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Spätnachrichten vom Freitag, 9. Juli 2010
- IG BCE will mit KWL über Sparvorhaben verhandeln
- Verkehrseinschränkungen am Goerdelerring
- Erster Platz bei Stadtradeln
- Schilder am Wasserkurs 1
- Papyrusausstellung länger geschlossen
Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) will mit den Kommunalen Wasserwerken (KWL) über deren Sparvorhaben verhandeln.
Der Bezirksleiter der IG BCE Leipzig, Uwe Bruchmüller, sagte, es gebe eine ganze Menge an Sparpotential bei den Wasserwerken – nur die Angestellten dürften nicht darunter leiden. Das werde nicht einfach hingenommen werden. Aber das sei Spekulation. Er gehe davon aus, dass der bisherige Stil mit der neuen Geschäftsführung auch dazu führe, dass dieses Thema sehr konstruktiv gelöst werden könne. Für kriminelle Abzocke nicht die Beschäftigten des Unternehmens büßen müssten. Zum Beispiel könne künftig bei Beraterverträgen und geplanten Investitionen gespart werden. Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge wollen die Wasserwerke etwa sechs bis acht Millionen Euro einsparen. So sollen die Folgen des Bestechungsskandals aufgefangen werden. Die KWL selbst wollten sich nicht dazu äußern.
Autofahrer müssen ab morgen im Verkehr am Goerdelerring mit Einschränkungen rechnen.
Grund sind nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe Gleißbauarbeiten. Die Arbeiten teilen sich in zwei Abschnitte. Der erste Bauabschnitt beginnt morgen und dauert zwei Wochen. Einige Fahrspuren werden gesperrt, darunter die Geradeausfahrspur auf der Pfaffendorfer Straße zum Goerdelerring. Der Verkehr wird über Nordplatz und Eutritzscher Straße zum Willy-Brandt-Platz umgeleitet. Ab kommenden Donnerstag fahren die Straßenbahnlinien 3/13, 4, 7 und 15 bis Sonntag über die Käthe-Kollwitz-Straße, Westplatz, Friedrich-Ebert-Straße und Waldplatz. Die Haltestelle Leibnizstraße kann nicht bedient werden. Der zweite Bauabschnitt des Goerdelerrings schließt direkt an und dauert ebenfalls zwei Wochen.
Bei der Aktion Stadtradeln belegt Leipzig momentan noch immer den ersten Platz.
Nach Angaben der Stadt kamen in den drei Juni-Wochen, in denen das Stadtradeln stattfand, knapp 160.000 Kilometer zusammen. Mehr als 30 Teams nahmen an der Aktion teil. Dabei wurden 22 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Allerdings könnte Leipzig noch vom ersten Platz verdrängt werden - denn an der Aktion beteiligen sich noch andere Kommunen. Die haben das Stadtradeln größtenteils noch vor sich. Ein endgültiges Ergebnis im Städtevergleich kann voraussichtlich erst Ende des Jahres verkündet werden.
Hinweisschilder sollen bald den Wasserweg zwischen dem künftigen Stadthafen und Cospudener See weisen.
Nach Angaben der Stadt werden auf dem so genannten „Wasserkurs eins“ bis August Hauptwegweiser, Infotafeln und Warnhinweise aufgestellt – insgesamt an 16 Orten. Sie informieren unter anderem Ein- und Ausstiegsstellen, Anlegestellen und Gefahrenbereiche. Die Einweihung des Weges ist für Mitte August geplant. Später soll der Wasserkurs eins auch über den Cospudener See hinaus, zum Zwenkauer See führen.
Die Papyrusausstellung in der Universitätsbibliothek Albertina bleibt länger geschlossen als geplant.
Wie die Bibliothek mitteilte, kann die defekte Klimaanlage erst am kommenden Donnerstag ausgewechselt werden. Die Führungen fallen bis dahin ebenfalls aus. Ursprünglich sollte die Anlage gestern repariert werden. In der Papyrusausstellung ist unter anderem die älteste bekannte Weltchronik aus dem 2. Jahrhundert nach Christus zu sehen.
Frühnachrichten
- Wasserwerke wollen sparen
- Christopher-Street-Day-Woche beginnt
- Soziale Faktoren beeinflussen Wahlverhalten
- Flughafen erwartet Ansturm
- Kommende Oberliga-Saison startet mit Ortsderby
Nach dem Skandal um hochspekulative Finanzgeschäfte, wollen die Kommunalen Wasserwerke (KWL) sparen.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge, wurden alle Ausgaben auf Einsparpotentiale geprüft. So sollen die Folgen des Bestechungsskandals bei den Wasserwerken aufgefangen werden. Zwischen sechs und acht Millionen wolle die KWL jetzt einsparen – und das allein intern. Möglich seien Kürzungen zum Beispiel bei Beraterhonoraren und Gutachten. Dafür hätten die Wasserwerke im vergangenen Jahr rund 2,7 Millionen Euro ausgegeben. Außerdem verhandle die Geschäftsführung derzeit mit den Gewerkschaften über Beschäftigungssicherung und Sparpotentiale. Die Wasserwerke wollen ab diesem Jahr wieder 20 Millionen Gewinn erzielen. Außerdem brauchen sie Geld für den Prozess gegen die Schweizer Großbank UBS. Der beginnt am kommenden Dienstag in London. Die hatte die Wasserwerke wegen Nichteinhaltung von Verträgen verklagt. Das Risiko, das der Stadt aus den hochspekulativen Finanzgeschäften entstanden ist, liegt bei 290 Millionen Euro.
In der Stadt beginnt eine Veranstaltungswoche zum Christopher-Street-Day (CSD).
Nach Angaben der Organisatoren steht der CSD in diesem Jahr unter dem Motto „Homophobie ist heilbar“. In der kommenden Woche gibt es mehr als 35 Veranstaltungen – darunter Lesungen, Diskussionen und Konzerte. CSD-Sprecher Dirk Bockelmann sagte, Höhepunkt der Woche werde die Demonstration durch die Leipziger Innenstadt sein. Natürlich sei der CSD von seiner Popularität noch nicht so groß wie in Köln oder Berlin. Nichtsdestotrotz merkten die Veranstalter jedes Jahr, dass zunehmend Leute aus anderen Städten kommen, die gerade zum CSD nach Leipzig kämen, weil der ein bisschen anders sei. In Leipzig gebe es noch eine klassische politische Demonstration mit Forderungen und der CSD sei nicht nur so eine Parade, auf der man einfach nur Spaß habe. Bei der Demonstration würden bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet. Mit dem CSD werben Homosexuelle für Gleichberechtigung und Toleranz. Sie erinnern zugleich an eine Polizeirazzia am 28. Juni 1969 in einer New Yorker Schwulenbar. Damals wehrten sich die Gäste und es kam zu einer Straßenschlacht und tagelangen Unruhen.
Einer Studie der Universität Leipzig zufolge beeinflussen soziale Merkmale das Wahlverhalten.
Wie die Universität mitteilte, hängt es von Faktoren wie Konfession, Bildung oder Alter ab welche Partei jemand wählt. Besonders deutlich sei der Zusammenhang zwischen Einkommen und der Entscheidung für eine Partei. So wählten besser verdienende eher FDP und Grüne. Ärmere Menschen neigten eher zu rechten und linken Parteien. Die Wissenschaftler haben insgesamt rund 2.500 Bundesbürger in Ost und West nach ihrem Wahlverhalten befragt.
Der Flughafen Leipzig/Halle erwartet am Wochenende einen Passagieransturm.
Nach Angaben des Flughafens wird mit rund 9.000 Fluggästen täglich gerechnet. Grund seien die Sommerferien. An den Wochenenden gebe es viele Urlaubsreisende. Die beliebtesten Ziele seien dabei Antalya in der Türkei und Mallorca. Nach Sommerflugplan starten von Leipzig wöchentlich mehr als 250 Flüge zu mehr als 50 Flughäfen.
In der kommenden Fußball-Oberliga-Saison gibt es am ersten Spieltag das Stadtderby.
Das geht aus den ersten Termin-Ansetzungen des Nordostdeutschen Fußballverbandes hervor. Demnach trifft der 1. FC Lokomotive Leipzig zu Hause auf den FC Sachsen Leipzig. Am zweiten Spieltag spielt Lok dann gegen den VfB Auerbach und der FC Sachsen fährt nach Luckenwalde. Die neue Oberliga-Saison beginnt in der ersten Augustwoche.



