Livestream

Geburtstag

Nachrichtenarchiv

Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke

Kontakt

Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de

Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Dienstag, 29. März 2011

Die Stadtreinigung leert viele Biomülltonnen nicht mehr.

Nach Angaben der Stadt ist der Grund, dass immer mehr Bürger Plastikmülltüten in die Tonnen werfen. Kunststoff ist für die Biotonne unverdaulich. Trotzdem werden immer häufiger Abfälle in die Tonnen geworfen, die nicht kompostiert werden können. Die Stadtreinigung lässt diese Biotonnen deswegen stehen. Der Bürger muss dann die Tonnen entweder selbst vom Kunststoff befreien oder sie gegen Aufpreis als Restmüll entsorgen lassen. Das kostet jedoch. So zahlt der Verbraucher für zwei 120 Liter-Mülltonnen, die als Restmüll entsorgt werden müssen, mehr als für seinen gesamten Bioabfall in einem Quartal. Müll zu trennen lohnt sich, nicht nur finanziell. Aus den Bioabfällen wird unter anderem Kompost hergestellt, der vielerorts den Kunstdünger überflüssig macht. Der Kompost kann beispielsweise auch im Garten und als Blumenerde verwendet werden.

Der Landessportbund Sachsen plädiert für eine tägliche Sportstunde an den Schulen.

Jochen Meyer vom Sportbund sagte, das Ziel sei, dass sich jedes Kind angemessen bewege. Deshalb würde der Landessportbund begrüßen, wenn jedes Kind pro Tag eine Stunde Sport machte. Er glaube nicht, dass das eine Überlastung wäre. Jedes Kind habe einen natürlichen Bewegungsdrang. Dem wolle es nachgehen. Dieser Bewegungsdrang – wenn er denn ausgelebt werde – würde die weitere sportliche Entwicklung begünstigen. Ein weiterer Punkt sei, dass ein gut gemachter Sportunterricht und ein engagierter Sportlehrer auch dazu beitragen können, die Begeisterung für den Sport an sich zu wecken. Der Landessportbund habe aber auf die Unterrichtsgestaltung keinen direkten Einfluss. Es sei ihnen auch bewusst, dass die tägliche Sportstunde ein Ideal sei. Die Schulen könnten aber beispielsweise bei der vorgeschriebenen dritten Sportstunde pro Woche ansetzen. Die werde noch nicht an allen Schulen durchgeführt.

Die Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag lädt für den Abend zu einer Klimakonferenz in Leipzig ein.

In der Alten Nikolaischule soll über Energieversorgung und Gebäudesanierung diskutiert werden. Grünen-Abgeordnete Gisela Kallenbach sagte, die Umweltarbeit müsse im Kleinen, also in den Kommunen beginnen. Auf der Konferenz werde beraten, was konkret für die Stadt getan werden könne. Leipzig habe bisher viele Chancen verpasst. Zum Beispiel, erneuerbare Energien zu nutzen. Man schaue sich nur die Neubauten der Stadt an – angefangen von der Arena über das Bildermuseum oder auch der Neubau der Universität. Dort vermisse sie schmerzlich, dass es nirgends eine Solaranlage gebe. Damit könnten die Betriebskosten langfristig gesenkt werden. Außerdem würde die Stadt so mit gutem Beispiel vorangehen und damit ein Signal für die Bevölkerung setzen.

Die malaysische Tigerin aus Halle ist nach ihrer Hüftoperation wieder vollständig genesen.

Nach Angaben der Leipziger Universitäts-Tierklinik zeigen die Röntgenbilder, dass die künstliche Hüfte stabil in die Knochen eingewachsen ist. Wie der Hallenser Zoo mitteilte, könne die Raubkatze nach einer fast dreimonatigen Ruhephase wieder in ihr gesichertes Außengehege entlassen werden. Das acht Jahre alte Tier war im Januar wegen Arthrose behandelt worden. Den Leipziger Tierärzten gelang mit der Hüftoperation weltweit der erste Eingriff dieser Art an einem Tiger.

Der historische Kontrabass der Thomaskirche wird restauriert.

Nach Angaben der Kirchgemeinde wird das aus der Zeit Johann Sebastian Bachs stammende Instrument in einer Werkstatt in Markneukirchen behandelt. Dort werden neue Stege und Griffbretter angefertigt, der Lack ausgebessert und der Bass mit neuen Saiten bezogen. Das Instrument stammt aus dem 18. Jahrhundert und befand sich bislang in einer Ausstellung der Thomaskirche. Die Kosten für die Restauration belaufen sich auf 1.600 Euro und werden von dem Verein der Thomaskirche übernommen.

 

Frühnachrichten

Die Mitteldeutsche Regiobahn rechnet mit weiteren Lokführerstreiks.

Wie das Unternehmen mitteilte, hat sich die Lokführergewerkschaft GDL bisher nicht an den Verhandlungen der sechs großen Privatbahnen beteiligt. Der Geschäftsführer der MRB, Dirk Bartels, sagte, die GDL stelle außerdem zum Teil unerfüllbare Forderungen. So fordere die GDL unter anderem eine Übernahme aller Mitarbeiter im Fall eines Betreiberwechsels. Die MRB könne aber in ihrem Tarifvertrag anderen Unternehmen nicht vorschreiben, keine Mitarbeiter zu entlassen. Eigene Lösungswege habe die GDL bisher nicht aufgezeigt. Aus diesem Grund rechne er in den kommenden Wochen mit weiteren Warnstreiks. Gestern war es wegen den Lokführerstreiks bei den Privatbahnen zu Einschränkungen im Schienenverkehr rund um Leipzig gekommen. Betroffen war unter anderem die Verbindung von Leipzig nach Borna.

Die Sächsische Aufbaubank wird trotz Protesten voraussichtlich nach Leipzig verlegt.

Die Regierung will mit dem Umzug vor allem sparen. Aber auch die Verwaltungsstrukturen sollen reduziert werden. Weniger begeistert von den Plänen die Sächsische Aufbaubank nach Leipzig zu verlegen sind aber die Mitarbeiter. Sie hatten den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich aufgefordert, den geplanten Umzug zu stoppen. Die Kosten dafür seien nicht absehbar und die Mitarbeiter müssten künftig von Dresden nach Leipzig pendeln. Jetzt sprach sich aber auch der Verwaltungsrat der Bank für die Umzugspläne aus. Leipzig würde demnach Hauptstandort der Bank, Dresden bliebe als weiterer Standort erhalten. Ob die SAB nach Leipzig umzieht wird im Mai endgültig entschieden. Dann stimmt der Landtag darüber ab. Die SAB ist die Förderbank des Landes Sachsen. Momentan beschäftigtt das Unternehmen rund 950 Mitarbeiter.

Die Kleingärtner haben in einem offenen Brief gegen den Wegfall der Garten-Patrouillen protestiert.

Der Brief richtete sich an die Stadt und an die Industrie- und Handelskammer. Darin warnt der Kreisverbands der Kleingärtner vor einem Anstieg der Straftaten in den Gartenanlagen. Bisher patrouillierten bis zu 150 Kontrolleure die Parzellen. Sie wurden durch AGH-Mittel des Jobcenters finanziert. Dadurch konnten die Straftaten in den Gärten in den vergangenen sieben Jahren um rund ein Drittel auf knapp 1.000 Delikte gesenkt werden. Durch die Mittelkürzungen beim Jobcenter sei eine Fortsetzung des Begehdienstes in den Kleingärten nun nicht mehr gesichert. In Leipzig gibt es knapp 300 Kleingärten mit rund 40.000 Parzellen.

Das Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (Life) will für eine Studie rund 10.000 Kinder untersuchen.

Sie sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet werden. Nach Angaben des Forschungszentrums sollen so Erkenntnisse über Zivilisationskrankheiten gewonnen werden. Dazu gehören beispielsweise Übergewicht, Zuckererkrankungen oder verschiedene Tumorer-krankungen. In einem ersten Schritt wird nun unter anderem das Blut und Lungenfunktion der Kinder untersucht. Außerdem werden sie zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Das Life-Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen finanziert.