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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 2. März 2011

Rasenballsport Leipzig darf sein Trainingszentrum am Cottaweg bauen.

Das hat der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Jetzt steht dem Bau des Trainingszentrums für den Regionalligisten RB Leipzig am Auenwald nichts mehr im Weg. Auf dem rund 90.000 Quadratmeter großen Gelände sollen künftig unter anderem sechs Fußballplätze und eine Tribüne entstehen. Der Verein will dafür knapp 30 Millionen Euro investieren. Im Vorfeld hatten verschiedene Umweltverbände gegen den Bau des Trainingszentrums protestiert, da sie einen Schaden für das Naturschutzgebiet am Auenwald fürchteten. RB Leipzig hatte sich daraufhin am Montag mit den Verbänden auf einen Kompromiss geeinigt. Zum Ausgleich für den Bau des Trainingszentrums sollen nun direkt am Cottaweg Bäume neu angepflanzt werden.

Im Landtag ist der Untersuchungsausschuss zum so genannten Sachsensumpf fortgesetzt worden.

Nach Angaben des Ausschusses wurden vor allem neue Beweise aufgenommen. Die Aufklärung des Sachsensumpfes hat eine neue Wende genommen. Es verdichte sich der Verdacht, dass auch Justizbehörden und das Landeskriminalamt über korrupte Netzwerke in Leipzig informiert gewesen seien. Bisher sei davon ausgegangen worden, dass nur der Verfassungsschutz von den illegalen Machenschaften gewusst habe. Dem Ausschuss zufolge habe die Regierung das als Argument genutzt die Affäre herunterzuspielen. So sei vom Übereifer einzelner Ermittler des Verfassungsschutzes die Rede gewesen, die den Fall aufbauschen wollten. Im Zentrum der Untersuchung zum Sachsensumpf stehen der Verkauf und die Sanierung der Riemannstraße 52. So soll das Objekt nicht nur wesentlich zu günstig verkauft worden sein, sondern auch Betrug bei der Fördermittelvergabe begangen worden sein.

Im Fall des tödlichen Unfalls in der Baugrube am Brühl ist der Grabungsleiter verurteilt worden.

Das Amtgericht hat ihn wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Gegen ihn wurde eine Verwarnung mit Vorbehalt verhängt. Der Grabungsleiter darf sich künftig nichts mehr zu schulden kommen lassen, sonst muss er 90 Tagessätze zu je 50 Euro zahlen. Zusätzlich zu der Bewährungsstafe muss er 1.000 Euro an die Opferhilfe zahlen. Bei archäologischen Grabungen am Bildermuseum war im April eine zwei Meter hohe Mauer umgekippt. Eine 56 Jahre alte Frau wurde unter ihr begraben und dabei getötet.

Leipziger Studenten erhalten künftig nur noch einen einmaligen Zuzugsbonus von der Stadt.

Demnach sollen Studenten, die ihren Hauptwohnsitz in Leipzig anmelden, eine Zahlung in Höhe von 150 Euro erhalten. Bisher lag der Bonus bei 49 Euro pro Semester. Mit der Umstellung auf eine einmalige Zahlung kann die Stadt jährlich rund 265.000 Euro einsparen. Der Zuzugsbonus soll einen Anreiz für Studenten darstellen, ihren Hauptwohnsitz nach Leipzig zu verlegen. Je mehr Einwohner mit Erstwohnsitz die Stadt hat, desto höhere Zuwendungen bekommt sie vom Land.

Die Leipziger Wasserwerke haben ihren Kunden eine Preissenkung in Aussicht gestellt.

Wie die Wasserwerke mitteilten, sollen Kunden ab Anfang kommenden Jahres weniger für Wasser und Abwasser bezahlen. Die Preissenkung soll durch die Erneuerung von Leitungen in diesem Jahr ermöglicht werden. Das Leitungsnetz soll danach effizienter sein als bisher. Über die Höhe der Preissenkungen konnten die Wasserwerke noch keine Angaben machen.

Der Chef der Leipziger Energiebörse EEX Hans-Bernd Menzel hat überraschend seinen Posten aufgegeben.

Nach Angaben der Energiebörse hat ist die Zusammenarbeit aus persönlichen Gründen im gegenseitigen Einvernehmen beendet worden. Weitere Hintergründe sind bisher nicht bekannt. Menzels Aufgaben würden bis auf weiteres von anderen Vorstandsmitgliedern übernommen. An der EEX wird unter anderem mit Gas, Kohle und Emissionsrechten gehandelt. Die Energiebörse beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter.

Das Interim des Thomanerchors wird am Abend eingeweiht.

Nach Angaben der Chorleitung wohnen die Sängerknaben für die kommenden zwei Jahre im Container. Grund dafür sei die Sanierung des Thomaner-Internats. Die Umbauarbeiten sollen bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Dann feiern der Thomanerchor, die Thomasschule und die Thomaskirche ihr 800-jähriges Bestehen.

Der Handball Club Leipzig tritt am Abend in der Bundesliga gegen den DJK/MJC Trier an.

Laut HCL-Trainer Heine Jensen wird das Spiel schwierig. Viele Spielerinnen seien an der Grippe erkrankt. Derzeit liegen die HCL-Damen in der Bundesliga auf dem dritten Tabellenplatz, Trier belegt Rang elf.

 

Frühnachrichten

Der Stadtrat entscheidet heute über das Fußball-Trainingszentrum am Cottaweg.

Danach soll dem Verein Rasen Ballsport Leipzig künftig eine Fläche von rund 90.000 Quadratmetern für zur Verfügung stehen. RB Leipzig will auf der Anlage am Auenwald für 30 Millionen Euro unter anderem sechs Fußballplätze und eine Tribüne bauen. Umweltverbände hatten monatelang gegen das Vorhaben protestiert, da sie Schaden für das Naturschutzgebiet befürchteten. Am Montag einigten sich die Verbände B.U.N.D., NABU und Ökolöwe mit dem Investor RB Leipzig. Die Einigung sieht vor,

dass zum Ausgleich für die Trainingsanlagen neue Bäume direkt am Cottaweg gepflanzt werden. Wenn nun die Ratsversammlung zustimmt, steht dem Bau des Trainingszentrums nichts mehr im Wege. Medienberichten zufolge gilt die Zustimmung des Stadtrats als sicher.

Die Handwerkskammer Leipzig kritisiert den städtischen Haushaltsplan für 2011.

Nach Angaben der Handwerkskammer gefährde die Anhebung der Grundsteuer den Wirtschaftsstandort. Geschäftsführer Reinhard Schröter sagte, die Anhebung der Grundsteuer belaste Betriebe, Hausbesitzer und Bürger.Schröter sagte, die Steuererhebung habe Auswirkungen auf jeden Betrieb und Hausbesitzer. Es handele sich um eine massive Erhöhung, die die Betriebe und Hauseigentümer tragen müssten. Letztere müssten die Kosten entweder selber tragen oder an ihre Mieter weitergeben. Das Mietniveau in Leipzig werde sich deswegen über kurz oder lang erhöhen.

Am Leipziger Amtsgericht beginnt der Prozess um den Baugrubenunfall am Bildermuseum.

Der Leiter der Ausgrabungen muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Leipzig verantworten. Er wird beschuldigt die Sicherung der Ausgrabungsstätte vernachlässigt zu haben. Im April vergangenen Jahres war eine zwei Meter hohe Mauer eingestürzt und hatte eine 56-jährige Frau verschüttet. Die Frau kam bei dem Unfall ums Leben.

Die Zahl der Studienanfänger an der Universität Leipzig ist gesunken.

Das bestätigte die Hochschulleitung. Die Zahl der Erstsemester ist zum vergangenen Wintersemester um rund 300 Studierende gesunken. Damit liegt die Uni Leipzig im landesweiten Trend. Insgesamt gab es in Sachsen laut dem Statistischen Landesamt rund 1300 Studienanfänger weniger.

Die Bürgerinitiative Musikviertel überreicht Oberbürgermeister Burkhard Jung heute eine Unterschriftensammlung.

Damit will die Initiative erreichen, dass weniger Verkehr durch das Viertel geleitet wird. Die Anwohner befürchten eine Überlastung durch Schwerverkehr, da die Harkortstraße seit Ende letzten Jahres gesperrt ist. Viele LKW fahren seither durch das Musikviertel. Für diese will der Verein ein verbot erwirken. Bisher haben mehr als 1500 Bürger das Protestschreiben unterzeichnet.