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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 29. September 2010

Trotz der gestrichenen Fördermittel vom Land wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an ihrem geplanten Technik-Zentrum in Heiterblick festhalten.

Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok sagte gegenüber mephisto 97.6, die Kosten für das Technik-Zentrum wären zu groß. Er wolle lieber mehrere kleine Projekte fördern. Der Technische Geschäftsführer der LVB, Ronald Juhrs sagte daraufhin, die gestrichenen Fördermittel hätten jedoch dramatische Auswirkungen auf den geplanten Neubau. Sie seien davon ausgegangen, dass sie 75 Prozent gefördert bekommen und hätten schon Jahre gebraucht, um den restlichen Eigenanteil von etwa 30 Millionen Euro realisieren zu können. Wenn sie jetzt das gesamte Projekt selbst stemmen müssten, bedeute das für die nächsten 30 Jahre Zinsen und Tilgungen von vier Millionen Euro pro Jahr zusätzlich. Das hieße, der Nahverkehr verteuere sich in Leipzig. Das könne sich auch auf die Ticketpreise in Leipzig auswirken. Es gebe aber keine Alternative zum Neubau, weil viele Fahrzeuge auf Heiterblick als Werkstatt angewiesen seien. Das Land müsse bei der Haushaltsplanung nicht nur auf den Schuldenabbau schauen. Auch notwendige Investitionen für die Zukunft sollten berücksichtigt werden. Das Technik-Zentrum Heiterblick sollte ursprünglich rund 90 Millionen Euro kosten.

 

Hören Sie hier ein Interview mit LVB-Geschäftsführer Ronald Juhrs:

Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber weist die Kritik an seinen Äußerungen über das Stelenprojekt zurück.

Fünf Leipziger Stadträte hatten Faber vorgeworfen, die Bedeutung der Friedlichen Revolution herabzusetzen. Außerdem wurde ihm vorgehalten, beim Stelen-Projekt zur Erinnerung an die Friedliche Revolution kürzen zu wollen. Kulturbürgermeister Faber sagte, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er sei ganz und gar davon überzeugt, dass 1989 ein sehr bedeutsames Jahr in der deutschen und besonders in der Leipziger Geschichte gewesen sei - mit einer europäischen Dimension. Es gehe ihm nur um die Ausgewogenheit der Geschichtsbetrachtung, die seiner Meinung nach auch über das Jahr 1989 hinausreichen dürfe. Bis zum neunten Oktober sollen nun vorerst zwei Stelen installiert werden. Die rund zwei Meter hohen Säulen werden voraussichtlich am Rand des Augustusplatzes und am Museum der „Runden Ecke“ stehen. Das Projekt wird unter anderem von dem privaten Verein „Bürgerkomitee Leipzig“ finanziert. In den kommenden Wochen sollen in Gesprächen zwischen dem Verein und dem Stadtrat die genaue Anzahl der Stelen und die weiteren Standorte beschlossen werden.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist vom spanischen Generalstreik kaum betroffen.

Wie der Flughafen mitteilte, musste bisher nur ein Flug nach Gran Canaria gestrichen werden. Außerdem sei ein Flug aus Mallorca ausgefallen. Einige Flüge waren bereits auf Dienstag vorverlegt worden. In Spanien findet erstmals seit acht Jahren wieder ein Generalstreik statt. Dabei blockieren bis zu 70 Prozent der Beschäftigten für 24 Stunden Großmärkte, Fabriken und Flughäfen. Grund sind unter anderem die Arbeitsmarktreformen der spanischen Regierung.

Die Hochwasserlage im Raum Leipzig entspannt sich weiter.

Nach Angaben des Landeshochwasserzentrums sind keine drastischen Pegelanstiege der Flüsse Parthe, Pleiße und Weiße Elster mehr zu erwarten. Für die drei Flüsse ist momentan noch die Hochwasserstufe zwei von vier ausgerufen. Die Straßensperrungen im Stadtbereich seien weitestgehend aufgehoben. Bis auf die Buslinie 65 fahren auch Busse und Bahnen wieder normal. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, ist auch der S-Bahnhof Plagwitz wieder freigegeben. Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes soll sich die Wetterlage in den kommenden Tagen weiter entspannen.

Der Borsdorfer Läufer André Dreilich hat den Extremlauf „Spartathlon“ geschafft.

Bei dem Rennen in einem Gebirge in Griechenland belegte er mit einer Zeit von knapp 32 Stunden den 28. Platz. Die Teilnehmer mussten eine Strecke von knapp 250 Kilometern innerhalb von 36 Stunden laufen. Dreilich nahm bereits zum zweiten Mal an dem Rennen teil. Ermüdungserscheinungen habe er nicht, sagte der 50-jährige. Er habe schon wieder Lust aufs Laufen. Aber ein Lauf wie dieser müsse sich erst mal setzen. Dieses Jahr werde er aber noch ein paar Marathons laufen. Dieser Lauf müsse erst mal richtig im Kopf ankommen. Da könne man nicht gleich noch einen draufsetzen. Es reize ihn, noch ein drittes Mal am „Spartathlon“ teilzunehmen. Insgesamt wurden 300 Sportler für den Extremlauf zugelassen. Davon schaffte es knapp die Hälfte bis ins Ziel.

Das All-Star-Game der Handball-Bundesliga findet ab dem kommenden Jahr in der Arena Leipzig statt.

Bei dem Spiel tritt die deutsche Handball- Nationalmannschaft gegen eine Bundesliga-Weltauswahl an. Nach Angaben der Liga-Geschäftsführung sei es an der Zeit gewesen, den Standort zu wechseln. Das Spiel solle die Popularität des Handballsports in der Bevölkerung stärken. Das All-Star-Game wird seit fünf Jahren in Berlin ausgetragen. Das Spiel in der Leipziger Arena soll voraussichtlich im Februar kommenden Jahres stattfinden.

 

Frühnachrichten

Die Hochwasser-Situation in der Region hat sich entspannt.

Nach Angaben der Branddirektion Leipzig wird das Wasser in den kommenden Tagen komplett ablaufen, wenn es weiter so wenig regnet. Alle drei Flüsse in Leipzig hätten derzeit noch die Warnstufe zwei, das hieße es seien keine großen Einsätze zu erwarten. Die Flüsse würden jedoch weiterhin vom Amt für Umweltschutz überwacht. In der Nacht zum Mittwoch hätte sich die Lage deutlich entspannt. Die überschwemmten Straßen seien heute wieder befahrbar und es werde nicht mit erneuten Sperrungen durch Hochwasser gerechnet. Die Lage entspanne sich derzeit in ganz Sachsen, die Pegelstände der größeren Flüsse seien mittlerweile stabil oder leicht rückläufig.

Am Nachmittag wird der Grundstein für die Sanierung der Kongresshalle des Zoos gelegt.

Nach Angaben des Zoos sollen in einem ersten Bauabschnitt Bereiche des Nord- und Südflügels instand gesetzt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Leipzig für das Projekt Gelder erhalten. Die Gesamtsumme der Förderung beträgt 30 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Der Grundstein wird genau 110 Jahre nach der ersten Eröffnung der Kongresshalle gelegt.

Die globalisierungskritische Organisation Attac protestiert am Mittag vor der Deutschen Bank gegen die Sparpläne der Bundesregierung.

Den Veranstaltern zufolge soll in einer symbolischen Aktion eine Person, die den Deutsche Bank Chef verkörpert, vor ein Bankentribunal geführt werden. Dazu werde es Beiträge und Hintergrundinformationen zur Wirtschaftskrise geben. Der Protest sei Teil eines bundesweiten Bankenaktionstages gegen das Kürzungspaket der Bundesregierung. Das lade die Kosten der Finanzkrise den ärmsten Teilen der Bevölkerung auf.

Der Nachlass des Architekten Kunz Nierade wird an das Leipziger Stadtarchiv übergeben.

Wie das Archiv mitteilte, wird ein Sohn von Nierade die Unterlagen morgen Vormittag übergeben. Anlass ist das 50-jährige Bestehen der Oper Leipzig. Nierade hatte das Gebäude Mitte der 50er Jahre entworfen. Sein Nachlass wird zunächst im Stadtarchiv erfasst und geordnet, danach soll er für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

In Markleeberg ist die Koburger Straße ab heute wegen Bauarbeiten voll gesperrt.

Nach Angaben der Stadt Markkleeberg wird der Abschnitt zwischen Zöbigker Straße und Schmiedestraße ausgebaut. Autofahrer können über die Strecke Seenallee – Städtelner Straße – Zöbigkerstraße ausweichen. Für Anlieger ist die Zufahrt weiter möglich. Die Sperrung soll voraussichtlich bis Dezember dauern.