der Flasche. Nachdem eine Lehrerin das Reizgas bemerkt hatte, brachte sie die Schüler in Sicherheit. Betroffene Schüler und Lehrer wurden in Krankenhäuser gebracht. Viele klagten über Schwindel, Übelkeit und gereizte Atemwege. Bisher gibt es noch kein Motiv für die Tat der beiden Jungen. Die Polizei ermittelt weiter.

Das Sozialwarenhaus feiert heute sein einjähriges Bestehen.

Nach Angaben des Warenhauses stellen dazu im Laufe des Tages zahlreiche sozial engagierte Vereine ihre Tätigkeiten vor. In dem Warenhaus können sozial schwächer gestellte Menschen günstig Einrichtungsgegenstände kaufen. Das Angebot beinhalte unter anderem Hauselektronik, Wohnzimmereinrichtungen und Küchenmöbel. Die meisten Gegenstände werden von Privatpersonen gespendet. Träger des Warenhauses in der Eisenbahnstraße ist der Leipziger Verein für Resozialisierungs-Hilfe.

Das Klinikum St. Georg nimmt ab morgen eine neue Software zur Optimierung der Behandlungsabläufe in Betrieb.

Nach Angaben des Klinkums diene die Software zur besseren und schnelleren Behandlung der Patienten. Thomas Werchau, Geschäftsführer der St. Georg IT Gesellschaft erklärt, dass die Software vor allem den Patienten zugute käme. Mit dieser elektronischen Patientenakte könne man die Behandlungsabläufe besser verfolgen und planen. Außerdem könnten Wartezeiten verkürzt und Doppelbehandlungen vermieden werden. Die Software werde vom Klinikum selbst finanziert. Die Investiotion betrug 1,5 Millionen Euro. Für eine reibungslose Einführung waren in den vergangenen Monaten 1500 Mitarbeiter geschult worden.

Die Leipziger können den neugestalteten Spielhügel „Alte Salzstraße“ in Grünau erst frühestens Ende Mai nutzen.

Das Amt für Stadtgrün und Gewässer gab bekannt, dass der Spielhügel bereits gestern fertig gestellt wurde. Jedoch ist er noch nicht für Besucher freigegeben. Grund dafür ist der Rasen des Fußballfeldes. Er muss bis Ende Mai noch abgelaufen und zweimal gemäht werden. Außer dem Fußballfeld mit Sitzblöcken wurde auch der Bereich um die Tischtennisplatte saniert. Weiterhin wurden Wege angepasst und Bäume neu gepflanzt. Der Spielhügel war mit Geldern des Förderprogramms „Soziale Stadt – Leipzig-Grünau“ saniert worden.