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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 1. September 2010

Im Prozess um die „Militante Gruppe Leipzig“ ist der Angeklagte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Nach Angaben des Landgerichts muss der 24-Jährige dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Verurteilt wurde er wegen Brandstiftung, Diebstahl und Störung des öffentlichen Friedens. Der Angeklagte hatte Anfang dieses Jahres mindestens ein Auto angezündet. Außerdem erstellte er einen Internet-Blog, in dem er unter anderem der Polizei drohte. Der Täter war bereits seit seinem 14. Lebensjahr ist immer wieder straffällig geworden. Zum Tatzeitpunkt war er bereits zu zwei Bewährungsstrafen verurteilt worden. Deshalb muss er jetzt ins Gefängnis.

 

Der rechtsextreme Verein „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) ist mit seiner Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert.

Der Verein war im vergangenen Jahr wegen nationalsozialistischer Ansichten verboten worden. Die HDJ klagte dagegen. Die Richter des Bundesverwaltungsgerichts bestätigten allerdings das Verbot. Sie sahen eine „Wesensverwandtschaft“ der Organisation zum Nationalsozialismus als erwiesen an. Die Jugendarbeit des Vereins sei nur eine Fassade zur Verbreitung ihres Gedankenguts. Im Mai 2009 hatte die HDJ in Koltzschen im Landkreis Leipzig ein sogenanntes Pfingstlager organisiert. Daran sollen dem Verfassungsschutz zufolge 150 bis 200 Jugendliche teilgenommen haben. Weil die Kinder Uniformen trugen, ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft.

Auf dem Nikolaikirchhof wird an den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Wie der Verein Friedenszentrum Leipzig mitteilte, werden sich Leipziger Friedensinitiativen vorstellen. Vereinsvorsitzender Torsten Schleip sagte, sie wollten anlässlich des Gedenktages Forderungen an die Stadt richten. Der Hauptschwerpunkt sei der Missbrauch des Leipziger Flughafens, eines zivilen Flughafens, für die Stationierung der Antonov-Maschinen für die Truppentransporte der USA und auch die Nutzung durch die Bundeswehr. Und natürlich, dass jeder für Rüstung ausgegebene Euro in der Sozialkasse fehle. Es werde auch der dritte Leipziger Friedenspreis vergeben. Der gehe an den Verein „Medizin für Gambia“. Der sammle unter anderem Spenden und medizinische Hilfsgüter für das afrikanische Land. Heute vor 71 Jahren hat der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen begonnen. Deshalb wird an diesem Tag jährlich des Friedens gedacht.

Die Europäische Union erlaubt die Sanierung der Pferderennbahn mit Fördermitteln vom Bund.

Wie die Stadt mitteilte, darf für die Sanierung der Rennbahn- Tribüne Geld aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden. Das verstoße nicht gegen Bestimmungen der EU. Die Europäische Kommission hatte dies zunächst vermutet und die Pläne geprüft. Nach der Entscheidung der EU kann das Baugenehmigungsverfahren nun abgeschlossen werden. Die Stadt hofft, noch vor dem nächsten Winter mit der Sanierung der Rennbahn-Tribüne beginnen zu können.

Vom Flughafen Leipzig-Halle aus sind zwei weitere Maschinen mit Hilfsgütern für Pakistan gestartet.

Nach Angaben des Flughafens flogen sie nach Islamabad. An Bord seien 45 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland, sowie 45 Tonnen Zelte und Notunterkünfte aus Italien und Österreich. Ein weiteres Flugzeug soll in Kürze starten. Für die Flutopfer in Pakistan haben die EU-Staaten und die EU-Kommission Hilfe im Wert von 230 Millionen Euro zugesagt. Bereits am Freitag hatte die Bundeswehr 100 Tonnen Hilfsgüter von Leipzig aus geschickt.

Am Vormittag hat es in der Westhalle des Hauptbahnhofs gebrannt.

Wie die Feuerwehr mitteilte, konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache sei eine überhitzte Kabeltrommel gewesen. Die könne sich entzünden, wenn die Trommel sich bei langer Nutzung stark erhitze. Trotzdem gebe es im Hauptbahnhof kein großes Feuerrisiko.

Die Frauenmannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig scheidet in der zweiten Runde des DFB-Pokal aus.

Die Leipzigerinnen unterlagen dem FV Löchgau mit 1:0 in der Verlängerung. Der Verein spielt wie die Leipzigerinnen in der zweiten Bundesliga. Im vergangenen Jahr waren die Lok Frauen im Achtelfinale ausgeschieden. Pokalsieger war der 1. FCR 2001 Duisburg.

 

Frühnachrichten

Das Jugendamt Leipziger Land hat sein Konzept zur Jugendarbeit für den Landkreis vorgestellt.

Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge geht es vor allem darum, wie die Jugendarbeit trotz der gekürzten Jugendpauschale gefördert werden könnte. Der Schwerpunkt des 80 Seiten umfassenden Papiers liege vor allem auf der regionalen Jugendarbeit. Das bedeute künftig eine Betreuung in den Kommunen: So sollen Jugendklubs erhalten bzw. neu eröffnet werden. Die Treffs würden zudem von ausgebildeten Pädagogen und Fachpersonal betreut. Jede Fachkraft werde mit rund 30.000 Euro gefördert. Etwa 50.000 bis 60.000 Euro sollen durch Umverteilung kompensiert werden. Abstriche müssten aber bei der Beratung gemacht werden. So soll es im Landkreis Leipzig künftig statt zwei nur noch eine Jugendberatungsstelle geben. Ende September soll das Papier dem Kreistag zum Beschluss vorliegen.

 

Die Universität Leipzig hat sich für die zweite Phase der Exzellenzinitiative beworben.

Nach eigenen Angaben will die Universität sich unter anderem um Fördermittel für zwei Forschungsnetzwerke sowie ein Zukunftskonzept bewerben. Außerdem soll die Förderung der Graduiertenschule „Leipzig School of Natural Sciences“ verlängert werden. Die Exzellenzinitiative ist ein Fördermittelprogramm der Bundesregierung, bei dem die Universitäten in einen Wettbewerb um Forschungsgelder treten. Je nach Projekt werden zwischen 30 und 48 Millionen Euro vergeben.

 

Vor dem Bundesverwaltungsgericht wird heute eine Klage gegen das Verbot des rechtsextremen Vereins „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) entschieden.

Medienberichten zufolge war die HDJ im März vergangenen Jahres vom Bundesinnenministerium verboten worden. Grund war die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts. Das Urteil ist aber aufgrund der Klage bisher nicht rechtskräftig. Berit Lahm von der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Leipzig sagte, die HDJ konzentriere sich vor allem auf junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Diese werden zu Sommercamps und Wanderungen eingeladen. Das sei sehr gefährlich, weil über solche aktiven und erlebnisorientierten Formen junge Menschen sehr früh rekrutiert werden könnten. Wegen des vorläufigen Verbots seien die Mitglieder auf andere Vereine ausgewichen. Die sogenannten Sommercamps gebe es aber unter anderem Namen weiter. Die Entscheidung über eine eventuelle Aufhebung des Verbots wird für den Nachmittag erwartet.

Im Sächsischen Landtag wird heute über die Baumschutzsatzung im Landesumweltrecht entschieden.

Nach Angaben des Leipziger Umweltschutzverbundes Ökolöwe steht ein Entwurf der Landesregierung zur Abstimmung, nach dem Bürger einige Bäume ohne Genehmigung fällen dürfen. Naturschützer und Umweltschutzverbände sprechen sich gegen eine Aufhebung des Baumschutzes aus. Sie widerspreche dem Bundesnaturschutzgesetz und auch geschützte Baumarten könnten dadurch gefällt werden. Die Verbände sehen die Vielfalt des Baumbestandes in Gefahr.

Karsten Heuchert ist der neue Vorstandsvorsitzende des Gasversorgers Verbundnetz Gas

Nach Angaben des Unternehmens tritt er damit die Nachfolge von Klaus-Ewald Holst an. Zuvor war Heuchert Mitglied im Aufsichtsrat der Verbundnetz Gas. Das Unternehmen ist deutschlandweit der drittgrößte Gasversorger.

In Leipzig wird dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren gedacht.

Nach Angaben der Stadt findet dazu am Nachmittag eine Kranzniederlegung auf dem Ostfriedhof statt. Im Rahmen des heutigen Weltfriedenstages präsentieren sich außerdem verschiedene Leipziger Vereine mit Ausstellung und Ständen in der Innenstadt. Das Friedenszentrum verleiht den Leipziger Friedenspreis an den Verein "Medizin für Gambia".

Wolfgang Tiefensee unterstützt die Aufnahme der Stadt in die UNESCO Welterbeliste.

Laut Tiefensee ist die Stadt eine der führenden Musikstädte der Welt. In Leipzig gebe es außerdem einige der besten Konzerthäuser und Bühnen. Der Politiker unterstützt hierbei die Arbeit der Leipziger Notenspur-Initiative. Sie setzt sich für Bewerbungen Leipzigs auch bei anderen UNESCO-Programmen ein. Demnach soll sich die Stadt für den Titel "UNESCO City of Music" des "Creative Cities Network" bewerben.

 

Der Generalmusikdirektor der Oper Leipzig wird mit dem Musikpreis ECHO Klassik ausgezeichnet.

Wie die Oper mitteilte, erhält Ulf Schirmer den Preis für seine Einspielung eines Stücks von Karl Amadeus Hartmann. Schirmer ist seit vier Jahren Chefdirigent des Münchener Rundfunkorchesters. In der Oper Leipzig leitet er das Gewandhausorchester. Der ECHO Klassik zählt zu den bedeutendsten deutschen Musikpreisen. Die Preisverleihung findet Mitte Oktober in Essen statt.