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Spätnachrichten vom Donnerstag, 9. September 2010
- Begrenzter Motorboot-Verkehr im Neuseenland
- Ehemaliger Sadtkämmerer Peter Kaminski erneut vor Gericht
- Schumann-Festwoche
- Kultusministerium sucht Berufseinstiegsbegleiter
- Junge Frau aus Mockau verschwunden
- Wegweiser für den Übergang zwischen Schule und Beruf erschienen
- Schneeleoparden-Drillinge haben Namen erhalten
- Sperrung wegen Wasserrohrbruch in Theklaer Straße
- Ortsderby zwischen 1. FC Lokomotive und FC Sachsen erneut abgesagt worden
- Zweiter Wettkampf-Tag der Kanu-WM verschoben worden
Im Neuseenland soll es nur einen begrenzten Motorboot-Verkehr geben.
Der Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, Gerhard Gey, sagte, die Interessen aller Beteiligten müssten Beachtung finden. Die Schiffbarmachung sei der wesentliche Schwerpunkt. Man wolle eines Tages mit Booten aus der Stadt Leipzig heraus bis an den Zwenkauer See fahren können und dazu bedürfe es gewisser Rahmenbedingungen. Die Zielstellung sei dabei einen regionalen Konsens zu erreichen, eine Akzeptanz für diese Schiffbarkeit. Sie versuchten die Abstimmung mit allen Interessengruppen, ob das die Kanuten seien oder die Naturschutzverbände. Es seien wegen der Bedenken aus der Bevölkerung bereits unabhängige Gutachten in Auftrag gegeben worden. Welche Boote wirklich auf den Kanälen und Seen fahren dürfen entscheidet derzeit die Landesdirektion. Die habe bereits Stellungnahmen von 60 Interessenvertretern eingeholt. Nun werde noch auf die Ergebnisse der Gutachten gewartet.
Der ehemalige Leipziger Stadtkämmerer Peter Kaminski steht kommende Woche erneut vor Gericht.
Nach Angaben des Landgerichts steht er im Verdacht der Steuerhinterziehung. Außerdem soll er Gelder veruntreut haben. Dabei geht es um den Umbau des Zentralstadions. Laut Anklage soll Kaminski unter anderem einer Firma rund eine Millionen Euro überwiesen haben. Die Anklage wurde bereits vor vier Jahren erhoben. Bereits 2007 wurde der 56-Jährige wegen Vorteilsannahme zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt.
Am Abend beginnt die Festwoche anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten Robert Schumann.
Nach Angaben des Schumann-Vereines ist sie zu diesem runden Jubiläum auf elf Tage ausgedehnt worden. Der Komponist hat 16 Jahre lang in Leipzig gelebt. Die Leiterin der Festwoche, Christiane Sporn, sagte, diese Zeit war auch bedeutend für Schumann als Musikschriftsteller. Schumann sei nach Leipzig gekommen um Jura zu studieren, habe aber schnell festgestellt, dass er sich doch der Musik widmen möchte und habe dann begonnen Kompositionsunterricht zu nehmen. Er habe eigentlich Virtuose werden wollen, was aber nicht geklappt habe. Als er dann vor der Situation beruflicher Neuorientierung stand, habe er in Leipzig eine Musikzeitschrift gegründet, die „Neue Zeitschrift für Musik“. Das sei die erste Zeitung gewesen, in der unabhängig über neue Werke berichtet wurde und diese Zeitschrift gibt es auch noch heute. Die Festwoche werde mit einem Konzert im Gewandhaus eröffnet. Dasselbe Programm hätten Clara und Robert Schumann bereits im Januar 1840 im Gewandhaus aufgeführt. Zu hören seien auch einige der Lieblingsstücke des Paares, unter anderem von Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach.
Das Land sucht künftige Berufseinstiegsbegleiter für schwache Schüler.
Wie das Kultusministerium mitteilte, sollen die Bildungslotsen Schülern den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Ab der siebenten Klasse können abschlussgefährdete Schüler dann unterstützt und bis zum ersten Ausbildungsjahr begleitet werden. In Sachsen sollen an rund 90 Mittel- und Förderschulen mehr als 20 solcher Bildungslotsen eingesetzt werden. In Leipzig werden sie unter anderem an der Schule für Blinde und Sehbehinderte, der Helmholtzschule und der Mittelschule Paunsdorf arbeiten. Bis Ende November dieses Jahres sollen die ersten Berufseinstiegsbegleiter ihre Arbeit aufgenommen haben.
Die Polizei sucht nach einer verschwundenen 26-Jährigen.
Der Polizei zufolge ist die junge Mutter zuletzt in Mockau gesehen worden. Sie wird bereits seit Dienstag vermisst. Die Polizei suche mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln nach der Vermissten. Die Suche konzentriere sich vor allem auf den Großraum ihres Wohngebiets. Ob sie einem Verbrechen zum Opfer Gefallen ist, sei noch unklar.
In Leipzig ist ein neuer Wegweiser mit Tipps für den Übergang zwischen Schule und Beruf erschienen.
Wie das Jugendamt mitteilte, ist die Broschüre für Schüler und Schulabsolventen. Sie enthält einen Überblick zu Unterstützungsangeboten und Hilfen für die berufliche Orientierung sowie einen Kalender mit Terminen. Erhältlich ist der Wegweiser unter anderem in Schulen und Jugendeinrichtungen.
Die Schneeleoparden-Drillinge im Leipziger Zoo haben ihre Namen bekommen.
Nach Angaben des Zoos hören die Leoparden auf die Namen Zima, was Winter bedeutet, Vania- die Liebliche und Lavani- die Anmut. Als Taufgeschenk gab es eine extra Portion Fleisch. Die Schneeleoparden waren im Mai im Leipziger Zoo geboren worden. Im Rahmen eines Wettbewerbs konnten die Leipziger Namen vorschlagen.
Die Theklaer Straße im Stadtteil Thekla ist wegen eines Wasserrohrbruchs gesperrt.
Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilten, ist die Straße voraussichtlich bis kommenden Dienstag zwischen Tauchaer Straße und Lidicestraße blockiert. Die Buslinie 79 und der Nachtbus N6 halten deshalb nicht an der Haltestelle Lidicestraße. Bereits im Juli war die Straße wegen eines Rohrbruchs gesperrt worden.
Das Ortsderby zwischen den Fußball-Oberligisten 1. FC Lokomotive Leipzig gegen FC Sachsen Leipzig ist erneut abgesagt worden.
Wie der 1. FC Lokomotive mitteilte, müssen mindestens drei Spieler des FC Sachsen für die sächsische U21-Landesauswahl beim DFB-Länderpokal antreten. Deshalb habe der Verein den Verband um die Spielverlegung gebeten. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Das Leipziger Stadtderby war ursprünglich für Anfang August vorgesehen. Es musste aber wegen des Neiße-Hochwassers in Görlitz und dem damit verbundenen Polizeieinsatz abgesagt werden.
Der zweite Wettkampf-Tag der Weltmeisterschaft im Kanu-Slalom in Slowenien ist wegen starkem Regen verschoben worden.
Nach Angaben des Deutschen Kanu-Verbandes, fiel das Qualifikationsrennen der Kajak-Herren wegen des hohen Wasserstandes aus. Damit das Wasser aus dem künstlichen Kanal abfließen könne, seien vor morgen Nachmittag keine weiteren Wettkämpfe möglich. Am Abend will die Internationale Kanu-Föderation den weiteren WM-Verlauf veröffentlichen. Bei der WM sind auch sechs Kanuten aus Leipzig dabei.
Frühnachrichten
- Start der Schumann-Festwoche
- Chirurgentagung in Leipzig
- DBG-Chef fordert soziale Einheit
- Leipzig auf der Expo in Shanghai
- Taufe von Schneeleoparden
- Eagles Leipzig verlieren Testspiel
Mit einem Eröffnungskonzert im Gewandhaus beginnt heute die Schumann-Festwoche.
Nach Angaben des Schumann-Vereins wird sie anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten Robert Schumann dieses Jahr auf elf Tage ausgedehnt. Die Festwoche rückt dieses Jahr vor allem die Leipziger Jahre des Komponisten in den Mittelpunkt. Schumann hat 16 Jahre seines Lebens in Leipzig verbracht. In der Reihe „Leipziger Klavierzyklus“ sollen seine sämtlichen Klavierwerke aufgeführt werden. Den Höhepunkt der Schumann-Woche bildet der kommende Sonntag, der 170. Hochzeitstag von Robert und Clara Schumann. Neben Konzerten werden ein Spaziergang zu Schumann-Orten in der Innenstadt und eine Radtour in seinem Lieblingspark am Gut Mölkau angeboten. Auch Jugendliche können den Komponisten entdecken: Im Rahmen eines HipHop-Projektes lesen sie die Tagebücher des Ehepaars und setzen diese musikalisch um.
Auf dem Campus Augustusplatz findet die Jahrestagung plastischer Chirurgen statt.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie nehmen rund 400 Ärzte daran teil. Die internationale Konferenz stehe unter dem Motto „Kommunikation-Konsens-Kooperation“. Dabei werde ein Schwerpunkt auf Hilfsprojekte gelegt. Einige Chirurgen berichten hierzu von humanitären Einsätzen im Ausland. Heute Abend wird außerdem eine Kunstausstellung mit dem Thema „Knochenjob“ im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig eröffnet. Am Samstag können Interessierte bei einem Patientenforum mit den Chirurgen diskutieren.
Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, fordert die soziale Einheit.
Bei der Jubiläumsfeier „Zeitenwende - 20 Jahre DGB In Ostdeutschland“ sagte Sommer, Ostdeutsche hätten nicht dieselben Lebenschancen wie Westdeutsche. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung seien sie noch immer stärker von Niedriglöhnen und Altersarmut betroffen. Ziel müsse sein, gleiche Standards in Ost- und Westdeutschland zu erreichen. Dafür sei es nötig, den Aufbau Ost weiter zu finanzieren.
Eine Leipziger Delegation reist heute zur Expo in Shanghai.
Nach Angaben der Stadt dient der Besuch vor allem dazu, die Geschäftsbeziehungen mit China zu stärken. Davon könnten insbesondere der Flughafen Leipzig/Halle und die Leipziger Messe profitieren. Der Delegation gehören Vertreter der Stadt und regionaler Unternehmen an. Sie präsentieren sich auf der Expo vor geladenen Gästen aus China und vor interessierten Besuchern.
Im Leipziger Zoo werden heute drei kleine Schneeleoparden getauft.
Sie sind nach Angaben des Zoos vier Monate alt. Wie die Leoparden heißen werden, ist bislang noch geheim. Die Leipziger wurden in einem Wettbewerb dazu aufgerufen, Namen vorzuschlagen. Die Gewinner des Namenwettbewerbs werden bei der Taufe dabei sein.
Die Bundesliga-Damen des Basketballvereins Eagles Leipzig haben das Testspiel gegen die Chemcats Chemnitz verloren.
Die Eagles mussten sich mit 62 : 87 geschlagen geben. Ein weiteres Testspiel ist für kommende Woche gegen die Halle Lions geplant. Die neue Bundesligasaison startet in rund zwei Wochen.



