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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 19. Juli 2010

An sächsischen Mittelschulen und Gymnasien werden im kommenden Schuljahr 130 neue Lehrer eingestellt.

Das hat der sächsische Haushalts- und Finanzausschuss in einer Sondersitzung entschieden. Möglich wird das, weil knapp die Hälfte von rund 13.500 Lehrern weiter in Teilzeit arbeiten will. Dadurch würden außerdem mehr als 1.000 Überhang-Stellen abgebaut. Die Sprecherin des Kultusministeriums, Irina Schenk, sagte, insgesamt bedeute das Mehrkosten in Höhe von 24 Millionen Euro für das Land, die nun finanziert werden müssen. Das bedeute, dass in anderen Bereichen eingespart werden müsse. Zum Beispiel fielen die ganztagsschulischen Angebote mit Honorarstellen jetzt weg - das sei ein Bereich in dem gespart werde. Im laufenden Haushalt gebe es zudem auch noch Verfahren, bei denen eingespart werden könnte. Die neuen Lehrerstellen sind nötig, weil der Teilzeit-Tarifvertrag für Mittelschulen und Gymnasien Ende des Monats ausläuft.

Die Beschäftigten im Altenpflegeheim Angelikastift in Connewitz haben am Vormittag für mehr Lohn demonstriert.

Neben einer Lohnerhöhung um zwanzig Prozent fordern die Mitarbeiter auch einen Haustarifvertrag. Elisabeth Dannemann von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte, die Gewerkschaft stünde schon seit Januar mit dem Arbeitgeber, dem Maternus-Konzern, darüber in Verhandlung. Inzwischen sei die Gewerkschaft so weit mit ihren Ansprüchen runter gegangen, dass sie auch zufrieden seien, wenn nur die Vergütungen auf ein normales Niveau angehoben würden. Weil die Beschäftigten so niedrig entlohnt würden, sei das für den Arbeitgeber auf einen Schlag eine enorme Lohnerhöhung. Eine Pflegefachkraft erhalte derzeit rund 1.500 Euro Brutto-Lohn im Monat. Die Gewerkschaft fordere hier eine Erhöhung auf knapp 2.000 Euro. Der Maternus-Konzern war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Beim Paulinum auf dem neuen Universitätscampus in der Innenstadt wird derzeit das Rosettenfenster eingebaut.

Wie das Sächsische Immobilien- und Baumanagement mitteilte, sollen die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sein. Die Kosten für das Vorhaben betragen rund 350.000 Euro, die vom Land getragen werden. Das Fenster soll an die Universitätskirche St. Pauli erinnern. Sie wurde 1968 auf Geheiß der damaligen SED-Führung gesprengt.

Die Bewerbungsfrist für den Schreibwettbewerb „Heimat Leipzig?“ läuft noch bis Ende des Monats.

Nach Angaben des Referats für Migration und Integration können Migranten, die ihren Hauptwohnsitz in Leipzig haben und mindestens 16 Jahre alt sind, Beiträge einreichen. Darin soll es vor allem um den Alltag der Migranten gehen und ob sie sich in Leipzig heimisch fühlen. Unter anderem gibt es auch drei Preise zu gewinnen. Davon ist der Erste mit einem Preisgeld von 300 Euro dotiert, der zweite mit 200 Euro und der dritte mit 100 Euro. Der Wettbewerb findet zum ersten Mal statt. Anlass ist das 20 jährige Bestehen der Stelle eines Ausländerbeauftragten in Leipzig.

 

Frühnachrichten

Die sächsischen Hausärzte wollen gegen die von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler geplanten Einsparungen vorgehen.

Der Minister will die Honorare der Hausärzte senken, um insgesamt rund 500 Millionen Euro einzusparen. Der sächsische Hausärzteverband ist damit nach eigener Aussage nicht einverstanden. Mit Streiks müssten die Patienten nach Angaben von Vorstandsmitglied Uwe Stolz zunächst aber nicht rechnen. Das sei das allerletzte Mittel, weil dadurch die Patienten betroffen wären. Deshalb wolle der sächsische Hausärzteverband Streiks so lange es geht vermeiden. Stolz sagte weiter, der sächsische Hausärzteverband wolle zunächst das Gespräch mit Patienten und regionalen Politikern suchen. Um die Öffentlichkeit über das Problem zu informieren, solle es außerdem Aushänge, Flugzettel und Radiospots geben. In Leipzig gibt es rund 360 Hausärzte.

Die Angestellten des Altenpflegeheims Angelikastift in Connewitz legen am Vormittag für eine Stunde ihre Arbeit nieder.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wollen sie mit einer so genannten „aktiven Pause“ bis elf Uhr protestieren. Sie fordern unter anderem einen Haustarifvertrag und 20 Prozent mehr Lohn. Ihr Arbeitgeber, der Maternus-Konzern, hatte die Forderungen in der vergangenen Woche als nicht finanzierbar abgelehnt. Die Verhandlungen wurden deshalb auf unbestimmte Zeit vertagt. Im Angelikastift sind derzeit 120 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit einem Preisträgerkonzert ist in der Stadt der Internationale Bach-Wettbewerb zu Ende gegangen.

In den vergangenen zehn Tagen kämpften über 120 Musiker aus 33 Ländern um die Bachpreise. An dem Wettbewerb nahmen auch acht Studenten aus Leipzig teil, die gingen bei der Preisvergabe allerdings leer aus. Mit der 19-jährigen Friederike Starkloff schaffte es auch eine Deutsche unter die Preisträger. Sie erreichte im Geigen-Wettbewerb den dritten Platz. Darüber hinaus wurde sie als jüngste Finalisten mit einem Sonderpreis geehrt. Die Bachpreise in den drei Kategorien Klavier, Cembalo und Violine gingen an Musiker aus Kanada und Russland. Der Internationale Bach-Wettbewerb gilt als einer der wichtigsten Musikwettbewerbe in Deutschland. Die nächste Austragung in den Bereichen Orgel, Gesang und Cello findet in zwei Jahren statt.

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) will erst in vier Jahren keine Schulden mehr machen.

Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung korrigierte das Unternehmen damit seine langfristige Planung. Ursprünglich wollte die LWB bereits im kommenden Jahr eine so genannte „schwarze Null“ erreichen. Das hieße, mit den Einnahmen alle laufenden Ausgaben decken zu können. Durch die Finanzkrise seien jedoch die Erlöse aus Wohnungs- und Hausverkäufen deutlich zurückgegangen. Die LWB wolle jedoch in den nächsten Jahren wieder mehr Geld für die Modernisierung ihrer Wohnungen ausgeben.

Die Leipziger Hürdensprinterin Cindy Roleder hat bei der deutschen Leichtathletikmeisterschaft die Silbermedaille gewonnen.

Wie der Deutsche Leichtathletikverband mitteilte, musste sie sich über einhundert Meter Hürden nur der Favoritin Carolin Nytra aus Bremen geschlagen geben. Rohleder ist damit die einzige Medaillengewinnerin aus der Stadt. Die übrigen sieben Leipziger Athleten konnten keine Medaillenplätze erreichen.